SCHWEINFURT – Offensive Sichere Innenstädte: Die Polizei startet die Videoüberwachung in Schweinfurt. Bayerns Innenstaatssekretär Sandro Kirchner informierte vor Ort über Zweck und Ablauf der Maßnahme. Ziel sei, die Sicherheitslage weiter verbessern und das Sicherheitsgefühl zu stärken.
Nun ging die neue polizeiliche Videoüberwachungsanlage in der Hadergasse/Wolfsgasse in Schweinfurt in Betrieb. Bayerns Innenstaatssekretär Sandro Kirchner erläuterte vor Ort Zweck und Ablauf der Maßnahme. Die Anlage wird zunächst für mindestens sechs Monate betrieben und ist eine weitere Reaktion auf die in den vergangenen Jahren gestiegenen Straftaten in diesem Bereich. „Unser Ziel ist, die Straftaten in der Schweinfurter Innenstadt weiter zu reduzieren, Betroffene besser zu schützen und damit das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zu stärken“, sagte Kirchner.
In den letzten fünf Jahren stieg die Zahl der Straftaten in den für die Videoüberwachung relevanten Bereichen Hadergasse/Wolfsgasse von 146 auf 322. Besonders deutlich nahmen Körperverletzungen und Bedrohungen zu.
Kirchner erklärte: „Polizei und Stadt haben bereits viele Maßnahmen ergriffen, um diese Entwicklung zu stoppen. Dazu gehören eine verstärkte Polizeipräsenz mit Unterstützungskräften der Bereitschaftspolizei, gemeinsame Streifen mit Sicherheitswacht und Kommunalem Ordnungsdienst sowie beschleunigte Verfahren in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft. Die Maßnahmen haben zu einer Stabilisierung der Lage in der Schweinfurter Innenstadt beigetragen“
Seit März 2025 gilt außerdem im Innenstadtbereich eine Verbotszone für Alkohol, Cannabis und Waffen. Mit Unterstützung des Bündnisses „Demokratie Leben“ wurde zudem das Projekt „Stadthelfer“ gestartet. Die ehrenamtlichen Stadthelfer sollen durch Präsenz, Gesprächsbereitschaft und Unterstützung im öffentlichen Raum das Sicherheitsgefühl stärken, das respektvolle Miteinander fördern und Brücken zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft bauen.
Die nun in Betrieb genommene polizeiliche Videoüberwachung soll die bisherigen Maßnahmen ergänzen und die Sicherheitslage weiter verbessern. „Die Bayerische Polizei setzt bereits seit mehreren Jahren erfolgreich Videoüberwachung an Brennpunkten ein. Sie wirkt präventiv, hilft bei der Aufklärung von Straftaten und entlastet die Polizei von personalintensiven Fußstreifen. Dadurch werden Ressourcen frei.
Holger Baumbach, Polizeivizepräsident des Polizeipräsidiums Unterfranken, ergänzte: „Die neue Videoüberwachung erhöht unsere Reaktions- und Handlungsfähigkeit. Sie ergänzt unsere hohe Präsenz vor Ort, beschleunigt Ermittlungen und stärkt das Sicherheitsempfinden in Schweinfurt.“
Foto: ChatGPT / künstliche Intelligenz

