SCHWEINFURT – Es ist nicht der Blick auf die Tabelle mit den 14 Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz, der Lust macht auf dieses Wochenende. Sondern die neue Konkurrenzfähigkeit der Schnüdel, die gegen einen Zweitliga-Absteiger sicher nicht chancenlos sein müssen.
Wenn am Samstag ab 16.30 Uhr unter Flutlicht der SSV Jahn Regensburg in die Riedel Bau-Arena des Sachs-Stadions kommt, dann sind die Oberpfälzer natürlich favorisiert, angesichts ihres Tabellenstandes (14. und in Abstiegsgefahr) und ihrer Auswärtsschwäche (acht Punkte aus elf Partien mit nur zwei Siegen, aber schon sieben Niederlagen) sicherlich nicht unschlagbar.
2026 verlor der Jahn bislang zwei Mal, 0:3 daheim gegen Ingolstadt, 0:2 auswärts in Duisburg. Folgerichtig wäre ein 0:1 in Schweinfurt eine annehmbare Tendenz aus Sicht der Unterfranken, die im Hinspiel keine Chance hatten, als www.mainfranken.news beim 0:3 dabei war. Unten viele Fotos. Auch damals im Hochsommer aber: Die Schnüdel hatten die Chance zur Führung, geraten durch einen Torwartfehler unglücklich in Rückstand – und fassten dann nach der Pause nicht mehr Fuß.
Vergangenheit: Das Heimspiel gegen Köln und noch mehr die Partie in Cottbus mit der unverdienten Niederlage haben Mut gemacht. Personell ändert sich wohl nichts, der Kader von letzten Samstag könnte auch der an diesem sein. Einzig Lauris Bausenwein kehrt nach abgesessener Gelbsperre zurück. Und hinter Toni Stahl steht diesmal ein Fragezeichen, der Keeper knickte um, könnte auf der Bank von Emil Zorn vertreten werden. Die nach Cottbus angeschlagenen Manuel Wintzheimer, Ekin Celebi und Luca Trslic sind weitestgehend wieer fit.
Was nicht so gut ist: Der Wintereinbruch am Montag. „Wir sind wohl der einzige Profiverein, der 2026 noch nicht auf Rasen trainieren konnte“, stellt Victor Kleinhenz fest. Diese Woche ging auch auf Kunstrasen nichts. „Schön, dass es den Soccerdome gibt“, spricht der Coach von wenigstens dort in der Halle neben dem Icedome von einigen heißen Einheiten, die freilich die Bewegung an der Luft nicht ersetzen. Weil ohnehin nicht im Stadion trainiert wird, fiel die wöchentliche Pressekonferenz diesen Donnerstag aus.
Der Hauptplatz wird dank der Rasenheizung – nun wird sie also wirklich gebraucht – bespielbar sein. „Das Spiel kann am Samstag dank der Stadt Schweinfurt, Sportamt, Platzwarten, allen sicherheitsrelevanten Behörden, Fans und der Firma Newo-Bau, stattfinden“, informiert die für Kommunikation Presse & Medien zuständige Sabine Düll. Während eine Fachfirma die Hauptwege und die Parkplätze räumt, haben die Schnüdel im Internet die Fans aufgerufen, Donnerstag und Freitag ab 14 Uhr mit Schneeschieber zu kommen, damit die Stehränge und Open-Air-Tribünen von der weißen Pracht befreit werden.
4000 Zuschauer werden erwartet, die einheimischen Fans laufen dann erstmals an der neuen und auffälligen Werbetafel von Riedel-Bau auf dem Ander Kupfer-Platz vorbei. Im Gästeblock dürften sich 1000 Regensburger einfinden. 800 Tickets waren bis Donnerstag an die Jahn-Anhänger bereits verkauft.
Kurzer Rückblick noch mit Vorausschau von Victor Kleinhenz: „Aus Cottbus ziehen wir das Positive heraus. Gegen so eine Mannschaft waren wir voll dabei. Es ist sehr beachtlich, was wir in den letzten zwei Spielen auf dem Platz gezeigt haben. Und die Regensburger sind eigentlich eine Mannschaft für die obere Tabellenhälfte. Vor der Winterpause haben sie das mal angedeutet, jetzt sind sie schlecht aus den Startlöchern gekommen. Das kann gewinnbringend beieinflussend für uns sein. Und deshalb rechnen wir uns etwas aus!“
Am Nachmittag wurde auch noch bekannt, dass am Sonntag, 01.02.2026 um 14:00 Uhr auf dem DFB-Campus in Frankfurt ein Testspiel der Schnüdel gegen Nordost-Regionalligist FC Rot-Weiß Erfurt unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet.
Die LVM-Versicherung präsentiert die gesamte Saison die Berichterstattung der Schnüdel aus der 3. Liga und drückt dem FC 05 stets die Daumen:








































