SCHWEINFURT – Mit einem Fest voller Freude, Musik und herzlicher Worte wurde Dr. Natascha Nowack-Göttinger in ihr neues Amt als Rektorin der Schiller Grundschule eingeführt.
Die Veranstaltung war nicht nur ein feierlicher Akt, sondern ein eindrucksvolles Bekenntnis zur Zukunft der Schillerschule – und die neue Rektorin präsentierte sich dabei als inspirierende Figur mit einer Leidenschaft für die Bildung.
In ihrer kurzweiligen Rede skizzierte Schulamtsdirektorin Nicole Schmitt eindrucksvoll den beruflichen Werdegang der Schweinfurter Pädagogin, die sich in der Bildungslandschaft längst einen Namen gemacht hat. Ihre Vita reicht von einem Grundschullehrer-Studium in Würzburg über Promotion in Allgemeiner Pädagogik, Schulpädagogik und Kunstpädagogik bis hin zu Abordnungen und Lehraufträgen an der Universität Würzburg, der Arbeit in vielzähligen Arbeitskreisen am Staatsinstitut für Schulpädagogik und Bildungsforschung in München und einer Vielzahl von Veröffentlichungen.
Nicole Schmitt, selbst durch und durch Pädagogin, referierte aber nicht nur, sondern sie hatte Bildmaterial dabei und zeigte die Titelseiten verschiedener Publikationen und Veröffentlichungen der neuen Rektorin. Ihr Favorit: das „Einfach glücklich-Malbuch“.
Die musikalische Begleitung der Veranstaltung war ein echtes Highlight. Konrektor Alexander Schöller an der Gitarre und Anke Schellenberger (Moderation und Gesang) kreierten musikalische Momente der Extraklasse. Die beiden hatten „My Way“ auf die Rektorin umgedichtet und trafen nicht nur mit diesem Song den Nerv des Publikums. Die Schülerinnen und Schüler bezauberten mit „Ich schenk dir einen Regenbogen“ und dem Schillerschul-Lied sowohl die neue Rektorin wie auch das Publikum.
Oberbürgermeister Sebastian Remelé nahm die Veranstaltung zum Anlass, um in seinem Grußwort die Verbindung zu der gebürtigen und begeisterten Schweinfurterin zu betonen, die sich 1969 wohl das erste Mal im Strampelanzug im Kreiskrankenhaus in Werneck begegnet sind, ein amüsanter Fun Fact, der die Anwesenden zum Schmunzeln brachte.
Nowack-Göttinger betonte in ihrer Dankesrede, dass sie jetzt schon den scheitenden Oberbürgermeister vermissen würde, denn die Stadt und das Amt für Sport und Schulen waren jederzeit ein verlässlicher und stets unterstützender Ansprechpartner. Der Oberbürgermeister sicherte diese Unterstützung auch über seine Amtszeit hinaus zu.
Remelé betonte des Weiteren, dass er Nowack-Göttingers lebensbejahende Haltung sehr schätze, ein Charakterzug, der ihm bei vielen Schulleitern immer wieder begegnet ist. Bei seiner letzten Rede vor Pädagogen bedankte er sich ausdrücklich für deren wichtige berufliche Aufgabe.
Remelé stellte noch einmal besonders heraus, dass die neue Rektorin neben ihrer pädagogischen Ausbildung auch zertifizierte Glückscoaching sei. Mit einem Augenzwinkern endete er mit dem Hinweis, dass der Oberbürgermeister doch die eine oder andere Idee für einen Krimi liefern könnte, falls die Autorin Nowack-Göttinger auf der Suche nach Stoff für ihren nächsten Heimatthriller sein sollte.
Der Strauß an Wünschen war bei der Amtseinführungsfeier groß. Die Kirche spendete einen multireligiösen Segen. Und so sah man gleich, dass an der Schule Heterogenität als Chance gesehen wird, neben dem katholischen und evangelischen Segen wurde von muslimischer Seite die Sure Nr. 1 gesungen. Ein bewegender Moment.
In ihrer Dankesrede, die von einem Zitat Friedrich Rückerts inspiriert war, betonte Dr. Nowack-Göttinger, Teamplayerin durch und durch, die Bedeutung der Weggenossenschaft.
In ihrer Rede drückte sie ihre tiefe Dankbarkeit und Verbundenheit gegenüber ihrem engagierten Kollegium aus und hob die freundliche Aufnahme hervor. Außerdem betonte sie ihren großen Respekt vor der Professionalität und dem pädagogischen Können ihrer Kollegen. Diese schaffen es nämlich jeden Tag mit viel Herzblut, Kindern aus der ganzen Welt nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern Lust auf Schule und Lernen zu machen, indem sie Inseln des Glücks gestalten.
Das Kollegium, das in Regenbogenfarben gekleidet war, überreicht der neuen Chefin einen wunderschönen Blumenstrauß und einen Reisegutschein nach Bamberg, um die Idee der gemeinsamen Reise und Weggenossenschaft aufzugreifen.
Nowack-Göttinger betonte auch, dass es für sie eine besondere Freude ist, mit ihrem Konrektor Alexander Schöller zusammen im Schulleitungsteam zu arbeiten. Er ist der Mann, der ihr den Rücken freihält und die weltbesten Vertretungspläne macht. Gemeinsam mit ihm möchte sie ein kreatives Schulentwicklungsmodell innerhalb des Startchancen-Programms umsetzen, das die Schülerinnen und Schüler auf ihrem individuellen Lebensweg unterstützt. Ganz im Sinne des Möglichmachers aus ihrem Kinderbuch „Billy Magic“.
Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war der Auftritt der Schulleiter-Kollegen, die das umgeschriebene Lied „Komm mal vorbei“ vortrugen. Katharina Kitz war hier in einer Doppelrolle gefragt, sie war nicht nur beim Schulleiterchor dabei, sondern überbrachte auch die Wünsche des Personalrates.
Mit vielen Ideen und großer Freude gratulierten der neuen Rektorin die Nachbarschulen, die für die Künstlerin natürlich Kunst im Gepäck hatten und die sich über die neue „Wohngemeinschafts-Partnerin“ sehr freuen. Der offene Ganztag bedankte sich für die unproblematische Zusammenarbeit, die Schülersprecher des Schülerparlaments zeigten, dass es wichtig ist, Demokratie schon in jungen Jahren einzuüben und freuten sich, dass an der Schule eine Schülersprechstunde angeboten wird. Der engagierte Elternbeirat und der Förderverein der Schule brachten symbolhaltige Geschenke und viele gute Wünsche mit.
Die sympathische Pädagogin beendete ihre Rede mit der bezaubernden Idee, dass es jeden Tag darum geht, die kleinen goldenen Schlüsselchen zu schmieden, die die Schatztruhen aufschließen, die es in den Herzen eines jeden Kindes zu suchen gilt.
Bei interessanten Gesprächen und einem reichhaltigen Buffet klang die schöne und kurzweilige Veranstaltung aus.

