Callcenterbetrug: Falscher Polizeibeamter sorgt für mehrere zehntausend Euro Schaden

Callcenterbetrug: Falscher Polizeibeamter sorgt für mehrere zehntausend Euro Schaden
Foto: ChatGPT / künstliche Intelligenz

JOHANNESBERG / OBERAFFERBACH IM LANDKREIS ASCHAFFENBURG – Am Donnerstag traten Betrüger erfolgreich als falsche Polizeibeamte auf und erlangten Bargeld. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und sucht nach Zeugen.

Nach aktuellem Stand der Ermittlungen hatten die Betrüger gegen 09:30 Uhr telefonisch Kontakt zu einer 77-jährigen Deutschen aufgenommen. Die unbekannten Täter gaben sich als Beamte der Kriminalpolizei aus und fragten ihr späteres Opfer über möglichen Bargeldbesitz aus. Bereits gegen 11:30 Uhr übergab die 77-Jährige Bargeld im mittleren sechsstelligen Bereich an einen unbekannten Abholer.

Der männliche Abholer kann wie folgt beschrieben werden:

etwa 30 Jahre alt
rund 200 cm groß
kräftige Statur
sprach deutsch mit ausländischem Akzent
Bekleidung: schwarze Hose, schwarze Steppjacke, schwarze Lackschuhe

Die Kriminalpolizei Würzburg hat die Ermittlungen übernommen und bitte um Zeugenhinweise unter Tel. 0931/457-1732.

Die Präventionskampagnen des Polizeipräsidiums Unterfranken:

Bereits Ende 2020 hat das Polizeipräsidium Unterfranken die Präventionskampagne “Leg´auf!” ins Leben gerufen. Zusätzlich startete im Juli 2022 auch an unterfränkischen Schulen die Kampagne „Ich schütze Oma und Opa“. Mit den Kampagnen „Ich schütze Oma und Opa“ sowie „Chill mal Oma“ setzt die unterfränkische Polizei nun auf die Unterstützung von Jugendlichen sowie Schülerinnen und Schülern. Diese sollen Großeltern sowie ältere Bekannte auf die Betrugsmaschen der Täter aufmerksam machen.

Das Ziel dieser Kampagnen ist es, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörigen über die Phänomene wie „Enkeltrickbetrug“ und „Falsche Polizeibeamte“ zu informieren, zu sensibilisieren und Verhaltenstipps zu geben.

Die wichtigsten Botschaften sind:

Legen Sie auf. Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und fragen bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz bzw. ob tatsächlich Verwandte in Not sind.
Die Polizei weist Sie niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder an Abholer zu übergeben.
Weder Polizei noch Justiz werden Sie jemals telefonisch auffordern, Geld zu überweisen!
Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde! Auch die Polizei holt bei Ihnen an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen!
Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen - bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)!
Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen!

Weitere Informationen:

Leg‘ auf!: Die Bayerische Polizei – Präventionskampagne – LEG‘ AUF! in Unterfranken (bayern.de)

Dort finden sie zudem weiterführende Links zu den Kampagnen:

„Ich schütze Oma und Opa“
„Chill mal Oma“

Nach Dachstuhlbrand – Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung

BURGSINN, LKR. MAIN-SPESSART. Nach dem Brand eines Einfamilienhauses vor zwei Wochen haben die Ermittlungen der Brandfahnder der Kriminalpolizei zur Klärung der Brandursache geführt. Gegen die Hausinhaberin wird nun wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt.

Brand am 9. Januar

Wie bereits berichtet, ist am 9. Januar gegen 10:20 Uhr die Mitteilung über einen Brand im Roter Weg bei der Integrierten Leitstelle für Rettungsdienst und Feuerwehr eingegangen. Die örtlichen Freiwilligen Feuerwehren waren mit einem Großaufgebot schnell vor Ort und konnten den Brand unter Kontrolle bringen. Die Ermittlungen wurden noch vor Ort von der Kriminalpolizei Würzburg aufgenommen.

Ursache ermittelt

Die intensiven Ermittlungen der Brandfahnder führten nun zur Klärung der Brandursache. Bei mehreren Begehungen vor Ort, bei denen die Beamten von der örtlichen Feuerwehr und auch mehreren Experten unterstützt wurden, stellte sich heraus, dass unsachgemäß entsorgte Asche in der Küche zu dem verheerenden Brand führte. Gegen die Hausbesitzerin wird nun entsprechend wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt.

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