Über die Stadtfeste und die Stromversorgung in der Lohrer Innenstadt wird gerade heftig diskutiert

Über die Stadtfeste und die Stromversorgung in der Lohrer Innenstadt wird gerade heftig diskutiert
Foto: ChatGPT / künstliche Intelligenz

LOHR – Die Stadt Lohr am Main nimmt die aktuelle öffentliche Diskussion sowie die Stellungnahme der Werbegemeinschaft Lohr am Main zur Zukunft der Stadtfeste zum Anlass, insbesondere die Entwicklung und den Umgang mit dem Thema Stromversorgung in der Innenstadt sachlich und faktenbasiert darzustellen.

Stromversorgung als seit Jahren bekanntes Thema

Die Stadtverwaltung bestätigt ausdrücklich, dass die Stromversorgung bei Innenstadtveranstaltungen seit mehreren Jahren wiederkehrend thematisiert wurde und auch aus Sicht der Verwaltung eine der zentralen infrastrukturellen Herausforderungen darstellt.

Nach dem Frühlingsfest 2025 wurde die Stromsituation seitens der Werbegemeinschaft als „nicht tragbar“ bezeichnet. In der Folge fand ein Abstimmungsgespräch zwischen der Vorsitzenden der Werbegemeinschaft, Frau Angelika Winkler, Vertreterinnen des Citymanagements sowie der Marktleitung statt. In diesem Zusammenhang wurde festgehalten, dass der konkrete Strombedarf des Frühlingsfestes durch die Werbegemeinschaft zusammengestellt und an die Verwaltung übermittelt wird.

In einer E-Mail des Citymanagements vom 29.04.2025 wurde dazu festgehalten: „Die Werbegemeinschaft schickt […] den Strombedarf des Frühlingsfestes durch, daraufhin lade[n wir] […]zu einer internen Besprechung hierzu ein mit Bauamt und […] der Stadthalle.“

Abstimmungen und konkrete Schritte im Jahr 2025

Auf Basis der durch die Werbegemeinschaft erstellten Bedarfsmeldung zur Stromversorgung kam es im Juli 2025 zu einer verwaltungsinternen Besprechung sowie kurz darauf mit dem örtlichen Energieversorger. Dabei wurde ein Angebot zur Nachrüstung bestehender Stromkästen in der Innenstadt angefordert. Dieses Angebot ging der Stadt im Oktober 2025 erstmals zu, sowie in korrigierter Fassung schließlich im Dezember 2025.

Parallel hierzu wurde im Rahmen der Haushaltsplanung 2026 durch das Bauamt ein Ansatz in Höhe von 30.000 Euro für die Nachrüstung ausgewählter Stromkästen in der Innenstadt angemeldet und die Beratungen eingebracht. Dies wurde als notwendig erachtet, weil sich zunehmen zeigt, dass der gestiegene Strombedarf – unter anderem durch eine zunehmende Anzahl stromintensiver Foodtrucks –insgesamt deutlich komplexer und gestiegen ist. Konkret wurden dabei Standorte u. a. im Bereich Blumen Hutzel, Sparkasse, Altes Rathaus, Hauptstraße sowie Ecke Turmstraße / Lohrtorstraße als sinnvoll identifiziert.

Ziel ist es, über die Innenstadt verteilt verlässliche Stromanschlüsse in erreichbarer Nähe zu schaffen und damit die Stromsituation dauerhaft zu verbessern. Die Umsetzung der Pläne durch die Verwaltung soll unmittelbar nach Abschluss der Haushaltsberatungen bzw. Verabschiedung erfolgen – soweit die angeforderten Mittel freigegeben werden.

Unterstützungsleistungen bei konkreten Veranstaltungen

Unabhängig von der langfristigen Infrastrukturplanung hat die Stadtverwaltung die Werbegemeinschaft bei der Durchführung der Feste mehrfach konkret unterstützt und sich um pragmatische Lösungen bemüht:

  • Beim Rambourfest 2025 wurden Kabelbrücken über den von der Werbegemeinschaft bevorzugten Dienstleister finanziert.
  • Zusätzlich wurden im November 2025 aus Restmitteln der Öffentlichkeitsarbeit rund 80 Meter Kabelbrücken beschafft, die seither für Veranstaltungen in der Innenstadt zur Verfügung stehen und in der Markthalle für einen unkomplizierten Zugriff durch die Werbegemeinschaft eingelagert sind.
  • Das Citymanagement stellte bei den Festen regelmäßig Baustromverteiler zur Verfügung, um den Einzugsbereich bestehender Stromkästen zu erweitern.

In der Nachbesprechung zum letzten Rambourfest wurde das Thema Stromplanung und Kabelbrücken nicht erneut seitens der Werbegemeinschaft als problematisch thematisiert.

Einordnung der Situation

Die Stadtverwaltung stellt klar, dass das Thema Stromversorgung ernst genommen wurde und über das Jahr 2025 hinweg sowohl organisatorisch als auch finanziell konkrete Schritte eingeleitet wurden.

Neben den benannten Bemühungen im Bereich Stromversorgung wurden 2025 auch im Kontext Sicherung der Veranstaltungen konkrete Maßnahmen durch die Verwaltung ergriffen.

Nach dem Frühlingsfest wurde im Rahmen der Initiativkreis City- und Stadtmarketing-Sitzung am 13. Mai 2025 festgehalten, dass temporären Sicherheitspoller in der Innenstadt bis zum Rambourfest 2025 auf Kosten der Stadt installiert werden sollen. Dies erfolgte. Die neugeschaffenen Absperrmaßnahmen standen rechtzeitig zum Rambourfest zur Verfügung und wurden in die Sicherheitskonzepte der Veranstaltungen integriert.

Die Stadt Lohr am Main bekennt sich ausdrücklich zu einem konstruktiven und partnerschaftlichen Dialog mit der Werbegemeinschaft und sieht einen zeitnahen Austausch als wichtigen Baustein für tragfähige Lösungen.

Foto: ChatGPT / künstliche Intelligenz

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