Das sind die Veranstaltungen im März 2026 im Theater der Stadt Schweinfurt

Das sind die Veranstaltungen im März 2026 im Theater der Stadt Schweinfurt

SCHWEINFURT – »Vierzig Karat« ist elegante, amüsante und zu Herzen gehende Unterhaltung und ist am Samstag, 28. Februar um 19:30 Uhr und am Sonntag, 1. März um 14:30 Uhr im Theater der Stadt Schweinfurt am Ausweichspielort Evangelisches Gemeindehaus zu erleben.

Die zauberhafte Komödie von Pierre Barillet und Jean-Pierre Grédy wurde zum Welterfolg – nicht nur durch die gefeierte Verfilmung mit Liv Ullmann, Gene Kelly und Edward Albert. In Schweinfurt spielen Mariella Ahrens, Fabian Kuhn, Simona Mai, Ferdinand Ascher, Sydney Tombrink, Sascha Kudella und Eva Holzapfel. Lisa ist mit ihren 40 hochkarätigen Jahren äußerlich ganz New Yorker Geschäftsfrau. Aber sie hat das empfindsame Herz eines jungen Mädchens. An einer kleinen griechischen Bucht hat sie eine Autopanne, bei der ihr Guillaume zu Hilfe kommt – ein am Strand kampierender und per Autostopp reisender Student. Sie verliert den Kopf und er sein Herz. Aber erst als sich das Gelegenheitspaar zufällig in Paris wiedersieht, wird es brenzlig für Lisa, denn nun setzt der junge Mann gezielt an zur Eroberung der widerstrebenden Erfolgsfrau…

Jakob Wassermann erzählt in seinem 1908 erschienenen Buch »Caspar Hauser oder Die Trägheit des Herzens« die mysteriöse Geschichte des Findlings Caspar Hauser, von dessen erstem Auftreten 1828 in Nürnberg bis hin zu seinem rätselhaften Tod fünf Jahre später in Ansbach. In der Dramatisierung von Susanne Pfeiffer, die mit Anna Katharina Fleck, Sam Gerst, Marc Marchand, Yannick Rey und Jonas Stüdemann am Mittwoch, 4. März um 19:30 Uhr ins Theater im Gemeindehaus kommt, geht es um diesen Jungen ohne Vergangenheit, um dieses rätselhafte Verbrechen. Der Krimi ohne Auflösung zeigt aber auch eine Gesellschaft, die einen Menschen nicht als Menschen anerkennen kann und die die Vorstellungen von Menschlichkeit infrage stellt. Bis heute ist die wahre Herkunft Caspar Hausers umstritten. Wassermann hat den Bestsellerstoff erkannt und zu einer immer noch beeindruckenden Geschichte geformt.

Goethes verschollene Lieblings-Opera Buffa »Der Theaterdirektor in Nöten« ist eine brillante Opernsatire von Domenico Cimarosa. Schweinfurt hat die tolle Gelegenheit sie wiederzuentdecken, am Samstag, 7. März um 19:30 Uhr und am Sonntag, 8. März um 17:00 Uhr. Die Berliner lautten compagney hat die Oper gemeinsam mit dem Theater an der Klassik Stiftung Weimar – Liebhabertheater Schloss Kochberg nach mehrjähriger Forschung wieder zum Leben erweckt. Das musikalische Kleinod ist eine bissige und lebensnahe Satire auf den Opernbetrieb, einschließlich der damit verbundenen Intrigen, Liebesaffären, Erfolge und Misserfolge. Während alle bestrebt sind, möglichst viel Vorteil aus dem Unternehmen zu ziehen, wird geprobt, werden Allianzen geschmiedet und kräftig intrigiert im Streit um Liebe, Ruhm und Karriere. Die Dinge spitzen sich zu, bis am Ende der von allen bedrängte Direktor auch noch mit der Kasse durchbrennt… Die Aufführung entspricht der historischen Bühnenkunst und der Ausstattung der frühen 1790er-Jahre. Die Botschaft ist zeitlos: Wo viele Egoismen zusammenkommen, wird ein Projekt verhindert statt befördert. Und auch im 18. Jahrhundert gab es schon so etwas wie »Me too«.

Mit pointierten Missverständnissen, skurrilen Figuren und vielen Verwechslungen gilt »Der Raub der Sabinerinnen« bis heute als die schönste Liebeserklärung an das Theater. In Schweinfurt ist die Komödie »Der Raub der Sabinerinnen geht schief!« nach dem Schwank von Franz und Paul von Schönthan am Donnerstag, 12. März und am Freitag, 13. März jeweils um 19:30 Uhr zu sehen. Der Theaterdirektor Striese wurde zur Paraderolle vieler prominenter Schauspieler wie Albert Bassermann, Rudolf Platte, Gustav Knuth, Gert Fröbe oder Willy Millowitsch. In der Braunschweiger Inszenierung wird Bernd E. Jäger van Boxen »den Striese« geben. Der Schauspieler prägte über Jahre lang das Gesicht der Fernsehserie »Die Wache« bei RTL und war in Film und Fernsehen u. a. an der Seite von Elke Sommer, Mario Adorf, Diether Krebs, Ben Becker, Heinz Hoenig und Heinz Schubert zu sehen. Er ist eine Idealbesetzung für diese Paraderolle.

