Nach einem Callcenterbetrug werden Zeugen gesucht: Falsche Polizeibeamtin will EC-Karte überprüfen

Nach einem Callcenterbetrug werden Zeugen gesucht: Falsche Polizeibeamtin will EC-Karte überprüfen

KLEINWALLSTADT IM LANDKREIS MILTENBERG – Bereits am letzten Donnerstag haben sich Unbekannte als Polizeibeamte ausgegeben und einen Rentner um einen niedrigen vierstelligen Betrag gebracht.

Die Kriminalpolizei Würzburg hat als Zentralstelle die Ermittlungen übernommen und bittet die Bevölkerung um Hinweise.

Betrüger kontaktieren Senioren – angeblich EC-Karte „kopiert“

Am Donnerstag klingelte bei dem deutlich über 80-Jährigen das Telefon. Am anderen Ende der Leitung war ein vermeintlicher Polizeibeamter, welcher dem Geschädigten erzählte, dass seine EC-Karte von Unbekannten in betrügerischer Absicht kopiert wurde und nun sichergestellt werden müsse. Eine weitere angebliche Polizistin würde die Karte bei dem Mann abholen.

Zusätzlich hatte auch eine angebliche Bankmitarbeiterin mit dem Rentner telefoniert und die unwahre Geschichte bestärkt.

Trotz anfänglicher Skepsis des Angerufenen, übergab er kurze Zeit später, gegen 16:00 Uhr, die Bankkarte in der Frankenstraße an eine unbekannte weibliche Person.

Diese kann wie folgt beschrieben werden:

Circa 35 Jahre alt
Kräftige Statur
Dunkle, nach hinten gekämmte Haare

Kurz nach der Übergabe der EC-Karte wurde durch die unbekannten Täter Geld an einem Automaten in Sulzbach am Main abgehoben. So entstand ein Schaden im niedrigen vierstelligen Bereich

Die Kriminalpolizei Würzburg hat die Ermittlungen als Zentralstelle für das Betrugsphänomen in diesem Fall übernommen.

Wer sachdienliche Hinweise zu der Abholerin geben kann, wird dringend gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1733 mit der Kriminalpolizei Würzburg in Verbindung zu setzten.

Die Präventionskampagnen des Polizeipräsidiums Unterfranken:

Bereits Ende 2020 hat das Polizeipräsidium Unterfranken die Präventionskampagne “Leg´auf!” ins Leben gerufen. Zusätzlich startete im Juli 2022 auch an unterfränkischen Schulen die Kampagne „Ich schütze Oma und Opa“. Mit den Kampagnen „Ich schütze Oma und Opa“ sowie „Chill mal Oma“ setzt die unterfränkische Polizei nun auf die Unterstützung von Jugendlichen sowie Schülerinnen und Schülern. Diese sollen Großeltern sowie ältere Bekannte auf die Betrugsmaschen der Täter aufmerksam machen.

Das Ziel dieser Kampagnen ist es, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörigen über die Phänomene wie „Enkeltrickbetrug“ und „Falsche Polizeibeamte“ zu informieren, zu sensibilisieren und Verhaltenstipps zu geben.

Die wichtigsten Botschaften sind:

Legen Sie auf. Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und fragen bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz bzw. ob tatsächlich Verwandte in Not sind.
Die Polizei weist Sie niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder an Abholer zu übergeben.
Weder Polizei noch Justiz werden Sie jemals telefonisch auffordern, Geld zu überweisen!
Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde! Auch die Polizei holt bei Ihnen an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen!
Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen - bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)!
Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen!

Weitere Informationen:

Leg‘ auf!: Die Bayerische Polizei – Präventionskampagne – LEG‘ AUF! in Unterfranken (bayern.de)

Dort finden sie zudem weiterführende Links zu den Kampagnen:

„Ich schütze Oma und Opa“
„Chill mal Oma“

Frontalzusammenstoß bei winterlichen Straßenverhältnissen

MILTENBERG, LKR. MILTENBERG. Am Sonntagabend kam es auf der Mainstraße zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Pkw.

Gegen 21:40 Uhr kollidierten ein Audi und ein Mercedes auf der schneebedeckten Fahrbahn frontal miteinander. Zum Unfallzeitpunkt herrschten starker Schneefall und winterliche Straßenverhältnisse. In beiden Fahrzeugen befanden sich jeweils zwei Personen, drei Insassen wurden leicht verletzt.

Beide Pkw erlitten erhebliche Schäden und mussten abgeschleppt werden. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 90.000 Euro geschätzt.

Die Polizei hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen.

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