Organisationen stehen hinter der Planung: Gemeinsame Positionierung der regionalen Wirtschaft zum Arena-Projekt

Organisationen stehen hinter der Planung: Gemeinsame Positionierung der regionalen Wirtschaft zum Arena-Projekt

WÜRZBURG – Die geplante Multifunktionsarena Würzburg setzt wichtige Impulse für Wirtschaft, Kultur und Sport in der Region. Nach einem Informationsabend im Felix-Fechenbach-Haus stellen sich zentrale Wirtschaftsakteure erneut geschlossen hinter das Projekt. Wichtig sei nun der zeitnahe Grundstückskauf durch die Stadt.

Ein starker Schulterschluss für die Region

Nach dem Informationsabend zur geplanten Multifunktionsarena Würzburg im Felix-Fechenbach-Haus haben mehrere Wirtschaftsorganisationen ihre Unterstützung für das Projekt nochmals bekräftigt. Gemeinsam positionieren sich der Handelsverband Bayern Bezirk Unterfranken, die Handwerkskammer für Unterfranken, der Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern Bezirk Unterfranken, die IHK Würzburg-Schweinfurt sowie die Stadtmarketing-Initiative „Würzburg macht Spaß“ e.V. klar hinter dem Vorhaben.

Aus Sicht der regionalen Wirtschaft handelt es sich um ein zukunftsweisendes Projekt mit erheblichem Mehrwert für Würzburg und ganz Mainfranken. Der Erwerb des Grundstücks sei nun ein notwendiger und folgerichtiger nächster Schritt im Projektverlauf. Die in diesem Zusammenhang geäußerten Sorgen um riskant gebundene Mittel seien unbegründet: Die Stadt behalte in jedem Fall die volle Planungshoheit. Unabhängig von der späteren Nutzung stelle der Grundstückskauf eine attraktive Option für die Stadtentwicklung dar und eröffne langfristige Gestaltungsspielräume für Würzburg in einer attraktiven Lage und einem dynamischen Umfeld.

Wirtschaftlicher Impuls mit nachhaltigem Konzept

Die Multifunktionsarena ist als Non-Profit-Projekt konzipiert und soll über einen Zeitraum von mindestens 30 bis 50 Jahren betrieben werden. Erwartet wird laut Studie der dwif-Consulting GmbH eine jährliche Umlaufrendite von rund 30 Millionen Euro, die der regionalen Wirtschaft und der Kommune zugutekommt – unter anderem durch zusätzliche Steuereinnahmen, steigende Wertschöpfung sowie positive Effekte für Handel, Dienstleistung, Gastronomie, Hotellerie und Tourismus. Vorgesehen ist ein Stiftungsmodell, bei dem erwirtschaftete Überschüsse nicht an Investoren ausgeschüttet, sondern für gemeinnützige Zwecke verwendet werden. Gleichzeitig trägt die Arena zur Belebung der Innenstadt bei und erzeugt hohe Umweg- und Sekundäreffekte für zahlreiche Branchen.

Neue Möglichkeiten für Kultur, Sport und Kongresse

Mit der Arena entstehen neue Angebotsformate, die in Würzburg bislang nicht realisierbar waren: von großen Kongressen über Konzerte bis hin zu Sportveranstaltungen wie Basketball, E-Sports, Handball oder Boxen. Insbesondere für den Profi-Basketball bestehen derzeit kaum geeignete Alternativen: Die Würzburg Baskets benötigen mittelfristig eine größere Halle, um dauerhaft in der Basketball-Bundesliga spielen und bestehen zu können. Zudem ist die Zusammenarbeit mit großen Eventagenturen aus der Region bereits gesichert. Konzerte unterschiedlichster Musikrichtungen sind zu erwarten, was den Kulturraum Mainfranken insgesamt deutlich aufwertet. Die hohe Nachfrage zeigt sich beispielhaft an Open-Air-Veranstaltungen wie dem Konzert von Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys auf dem Residenzplatz im August 2026, das mit rund 12.000 Tickets innerhalb von 24 Stunden nahezu ausverkauft war. Die fünf Wirtschaftsakteure heben daher hervor, wie wichtig es sei, gerade in den aktuell schwierigen Zeiten Impulse für Neues zu schaffen und wieder mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken.

Strahlkraft für Stadt und Region

Auch für Würzburg als Studentenstadt ist die Multifunktionsarena von großer Bedeutung. Sie unterstützt das Image einer modernen, lebenswerten Stadt und stärkt die Attraktivität des Standorts – insbesondere mit Blick auf die Perspektive einer möglichen Exzellenzuniversität ab 2027. Die Halle ist flexibel nutzbar und für Veranstaltungen von etwa 1.000 bis über 7.000 Besucherinnen und Besuchern ausgelegt. Darüber hinaus überzeugt das Projekt durch seine nachhaltige Ausrichtung mit modernem Klimakonzept, ein stimmiges Verkehrskonzept sowie modernste Veranstaltungs- und Bühnentechnik. Besucher wie Eventplaner und Künstler legen immer stärkeren Wert auf Klima- und Umweltschutz bei ihren Veranstaltungen. Eine klimaneutrale Multifunktionsarena treffe daher voll den Nerv der Zeit.

Auch die Unternehmerschaft stehe mehrheitlich hinter dem Vorhaben, sagt Daniela Binder, Inhaberin der Firma Crystal und Kreisvorsitzende im Handelsverband Bayern e.V.: „Für den Einzelhandel in der Innenstadt kann die Arena ein Gewinn sein. Zusätzliche Besucher können mehr Frequenz, mehr Umsatz und eine spürbare Belebung des Stadtzentrums sein“. Damit die Arena ihre positiven Effekte entfalten kann, seien aber eine gute Planung und eine detaillierte Umsetzung besonders wichtig, ergänzt Maximilian Schlier, Geschäftsführer der Schlier GmbH: „Die Anforderungen müssen realistisch und differenziert berücksichtigt werden, etwa beim Verkehr, in der Bauphase und beim Erreichen von bestmöglichen Synergien zwischen Arena und Innenstadt“.

Auch aus dem Gastgewerbe kommt großer Zuspruch für das Vorhaben. So erklärt Christian Wolz, Geschäftsführer der Hotel Strauss GmbH und des Restaurants Würtzburg: “Gastronomie und Hotellerie befürworten die geplante Multifunktionshalle. Aufgrund der geplanten Lage sehen wir eine Belebung der Gaststätten in der Innenstadt und eine bessere Auslastung der Hotels, deren Bettenanzahl in den letzten 10 Jahren um 1500 von 4500 auf 6000 angewachsen ist”.

Die beteiligten Wirtschaftsorganisationen sind sich einig: Die Multifunktionsarena ist ein zentraler Baustein für die zukünftige Entwicklung Würzburgs und ein starkes Signal für die wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Leistungsfähigkeit der Region. Ihr Appell in Richtung Politik und Verwaltung lautet daher, den zeitnahen Grundstückskauf zu unterstützen, um weitere Investoren gewinnen zu können, die einen zügigen Bau der Multifunktionsarena ermöglichen.

Fotos: Brückner & Brückner Architekten / Arena Würzburg Projektgesellschaft

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