SCHWEINFURT – Sie werden wohl beide nächste Saison wieder in der Regionalliga spielen, allerdings in unterschiedlichen Staffeln nicht mehr aufeinandertreffen. Der 1. FC 05 schoss den SSV Ulm am Samstag so halb schon zum vierten Spielklassenwechsel in den letzten vier Jahren. Einmal von der vierten in die zweite, dann im Schnellverfahren zurück…
Auch Sicht der Schnüdel ist diese Geschichte eines der ganz wenigen Märchen dieser bislang so katastrophalen Saison, die auch von den Samstagsereignissen nicht mehr gerettet wird. Mindestens 18 Punkte Rückstand sind´s auf den 1. FC Saarbrücken und das rettende Ufer zehn Spiele vor Rundenende immer noch. Und deren acht für Ulmer, auch schon schwer aufholbar….
Dass die Gäste nach torloser erster Halbzeit nach dem Dreifachwechsel bei Schweinfurt (Leo Langhans, Mike Dellinger und Joshua Endres kamen für die etwas überraschend startenden Dustian Forkel, Mustafa Özden und Fabio Luque-Notaro) durch Lucas Röser doppelt trafen und nach eine Stunde mit 2:0 führten, machten die rund 600 Ulmer Fans unter den nur noch 2890 Zuschauern in der Riedel Bau-Arena im Sachs-Stadion zuversichtlich und ließ die Anhänger der Gastgeber weitestgehend verstummen. Hätte Toni Stahl nicht davor und danach ein paar Mal sensationell gehalten, es wäre bereits mindestens ein 0:3 auf der Anzeigetafel gestanden…
Doch was dann passierte… Grandios und unfassbar, je nach Sichtweise. Auch Ulms Trainer Pavel Dotchev ließ rotieren, angesichts der Englischen Woche gewiss verständlich. Doch ab dem ersten Doppelwechsel ging gar nichts mehr. Nico Grimbs, der nach einer Stunde für Sebastian Müller kam, staubte nach Geis-Ecke zum 1:2 ab, dann verwandelte Johannes Geis einen an Tim Latteier verwandelten Foulelfmeter – ehe in der Nachspielzeit das passierte, was man den Schnüdeln schon seit Monaten wünschte.
Die 94. von letztlich 97 Minuten war angebrochen. Die Freistoßflanke von Geis fand den Kopf von Thomas Meißner. Auch der hatte keine wirklich gute Saison hinter sich. Ganz zu schweigen von Michael Dellinger, der nach der Verlängerung auch mit dem Kopf an den Ball kam – und zum 3:2 eindrückte. Der erste Profitreffer für eines der Gesichter des Aufstiegs. Wunderbar! Auch wenn sich nichts daran ändern wird, dass nächste Runde wohl wieder Elterdorf statt Essen nach Schweinfurt reist. Aber: Essen kommt heuer noch, auch Rostock und 1860 München. Vor dann jeweils mehr weit als 3000 Zuschauern.
Unten folgen gleich viele Fotos, vorher noch das:
Die LVM-Versicherung präsentiert die gesamte Saison die Berichterstattung der Schnüdel aus der 3. Liga und drückt dem FC 05 stets die Daumen:




















