Halbzeit bei der Spvgg Hambach: „Wir können nur über das Team kommen!“

Halbzeit bei der Spvgg Hambach: „Wir können nur über das Team kommen!“
Foto: Sandra Heinzmann

HAMBACH – Mit 25 Punkten nach 17 der 30 Saisonpartien belegt die Spvgg Hambach in der Schweinfurter Kreisklasse 1 zur Winterpause einen überaus ordentlichen siebten Platz.

Der Zwölfte der vergangenen Runde, der erst mit dem Relegationssieg in Volkach gegen den TSV Geiselwind den Klassenerhalt schaffte, verlor zum Jahresausklang von den finalen neun Partien nur noch die eine ausgerechnet zuhause gegen den FC Garstadt.

Coach Matthias Fiedler stellte sich dem großen Halbzeit-Interview mit www.mainfranken.news.

10 Punkte sind perfekt, deren 0 der Oberflop. Wie bewertet Ihr Eure erste Saisonhälfte – und warum?
Matthias Fiedler: Ich würde eine 7 vergeben. Ich denke, dafür dass wir letztes Jahr erst in der Relegation die Klasse gehalten haben, stehen wir ganz gut da. Allerdings verlief noch nicht alles optimal

Welches war das bisher beste Spiel und welches das schlechteste? Und jeweils: Warum?
Matthias Fiedler: Wir hatten einige gute Spiele. Aber das beste war denke ich gegen Arnstein. Gegen einen starken Gegner haben wir super dagegen gehalten und einen nicht erwartbaren Sieg eingefahren. Das schlechteste Spiel war gegen die FTS 3. Ein absolut gebrauchter Tag.
(Anm.d.Red.: Gegen Arnstein gewannen die Hambacher mit 5:4, gegen die Freien Turner Schweinfurt 3 verloren sie auswärts mit 1:4.)

Was hat Euch bisher in der Liga am meisten überrascht?
Matthias Fiedler: Am meisten hat mich überrascht, dass die beiden Absteiger SG Üchtelhausen und Jhan Schweinfurt große Probleme haben, sich in der Klasse zu etablieren. Aber es bleibt ja noch die Rückrunde.

Wer ist für Dich der Spieler der Hinrunde: Bei Euch und in der Liga?
Matthias Fiedler: Wir in Hambach können nur über das Team kommen. Zwar hatte jeder Spieler hatte mal „sein“ Spiel, in dem er hervorstach. Aber wir sind meist über die mannschaftliche Geschlossenheit gekommen, und das ist auch wichtig. In der Liga gibt es viele gute Spieler, sowohl in der Defensive als auch in der Offensive. Den Überflieger sehe ich allerdings im Moment noch nicht.

Nach dem letzten Spieltag 2026 steht Ihr auf welchem Platz und erreicht den genau dann, wenn was passiert?
Matthias Fiedler: Überragend wäre es, wenn wir den Platz halten können oder zumindest über dem Strich bleiben. Der Klassenerhalt ohne Relegation wäre super. Hierfür müssen wir eine gute Vorbereitung hinlegen und in jedem Spiel das Herz auf dem Platz lassen.

Was war für Dich DER außergewöhnlichste Moment der ersten Halbserie?
Matthias Fiedler: Das war mit Sicherheit der Siegtreffer gegen Arnstein in der letzten Minute der Nachspielzeit! Das Spiel war ein Hin und Her. Erst konnten wir einen Halbzeitrückstand in einen Zwei-Tore-Vorsprung drehen. In Überzahl konnte Arnstein dann in der Nachspielzeit ausgleichen. Dann kam der Moment von Matthias „Börni“ Hagen, als er quasi mit dem Schlusspfiff aus fast 40 Metern den Ball über den Arnsteiner Keeper ins Tor schoss und wir alle komplett eskalierten. Ein Wahnsinnsspiel, aber nichts für die Trainernerven.

Bei welchem Auswärtsspiel hat´s Euch am besten gefallen und bei welchem Heimspiel waren die Gegner besonders gesellig?
Matthias Fiedler: Wir trinken meistens überall nach dem Spiel noch ein Kaltgetränk, ohne jetzt zu übertreiben. Gefühlt sehen es die bisherigen Gäste bei unseren Heimspielen ähnlich.

Wird sich den Winter über im Kader etwas verändern?
Matthias Fiedler: Maximilian Vollert hat uns leider verlassen. Ansonsten bleibt alles beim Alten.

Wirst Du als Trainer über den nächsten Sommer hinaus weiter machen? Wenn nein, was hast Du vor und wer wird Dein Nachfolger?
Matthias Fiedler: Die Verantwortlichen des Kleeblatts und ich haben uns schnell auf eine Vertragsverlängerung geeinigt. Die Aufgabe ist und bleibt spannend und es gilt das Potenzial der Mannschaft noch weiter herauszukitzeln.

Wie schaut das Testspiel-Programm aus, gegen wen geht es um Punkte wieder los?
Matthias Fiedler: Wir spielen gegen Rottershausen, Sennfeld und Gochsheim 2. Los geht es am 01.03 mit einem Heimspiel gegen Mühlhausen/Schraudenbach. Gleich ein Brett.

Thema Nationalmannschaft: Sind Nagelsmanns Jungs auf dem Weg, um 2026 Weltmeister zu werden?
Matthias Fiedler: In einem Turnier ist immer alles möglich. Es braucht viele kleine Momente um erfolgreich zu sein. Wer mehr dieser Momente hat, wird am Ende den Titel holen. Vielleicht ist es ja unsere Nationalmannschaft.

Sollte man per Gesetz beschließen, beim FC Bayern München die Punkte zu halbieren, damit die Bundesliga wenigstens ein bisschen spannend wird?
Matthias Fiedler: Das halte ich für keine gute Idee.

Was muss man beim 1. FC Schweinfurt 05 machen, damit sich die Schnüdel mal etablieren können im Profifußball?
Matthias Fiedler: Ich bin dafür viel zu weit weg, um mir darüber ein Urteil zu bilden und Ratschläge zu verteilen. Aber so ne zweite ( U 23) Mannschaft in der Landesliga wäre glaube ich ganz gut, damit nicht alle Talente, die es bei der ersten nicht schaffen, den Verein verlassen.

Tee oder Kaffee, Berge oder Meer, Fisch oder Fleisch, Putin oder Trump, Eishockey oder Handball, Hardrock oder Elektropop, Zopf oder Glatze, Online oder Druck, Pornos oder Kirche, Smartphone oder Wählscheibe, AfD oder Linke, Zigeunerschnitzel oder Paprikaschnitzel, Christkind oder Osterhase – sucht oder zum Thema Gegensätze einen heraus und kommentiert ihn aus Eurer Sicht – damit sich hier nicht alles nur um Fußball dreht… 😉
Matthias Fiedler: Da nehme ich Berge oder Meer. Ich habe die Berge bei einer Alpenüberquerung schätzen und lieben gelernt. Allerdings hat auch so ne Woche am Meer zum Relaxen und Kräfte tanken was.

Wir danken für das Gespräch und wünschen für 2026 alles Gute!
Matthias Fiedler: Ich bedanke mich für das Interview und wünsche allen Lesern ein gutes 2026!

Foto: Sandra Heinzmann

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