Lohr erfüllt weiterhin alle fünf Kriterien, bleibt Fairtrade-Stadt und zieht positive Bilanz

Lohr erfüllt weiterhin alle fünf Kriterien, bleibt Fairtrade-Stadt und zieht positive Bilanz
Credit: Katharina Liebler

LOHR – Die Stadt Lohr am Main erfüllt weiterhin alle fünf Kriterien der Fairtrade-Towns-Kampagne und darf für weitere zwei Jahre den Titel Fairtrade-Stadt tragen. Damit wird das langjährige Engagement für fairen Handel auf lokaler Ebene erneut bestätigt. Erstmals wurde Lohr a.Main im Jahr 2016 zertifiziert.

Bestätigung für breites Engagement

Mathilde Lembach, kommissarische Leiterin des Fairtrade-Arbeitskreises der Stadt Lohr, freut sich über die Verlängerung des Titels: „Diese Auszeichnung ist eine schöne Bestätigung für die engagierte Arbeit vieler Akteurinnen und Akteuren aus Schulen, Stadtverwaltung, Stadtratsfraktionen, Vereinen und Wirtschaft. Gemeinsam setzen wir uns mit viel Motivation für mehr Fairness im globalen Handel ein.“

Vielfältige Aktionen in Schulen und Einrichtungen

Erst kürzlich traf sich der Fairtrade-Arbeitskreis im Rathaus, um eine Bilanz der Aktionen des vergangenen Jahres zu ziehen und einen Ausblick zu geben. Dabei wurde deutlich, wie breit das Thema Fairtrade in Lohr verankert ist. In den Schulen fanden Oster- und Nikolaus-Aktionen mit fairer Schokolade statt. In der Mittelschule betreiben Schülerinnen und Schüler in den Pausen einen Fairtrade-Shop.
Das Gymnasium organisierte eine klassenübergreifende Challenge zur Sammlung von Wertstoffen wie Korken, Kronkorken, Handys, Brillen oder Tintenpatronen zur Wiederverwertung oder für soziale Zwecke. Auch die Realschule beteiligt sich regelmäßig an fairen Aktionen und nutzt Bildungsangebote im Eine-Welt-Laden.

Fairtrade im Stadtleben präsent

Der Eine-Welt-Laden Pamoja bietet nicht nur eine große Auswahl an Produkten aus fairem Handel, sondern engagiert sich auch intensiv in der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Während der Fairen Woche im September fand das faire Frühstück im Alten Rathaus großen Zuspruch.
Beim Fußballturnier im Jugendzentrum wurde mit fair produzierten Bällen gespielt. Am 1. Mai wurde bei der Gewerkschaftskundgebung Fairtrade-Kaffee ausgeschenkt, der ebenso bei vielen Seniorennachmittagen zum Einsatz kommt. Auch in den Lohrer Supermärkten wächst das Angebot an fair gehandeltem Obst, Kaffee und Tee stetig.

Ausblick auf 2026

Der Arbeitskreis verständigte sich darauf, alle bewährten Aktionen fortzuführen und weiter auszubauen. Für das Jahr 2026 gibt es bereits zahlreiche neue Ideen, um das Leitmotiv regional-fair-bio weiter mit Leben zu füllen. Ziel ist es zudem, weitere Akteure zu gewinnen, etwa größere Kantinen, Vereine oder Einrichtungen.

Fairer Handel wirkt global

Im Arbeitskreis ist man sich einig: fairer Handel wirkt weit über Konsumentscheidungen hinaus. Gerechte und auskömmliche Löhne sowie gute Arbeits- und Lebensbedingungen in den Herkunftsländern schaffen Perspektiven vor Ort und tragen langfristig zu globaler Gerechtigkeit bei.

Auf dem Bild: Mathilde Lembach und Karin Müller freuen sich über die Rezertifizierung.
Credit: Katharina Liebler

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