ETTLEBEN / WERNECK – Mit drei Siegen und vier Unentschieden hat der TSV Ettleben/Werneck 2 dennoch nur 12 Punkte nach 16 der 28 Saisonpartien und belegt daher in der Schweinfurter Kreisliga 1 den vorletzten Abstiegsplatz.
Was daran liegt, dass der Verband dem Aufsteiger einen Punkt abzog, weil Team und Fans direkt nach der Meisterschaft ein paar Raketen in den Himmel schossen. Was übrigens an Silvester ausdrücklich toleriert wird, sogar wen man Böller auf Menschengruppen schmeißt. Egal… Jedenfalls startete der Neuling gut mit den ersten fünf Partien ohne Niederlage, um in den folgenden elf Par tien nur noch vier Zähler zu holen.
www.mainfranken.news sprach zur Pause mit Trainer Michael Lutz, der natürlich nicht wirklich zufrieden sien kann.
10 Punkte sind perfekt, deren 0 der Oberflop. Wie bewertet Ihr Eure erste Saisonhälfte – und warum?
Michael Lutz: 4 – Nach einem wirklich guten Start sind wir auf Grund vieler Verletzter und Abwesender ins Straucheln geraten. Das hat sich über Wochen hingezogen, und deshalb stehen wir da, wo wir am Ende nicht stehen wollen.
Welches war das bisher beste Spiel und welches das schlechteste? Und jeweils: Warum?
Michael Lutz: Das schlechteste war unzweifelhaft der Heimauftritt gegen Waigolshausen am Herbstfest in Werneck, wir haben fast alles vermissen lassen und verdient verloren. Der Beste vielleicht der Heimauftritt im November gegen Geesdorf/Abtswind, als wir nach 0:2 zurückkamen und das Spiel gedreht haben.
Was hat Euch bisher in der Liga am meisten überrascht?
Michael Lutz: Da gibt es eher wenig, allerdings ist die Liga extrem ausgeglichen besetzt. Es kann jeder gegen jeden punkten. Ich sehe keine Übermannschaft wie in anderen Jahren.
Wer ist für Dich der Spieler der Hinrunde: Bei Euch und in der Liga?
Michael Lutz: Bei mur in der Truppe kann ich nach dem bisherigen Verlauf keinen herausheben, da ist überall Luft nach oben In der Liga gibt es einige gute Kicker, schwierig, da keinen zu vergessen, Johannes Feser aus Büchold, Luca und Jannick Binder aus Rafeld, Wagner aus Volkach, Ditzel und Lommel aus Grettstadt. Man findet in jeder Mannschaft richtig gute Kicker. Auch in meiner natürlich 🙂
Nach dem letzten Spieltag 2026 steht Ihr auf welchem Platz und erreicht den genau dann, wenn was passiert?
Michael Lutz: Am besten auf dem Platz der zur Teilnahme einer weiteren Saison in der Kreisliga berechtigt. Mehr Fleiß, mehr Training und dass die Prioritäten auf den Fußball abzielen. Sonst wird das grundsätzlich als Aufsteiger schwierig. Und natürlich weniger Verletzte und Abwesende.
Was war für Dich DER außergewöhnlichste Moment der ersten Halbserie?
Michael Lutz: Das vorläufige Ende der Karriere von Sebbo Förster aus privaten Gründen, das hat mich traurig gemacht.
Bei welchem Auswärtsspiel hat´s Euch am besten gefallen und bei welchem Heimspiel waren die Gegner besonders gesellig?
Michael Lutz: Ganz klar in Egenhausen, da waren beide Mannschaften auf das ein oder andere Kaltgetränk zusammen gestanden. Es waren einige Gegner länger vor Ort auf Bier und Bratwurst, Uhrzeit hatte ich da jetzt nicht genau im Auge.
Wird sich den Winter über im Kader etwas verändern?
Michael Lutz: Ja, Denis Frolov stößt aus Rannungen zu uns. Das freut mich und gibt dem Kader noch mal mehr Qualität und Breite.
Wirst Du als Trainer über den nächsten Sommer hinaus weiter machen? Wenn nein, was hast Du vor und wer wird Dein Nachfolger?
Michael Lutz: In der neuen Saison werden Pascal Stahl als Spielertrainer und ich gleichberechtigt am Ruder der zweiten Mannschaft sitzen. Eine tolle Konstellation, welche mich noch einmal verlängern lassen hat.
Wie schaut das Testspiel-Programm aus, gegen wen geht es um Punkte wieder los?
Michael Lutz: Sulzfeld, Gochsheim 2 und FTS 2 sind die Gegner. Los gehen soll es am 28.02. gegen Egenhausen.
(Anm.d.Red.: Gut möglich, dass am 22.02. das Nachholspiel bei der SG Heidenfeld/Hirschfeld ansteht.)
Thema Nationalmannschaft: Sind Nagelsmanns Jungs auf dem Weg, um 2026 Weltmeister zu werden?
Michael Lutz: Puh, schwierige Frage, wäre schön, wird aber verdammt schwer.
Sollte man per Gesetz beschließen, beim FC Bayern München die Punkte zu halbieren, damit die Bundesliga wenigstens ein bisschen spannend wird?
Michael Lutz: Sport sollte Sport bleiben, wenn auch die Bundesliga zumindest im Meisterrennen schon wieder entschieden scheint.
Was muss man beim 1. FC Schweinfurt 05 machen, damit sich die Schnüdel mal etablieren können im Profifußball?
Michael Lutz: Da will ich mir nicht anmaßen zu urteilen, wie sich aber zeigt, kann wohl nicht alles richtig sein, sonst stünde man besser. Schade für die Region finde ich.
Tee oder Kaffee, Berge oder Meer, Fisch oder Fleisch, Putin oder Trump, Eishockey oder Handball, Hardrock oder Elektropop, Zopf oder Glatze, Online oder Druck, Pornos oder Kirche, Smartphone oder Wählscheibe, AfD oder Linke, Zigeunerschnitzel oder Paprikaschnitzel, Christkind oder Osterhase – sucht oder zum Thema Gegensätze einen heraus und kommentiert ihn aus Eurer Sicht – damit sich hier nicht alles nur um Fußball dreht… 😉
Michael Lutz: Berge oder Meer, beides hat seinen Reiz, ich mag das Wandern ebenso wie entspannte Tage in der Sonne am Meer.
Wir danken für das Gespräch und wünschen alles Gute!
Nach dem Video folgen noch ganz viele Fotos:











































































