Spitze Zungen: Es schneit oder: Der Zusammenbruch der Welt

Spitze Zungen: Es schneit oder: Der Zusammenbruch der Welt

Nun gut, in den USA scheint es wettertechnisch so richtig abzugehen mit echten Schneestürmen und gefühlten minus 45 Grad. Unser Beileid von hier aus. Wobei auch bei uns Montag Land unter ist.

Fein, aber durchgehend schneit es immer weiter. Seit Stunden schon. Während der Verfasser dieses Textes diese Zeilen auf der Tastatur tippt, schaut er immer wieder aus dem Fenster und muss wohl bald das vierte Mal heute schon vor dem Haus den Schnee wegschieben, damit man wenigstens auf dem Fußweg halbwegs laufen kann.

Und jetzt kommt das große ABER: Gab´s sowas nicht früher regelmäßig im Winter? Sonntag erst wurde am Stammtisch in Rüdenhausen darüber diskutiert, es müsste 1979 gewesen sein, als an Silvester alles vom Himmel kam, was an weißer Pracht zur Verfügung stand. Der Autor dieses Beitrags glaubt sich daran zu erinnern, dass damals die Schneemenge im Hof in Schweinfurt höher war als er selbst.

Oder vor rund 15 Jahren an Heiligabend: In Schonungen gab´s abends keine Chance mehr, den Berg nach oben zu fahren. Wohl zwei Jahre später ähnliche Verhältnisse nach der Heimkunft von einer Auswärtsfahrt mit den Mighty Dogs nach Selb, wo das Autofahren in Hochfranken eher eine Schlittenfahrt war.

Das gab´s also alles schon öfters. NUR: Heute bricht das öffentliche Leben zusammen. Busse fahren nicht mehr, die Schulen machen dicht. Gefühlt sind wir früher in den Unterricht GELAUFEN, waren dann halt anfangs Schneemänner und später klatschnass. Aber wir haben es überlebt!

Laut Wetterbericht kann´s noch ein bisschen weiter schneien, dann auch mal regnen, glatt werden. Bis die weiße Pracht dann getaut ist, wird´s ein paar Tage dauern. Vielleicht sogar Wochen. Aber hey: Es ist ja Winter – und über Weihnachten würden wir´s alle lieben.

Kleine Warnung schon jetzt: Wenn der Schnee gegangen ist, kommt das Hochwasser. Also wahrscheinlich. Und zuvor der Hinweis, dass das gerade in Mainfranken die heftigsten Niederschläge seit Jahren sind. Vorgestern lautete die Meldung noch, der Januar wäre der trockendste Monat seit Jahrzehnten gewesen und das Grundwasser würde daher zur Neige gehen.

Immer wieder diese Schreckensmeldungen! Auf alle Fälle: Gute Fahrt (wer denn fahren muss)!

Michael Horling
redaktion@mainfranken.news

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