Großes Interesse beim Marktheidenfelder Bürger-Dialog rund um Seh- und Hörgesundheit

Großes Interesse beim Marktheidenfelder Bürger-Dialog rund um Seh- und Hörgesundheit

MARKTHEIDENFELD – Wissen Sie, an wen Sie sich wenden können, wenn das Hören oder Sehen im Alltag schwieriger wird? Und finden Sie sich im Supermarkt, bei Behörden oder in Ihrer Nachbarschaft gut zurecht? Fragen wie diese kamen beim Bürger-Dialog der Stadt Marktheidenfeld auf den Tisch.

Rund 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger waren zu der gemeinsamen Veranstaltung des Blindeninstituts Würzburg und der Stadt Marktheidenfeld ins Rathaus gekommen, um sich zu informieren und zu diskutieren. Initiiert wurde die Zusammenarbeit von der städtischen Seniorenbeauftragten Andrea Dürr.

Marktheidenfeld ist seit 2025 Modellkommune im Projekt „Sinnesbeeinträchtigungen in der Pflege im sozialen Nahraum“ des Blindeninstituts Würzburg. Die Kommune wird sich mit Unterstützung der Würzburger Experten in den kommenden eineinhalb Jahren gezielt mit dem Thema Seh- und Hörbeeinträchtigungen beschäftigen. Diese treten häufiger auf, als man denkt – besonders mit zunehmendem Alter, erläuterte Projektleiterin Sabine Kampmann vom Würzburger Blindeninstitut im Anschluss an die herzliche Begrüßung durch Ersten Bürgermeister Thomas Stamm.

Im Rahmen einer barrierefreien Powerpoint-Präsentation skizzierte Sabine Kampmann die Ziele des Projekts. Die Lebensqualität leide, wenn Seh- und Hörbeeinträchtigungen nicht rechtzeitig entdeckt und versorgt werden. Entsprechend wichtig sei die ärztliche Versorgung, deren barrierefreie Erreichbarkeit, die Anbindung an Fachärzte sowie Unterstützungsangebote zur Seh- und Hörgesundheit, betonte die Projektleiterin.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger konnten im Anschluss mit den Experten des Projekt-Teams an einem Info-Stand ins Gespräch kommen oder einen Fragebogen ausfüllen, damit Marktheidenfeld künftig noch lebenswerter und barrierefreier wird.

Das Modellprojekt steht unter der Schirmherrschaft der Bayerischen Staatsministerin Judith Gerlach und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention sowie der Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp gefördert. In Kooperation mit den unterfränkischen Gesundheitsregionen Plus ist zudem geplant, künftig verschiedene präventive Maßnahmen in Marktheidenfeld anzubieten. Im nächsten Schritt wird es Ende April eine Ortsbegehung in Marktheidenfeld geben, um Verbesserungsbedarfe zu ermitteln.

Neben Marktheidenfeld nehmen auch Gerbrunn, Gerolzhofen, Laufach, Markt Burgpreppach, Münnerstadt, Niedernberg und Wülfershausen an der Saale an dem Projekt teil.

Mehr Informationen sind im Internet unter www.blindeninstitut.de/sinnesonah zu finden.

Auf den Bildern:

Guten Zuspruch fand der Bürger-Dialog rund um Seh- und Hörgesundheit, den die Stadt Marktheidenfeld mit dem Blindeninstitut Würzburg durchführte.
Foto: Johanna Ebersbach

An einem Info-Stand des Blindeninstituts konnten sich Interessierte rund um das Thema Seh- und Hörbeeinträchtigungen informieren.
Foto: Daniel Klöß

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