NIEDERWERRN / OBERWERRN – Es ist ein Dreikampf um Meisterschaft und Relegation in der Schweinfurter Kreisklasse 1 – und trotz Rang drei zur Winterpause scheint der FV Nieder-/Oberwerrn dort aktuell die besten Karten zu haben.
Das liegt an den beiden Nachholspielen, die das einzig noch ungeschlagene Team der Liga im Vergleich zum FC Arnstein und der SG Schnackenwerth / Vasbühl/ Brebersdorf noch in der Hinterhand hat. Die beiden Rivalen verloren bereits zwei und drei Mal, der FV hingegen spielte bereits vier Mal Remis.
Coach Vladimir Slintchenko stellte sich dem großen Halbzeit-Interview mit www.mainfranken.news.
10 Punkte sind perfekt, deren 0 der Oberflop. Wie bewertet Ihr Eure erste Saisonhälfte – und warum?
Vladimir Slintchenko: Gemessen an der erreichten Punktzahl müsste ich ja fast eine 10 vergeben. Aber unabhängig von den Ergebnissen wissen wir auch, dass wir uns in einigen Bereichen des Spiels noch verbessern können. Deshalb gibt es von mir eine immer noch sehr gute Bewertung von 8 Punkten.
Welches war das bisher beste Spiel und welches das schlechteste? Und jeweils: Warum?
Vladimir Slintchenko: Das beste Spiel war wahrscheinlich in der Hinrunde auswärts in Bergrheinfeld bei unserem 6:1 Sieg. Hier hat mir das Spiel mit dem Ball sehr gut gefallen, weil wir viele im Training und in der Theorie erarbeitete Muster sehen konnten, die auch zu Toren geführt haben.
Auf der anderen Seite gab es zum Glück kein Spiel, indem wir über 90 Minuten komplett enttäuscht haben, lediglich über Phasen hinweg, wie gegen den TV Jahn in der ersten Halbzeit oder gegen Hambach und Sömmersdorf – wo es folgerichtig auch nur zu Unentschieden gelangt hat.
Was hat Euch bisher in der Liga am meisten überrascht?
Vladimir Slintchenko: Dass zwei Mannschaften über die ersten acht Spieltage hinweg im Einklang ohne Punktverlust durch die Spiele gehen, kommt denke ich nicht so häufig vor und konnte so auch nicht vorhergesagt werden. Auch dass die beiden Kreisligaabsteiger sich so schwertun und im Abstiegskampf stecken, kam überraschend.
Wer ist für Dich der Spieler der Hinrunde: Bei Euch und in der Liga?
Vladimir Slintchenko: In der Liga sticht ein Noah Wintzheimer von Arnstein schon etwas heraus würde ich sagen. Mit seinem niedrigen Körperschwerpunkt ist er schwer zu greifen und mit seiner Abschlussstärke ist er einer der Unterschiedsspieler in der Kreisklasse.
Einen Spieler aus unserer Mannschaft hervorzuheben ist schwierig, da wir uns grundsätzlich als Team weiterentwickeln konnten. Aber um einen Spieler zu nennen: Unser Torwart Maxi Krebs hatte eigentlich seine Karriere vor der Saison aufgrund beruflicher Verpflichtungen als Geschäftsführer schon beenden wollen und mir damit einige schlaflose Nächte bereitet 😊 Letztlich konnten wir ihn zum Glück noch dazu überreden, weiter zur Verfügung zu stehen. Zur Winterpause hat er noch keine einzige Minute verpasst und zeigte sich auch neben dem Platz als wichtige Führungspersönlichkeit.
Nach dem letzten Spieltag 2026 steht Ihr auf welchem Platz und erreicht den genau dann, wenn was passiert?
Vladimir Slintchenko: Am Ende kriegen wir das, was wir uns verdienen. Und wenn die Mannschaft weiterhin so auftritt wie in der Hinrunde, stets demütig und hungrig bleibt, dann bin ich mir sicher, dass wir unsere Ziele erreichen werden.
Was war für Dich DER außergewöhnlichste Moment der ersten Halbserie?
Vladimir Slintchenko: Die letzte Aktion im Spiel gegen Arnstein bleibt sicherlich in Erinnerung, als wir einen Eckball mit Hilfe der Latte und einer Klärungsaktion auf der Linie mit Mann und Maus verteidigen konnten. Da war der Puls schon ziemlich am Anschlag!
Bei welchem Auswärtsspiel hat´s Euch am besten gefallen und bei welchem Heimspiel waren die Gegner besonders gesellig?
Vladimir Slintchenko: Wir versuchen schon mit dem Großteil der Spieler zumindest auf ein Getränk noch im jeweiligen Sportheim zu verweilen. Hier und da kommt man dann auch nochmal mit dem Gegner ins Gespräch, was auch ganz nett sein kann und einfach dazugehört. Auf der Kirchweih in Oberndorf war es im Anschluss an unser Spiel gegen die DJK/TVO sehr cool.
Wird sich den Winter über im Kader etwas verändern?
Vladimir Slintchenko: Nein, es gibt keine Veränderungen im Kader. Erfreulicherweise haben wir einige frischgebackene Väter, die jetzt erstmal vorrangig ihren privaten Verpflichtungen nachkommen. Trotzdem hoffe ich, dass wir dadurch keine großen Einschnitte haben werden und alle Mann weiterhin so motiviert bei der Sache bleiben.
Wirst Du als Trainer über den nächsten Sommer hinaus weiter machen? Wenn nein, was hast Du vor und wer wird Dein Nachfolger?
Vladimir Slintchenko: Ja, ich habe meinen Vertrag um eine weitere Spielzeit verlängert.
Wie schaute das Testspiel-Programm aus, gegen wen geht es um Punkte wieder los?
Vladimir Slintchenko: Wir konnten insgesamt viermal testen. Gegen die höherklassigen Teams aus Strahlungen, Oberpleichfeld/Dipbach/Prosselsheim und Grettstadt sind wir als Verlierer vom Platz gegangen. Die Generalprobe gegen Dingolshausen/Rügshofen konnten wir für uns entscheiden. Nächsten Sonntag (1.3) geht es gegen den FC Gartstadt endlich wieder mit der Liga weiter.
Wir danken für das Gespräch und wünschen für 2026 alles Gute!














































