WÜRZBURG – Rosenkränze wurden früher meist von Generation zu Generation weitergegeben. Die geweihten Devotionalien hatten einen hohen ideellen Wert. Diese emotionale Bindung geht zum Teil verloren und manche Nachfahren wissen nicht, was sie mit Rosenkränzen anfangen sollen.
Entsprechende Nachfragen auch bei der Redaktion des Würzburger katholischen Sonntagsblatts waren der Ausgangspunkt für eine Leserreise im Juni nach Hamburg in Absprache mit dem Erzbistum Hamburg: Eine Station ist die katholische Seemannsmission „Stella Maris“, die Rosenkränze sammelt und im Rahmen der Aktion „Ein Rosenkranz geht um die Welt“ an Seeleute aus aller Welt abgibt.
„Die Seeleute freuen sich über die Geschenke, die sie mit auf die lange Reise und mit in ihre Heimatländer nehmen können“, berichtet Johannes Weismantel von „spiritel Reisen“, der die Seemannsmission in Hamburg bereits kennt. Auf den katholisch geprägten Philippinen und in vielen anderen Ländern hätten Rosenkränze bis heute einen hohen Stellenwert.
Der Schweinfurter Elmar Rachle hat bereits mehr als 30 Rosenkränze für die Aktion gesammelt. Rachle gehört der Weggemeinschaft der Würzburger Ritaschwestern an. Dort tauscht er sich regelmäßig mit anderen Christinnen und Christen aus. Bei einer Fahrt der Ritaschwestern ins italienische Cascia habe er auch erstmals von der Aktion „Ein Rosenkranz geht um die Welt“ erfahren. Der ausgebildete Umwelt- und Abfallberater Rachle war sofort begeistert: „Mir liegt zum einen am Herzen, dass geweihte Rosenkränze nicht in Schubladen rumliegen oder sogar im Müll wandern, zum anderen freue ich mich über jeden Gegenstand, der wieder eine sinnvolle Verwendung findet.“
Aus gesundheitlichen Gründen überlässt er das Sammeln mittlerweile dem Dekanatsbüro Schweinfurt in der Beratungsstelle „+plus.punkt“ in der Schultesstraße 21. Auf Initiative des Würzburger katholischen Sonntagsblatts werden in den kommenden Monaten Rosenkränze über alle neun Dekanatsbüros und die Dom-Info in Würzburg gesammelt. Die Initiatoren bitten aber ausdrücklich darum, ausschließlich Rosenkränze und keine anderen Devotionalien abzugeben.
Passend zum Thema bietet das Würzburger katholische Sonntagsblatt für Juni eine Reise nach Hamburg unter dem Motto „Würzig-süßes Tor zur Welt“ an. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fahren am Donnerstag, 11. Juni, mit dem ICE von Würzburg nach Hamburg. Begleitet werden sie von zwei Mitarbeitern des Würzburger katholischen Sonntagsblatts. Die vier Übernachtungen sind im Hotel „Arcotel Rubin“ gebucht, im Angebot enthalten sind unter anderem vier Frühstücke, je ein Drei-Gang-Menu im Hotel und im „Hamborger Veermaster“, eine Hamburger Kaufmannstour mit Besuch des Gewürzmuseums sowie eine Hafenrundfahrt.
Gleich am ersten Tag geht es in die katholische Seemannsmission „Stella Maris“, wo die Rosenkränze übergeben werden und Seelsorger von ihrer Arbeit berichten. Am Freitag, 12. Juni, folgen eine Führung im Sankt-Marien-Dom mit Kolumbarium, ein Museumsbesuch mit Verkostung von Zimtkaffee und Butterkuchen sowie ein geführter Rundgang durch die Speicherstadt.
Am Samstag, 13. Juni, erkunden die Teilnehmer die Stadt bei einem Spaziergang und besichtigen die evangelische Kirche Sankt Michaelis. Wer mag, kann den Turm des Hamburger Wahrzeichens besteigen und die Aussicht genießen. Für den Nachmittag steht das „Chocoversum“ mit Verkostung auf dem Programm. Am Sonntag, 14. Juni, werden der Besuch einer heiligen Messe und eine Hafenrundfahrt inklusive Fischsnack angeboten. Die Rückreise ist für Montag, 15. Juni, geplant. Nähere Informationen im Internet untersobla.de.
raru (Würzburger katholisches Sonntagsblatt)
Auf dem Bild © Ralf Ruppert (Würzburger katholisches Sonntagsblatt) | Elmar Rachle sammelt Rosenkränze für die katholische Seemannsmission in Hamburg.

