MAINFRANKEN – Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Bayern blickt auf ein starkes Beratungsjahr 2025 zurück. Fragen rund um Heizung, Solarstrom und das Sanieren von Gebäuden standen für vieler Bürgerinnen und Bürger im Fokus. Entsprechend gut genutzt wurden die Beratungsangebote.
Im Laufe des Jahres ließen sich 4.856 Verbraucher im eigenen Zuhause beraten. Weitere 6.412 Ratsuchende nutzten die Energieberatungsstellen der Verbraucherzentrale Bayern. Mehr als 11.000 Teilnehmende informierten sich in den zahlreichen Präsenz- und Online-Vorträgen der Verbraucherzentrale Bayern zu aktuellen Energiethemen.
Dadurch wurden Investitionen im Umfang von rund 18 Millionen Euro angestoßen, mit denen sich in Summe 427 GWh Energie sowie 157.000 Tonnen CO₂ einsparen lassen. Für die Verbraucherzentrale Bayern ist das ein klarer Hinweis darauf, dass ihre Beratung unmittelbare Wirkung entfaltet. „Wir sehen sehr deutlich, dass Menschen ihre Gebäude fit für die Zukunft machen wollen. Unsere Beratung gibt ihnen die Sicherheit, Entscheidungen nicht aus dem Bauch heraus, sondern auf Basis klarer Fakten zu treffen“, sagt Sigrid Goldbrunner, Energieexpertin der Verbraucherzentrale Bayern.
Heizungswechsel bleibt Treiber der Nachfrage
Die meisten Anfragen drehten sich auch 2025 um die Modernisierung bestehender Heizungsanlagen. Viele Ratsuchende wollten einschätzen lassen, ob ihr Gebäude für eine Wärmepumpe geeignet ist – eine Frage, die häufig über Investitionen im fünfstelligen Bereich entscheidet. Die Energieexperten der Verbraucherzentrale analysierten dafür technische Voraussetzungen, Fördermöglichkeiten und individuelle Angebote. „Viele Haushalte möchten sicher sein, dass sie die richtige Entscheidung für die kommenden Jahrzehnte treffen“, so Goldbrunner.
Sanierungsfragen weiter im Aufwind
Ungebrochen hoch blieb auch das Interesse an der energetischen Gebäudesanierung. Im Fokus standen Dämmung, Fenstertausch und Dachsanierungen. Gleichzeitig rückte der Schutz vor Extremwetterereignissen wie Hitze stärker in den Vordergrund.
Auch die Spezialberatung für Wohnungseigentümergemeinschaften verzeichnete eine steigende Nachfrage. Sie hat sich inzwischen als zentraler Baustein im Beratungsangebot etabliert – insbesondere dort, wo komplexe Entscheidungsprozesse in Mehrfamilienhäusern anstehen.
Photovoltaik bleibt Zugpferd
Der Trend zu privaten Solaranlagen setzte sich 2025 ungebremst fort. Viele Interessierte wollten wissen, welche Anlagengröße wirtschaftlich ist, wie Dachflächen optimal genutzt werden können und welche Erträge realistisch sind. Die Energieberatung bot dafür nicht nur Fachinformationen, sondern konkrete Entscheidungshilfen auf dem Weg zur eigenen Stromproduktion.
„Unabhängigkeit bleibt entscheidend“
„Die große Nachfrage zeigt, wie wichtig verlässliche, unabhängige Beratung für Verbraucher ist“, sagt Energieexpertin Goldbrunner. „Energieentscheidungen sind komplex und oft kostenintensiv. Wir sorgen dafür, dass Menschen nicht nur Informationen, sondern echte Orientierung erhalten.“
Über die Energieberatung der Verbraucherzentrale
Die Energieberatung der Verbraucherzentrale informiert anbieterunabhängig zu vielen Themen des privaten Energieverbrauchs. Kostenfreie Beratungen sind online, telefonisch oder per Video möglich. Eine persönliche Vor-Ort-Beratung kosten 40 Euro. Weitere Infos finden sich unter verbraucherzentrale-energieberatung.de, über die kostenfreie Hotline 0800 – 809 802 400 oder in den Vorträgen. Die Beratung wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

