Leiter des THWS-Centers für Künstliche Intelligenz (CAIRO) zu Gast im Europäischen Parlament

Leiter des THWS-Centers für Künstliche Intelligenz (CAIRO) zu Gast im Europäischen Parlament
Foto: THWS/Ivan Yamshchikov

STRASSBURG / MAINFRANKEN – Die Zukunft der künstlichen Intelligenz (KI) in Europa mitbestimmen: Für dieses Ziel hat Prof. Dr. Ivan Yamshchikov, Leiter des Centers für Künstliche Intelligenz (CAIRO) der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS), an einer hochrangigen Veranstaltung im Europäischen Parlament in Brüssel teilgenommen.

Prof. Dr. Yamshchikov präsentierte dort aktuelle Forschungsergebnisse zum Thema „Public AI and Europe’s Digital Sovereignty“.

Die Veranstaltung fand auf Einladung der Europaabgeordneten Michał Kobosko (Renew Europe) und Sergey Lagodinsky (Bündnis 90/Die Grünen) im Europäischen Parlament statt. Außerdem stellte Prof. Dr. Yamshchikov in seiner Rolle als Chief Product Officer des KI-Unternehmens Pleias die Entwicklung leistungsfähiger europäischer Open-Source-KI-Landschaften vor. Ziel der Veranstaltung war es, gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Forschung, Politik und Industrie über Perspektiven und Rahmenbedingungen einer souveränen europäischen KI-Entwicklung zu diskutieren.

Bayerische Forschung als Impulsgeber für europäische KI-Souveränität

In seinem Beitrag hob Prof. Dr. Yamshchikov insbesondere die enge Forschungspartnerschaft zwischen CAIRO und Pleias hervor. Diese Zusammenarbeit wird im Rahmen der Hightech Agenda Bayern gefördert und steht beispielhaft für die erfolgreiche Verbindung von akademischer Spitzenforschung und unternehmerischer Innovation: „Die Hightech Agenda Bayern ermutigt Professorinnen und Professoren ausdrücklich dazu, unternehmerisch aktiv zu werden. Diese Unterstützung war für mich ein entscheidender Faktor bei der Gründung von Pleias“, erklärte Prof. Dr. Yamshchikov.

In seiner Ansprache forderte Prof. Dr. Yamshchikov: „Europa sollte ein Kontinent des gesunden Menschenverstands sein. Die Welt braucht dies heute mehr denn je. “ Der CAIRO-Leiter formulierte vier zentrale Forderungen für eine zukunftsfähige europäische KI-Politik:

  • Fördern von Open Source: Markteintrittsbarrieren senken, Wettbewerb stärken und Innovation durch kleine Teams ermöglichen
  • Besserer Zugang zu Kapital: Wachstum steigern durch Investitionen in kapitalgedeckte Altersvorsorge
  • Einführen eines „28. Regelwerks“, um einen echten europäischen Binnenmarkt zu stärken
  • Keine Besteuerung von Unternehmensbewertungen innerhalb der EU: Besteuerung an tatsächliche Einnahmen und nicht an Risikobereitschaft koppeln

Internationale Forschungskooperation mit europäischer Infrastruktur

Die Forschungsarbeiten von CAIRO im Kontext von Pleias AI werden durch Rechenkapazitäten des französischen Hochleistungsrechenzentrums GENCI (Grand Équipement National de Calcul Intensif) unterstützt. Darüber hinaus ist CAIRO Partner im EU-geförderten Horizon-Europe-Projekt AIOLIA, das sich mit ethischen Fragestellungen rund um künstliche Intelligenz befasst.

Über CAIRO

Das Center für Künstliche Intelligenz (CAIRO) ist das KI-Forschungsinstitut der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt. CAIRO entwickelt innovative KI-Lösungen mit einem klaren Fokus auf Open-Source-Technologien und europäische digitale Souveränität. Durch die Verbindung von anwendungsorientierter Forschung und aktivem Wissenstransfer in Wirtschaft und Gesellschaft leistet CAIRO einen wichtigen Beitrag zur Stärkung von Bayern und Europa als KI-Standort.

Auf dem Bild: Prof. Dr. Ivan Yamshchikov, Leiter des Centers für Künstliche Intelligenz (CAIRO) an der THWS, präsentierte in Brüssel Vorschläge für eine zukunftsfähige europäische KI-Politik (Foto: THWS/Ivan Yamshchikov)

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