Antonio Vivaldi trifft Astor Piazzolla bei den Acht Jahreszeiten mit dem Polish Chamber Orchestra (ROK) am Donnerstag, 19. März 2026 um 19:30 Uhr. Bei seinem Schweinfurt-Debüt stellt das Polish Chamber Orchestra unter der Leitung von Jurek Dybal Antonio Vivaldis »Vier Jahreszeiten« den »Vier Jahreszeiten in Buenos Aires« von Astor Piazzolla gegenüber. Während Vivaldis berühmte Komposition vor allem Naturerscheinungen imitiert, wie Winde, Stürme, Gewitter, Tierstimmen und ländliches Leben, führt Piazzolla mit atmosphärisch dichten Stimmungsbildern aus dem städtischen Treiben in Buenos Aires durch das Jahr. Im interessanten Dialog zwischen Barockmusik und Tango Nuevo werden zwei sehr unterschiedliche Klangwelten zur perfekten Ergänzung zusammenfinden. Die Solistin Tamaki Kawakubo gastiert regelmäßig rund um den Globus bei führenden Orchestern mit international renommierten Dirigenten. Mit virtuosen Fähigkeiten und einfühlsamer Tongebung begeistert sie das Konzertpublikum.

»Ich lade gern mir Gäste ein« sagen Kammeroper Köln und Kölner Symphoniker am Samstag, 21. März um 19:30 Uhr und am Sonntag, 22. März um 14:30 Uhr. Auf der Bühne des Theaters im Gemeindehaus heißt es dann nämlich »Operette sich wer kann« bei einer festlichen Gala mit Operette, Oper und Musical. Stilvoll, mit einem Augenzwinkern moderiert, entführt der Abend in die glanzvolle Bühnenwelt mit Auszügen aus Meisterwerken wie »Die lustige Witwe«, »Der Vetter aus Dingsda« und natürlich »Die Fledermaus«. Berühmte Opernarien und beliebte Songs aus Musicals wie »My Fair Lady« bereichern das Programm und sorgen für musikalische Vielfalt.

Eine Kinderoper von Esther Hilsberg nach Hans Christian Andersen ist »Die Schneekönigin«, die am Montag, 23. März gleich dreimal, nämlich um 9:00, 10:30 und 17:00 Uhr, im Gemeindehaus gespielt wird. Wie findet man heute noch wahre Freundschaft und Liebe? Warum werden Menschen plötzlich gefühlskalt? Und was heißt es, erwachsen zu werden? Das sind Fragen, die die Kinderoper stellt. Die Kammeroper Köln setzt Hans Christian Andersens Geschichte lebendig, glaubhaft und mit großer Liebe zum Detail in Szene.

»Dr Jekyll and Mr Hyde« von Paul Stebbings und Phil Smith nach Robert Louis Stevensons Buch gibt es bei uns in englischer Sprache am Mittwoch, 25. März um 11:00 und 19:00 Uhr mit TNT Theatre Britain, The American Drama Group und English Theatre, CZ. Nur sehr selten entfaltet ein Roman eine derart über die Fiktion hinausgehende Wirkung und wird zum Mythos. »Dr. Jekyll und Mr. Hyde« gehört zu dieser erlesenen Gruppe. Er ist ein packender Thriller, eine Tragödie und vor allem eine Auseinandersetzung mit der Spaltung, die wir ansatzweise alle in uns haben, der Wahl zwischen Gut und Böse. Die Dramatisierung verknüpft dynamisches Körpertheater mit einer Art Filmmusik; in Anlehnung an den Stil viktorianischer Melodramen, Kriminalthriller und Stummfilme entsteht ein spannendes und zugängliches Theaterstück mit Jean-Paul Pfluger, Simone Mumford und Sylas Shaw.

Am Freitag, 27. März um 19:30 Uhr setzen die Schweinfurter ihre Reihe migrantisches & inklusives Theater fort mit der deutschtürkischen Komödie »HOCHDEUTSCHtürkisch: Alter, was geht?«. Dieser komödiantische Abend betrachtet auf der einen Seite die rassistische Hetze und Diskriminierung und auf der anderen Seite die rund 60-jährige Migrationsgeschichte mit den daraus resultierenden Veränderungen der Lebensgewohnheiten der »Deutsch-Türken« – etwa in Bezug auf Frauenrechte und Männergesellschaft. Die Schauspielerinnen und Schauspieler bewegen sich scheinbar mühelos zwischen der traditionellen türkischen Identität und der Lebenswelt der integrierten jüngeren Generation. Und auch für eine selbstkritische Darstellung der eigenen Wert- und Moralvorstellungen ist gesorgt. Selbst bei solch sensiblen Themen behält das Ensemble des Theaters Ulüm den Humor fest im Blick. Mit der Theaterreihe Migrantisches Theater setzt das Theater der Stadt Schweinfurt ein Zeichen für Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe. Ziel ist es, mit einem Augenzwinkern Gespräche anzustoßen und neue Perspektiven zu eröffnen. Finanziert wird das Projekt durch den Förderverein des Theaters der Stadt Schweinfurt e.V.

Karten können an der Tageskasse im
Museum Otto Schäfer und im Bürgerservice,
Markt 1, 97421 Schweinfurt bezogen werden.
Telefon Theaterkasse: (09721) 51 4955
Online-Vorverkauf und weitere Informationen auf
www.theater-schweinfurt.de

Fotos: Andreas Bassimir, Erdogan Karayel, Ariel Oscar Greith, Alexander Bornschelgl, Niklas Ueberschaer, Szymon Wykrota, Florian Battermann, Maik Schuck, Sebastian Worch

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