5.000 Euro für die Hospizarbeit in Bamberg: Brauerei Kundmüller und das Taubenmarkt-Team unterstützen

5.000 Euro für die Hospizarbeit in Bamberg: Brauerei Kundmüller und das Taubenmarkt-Team unterstützen
Foto: Rene Rupprecht

WEIHER BEI VIERETH-TRUNSTADT IM LANDKREIS BAMBERG – Wenn das Leben zu Ende geht, brauchen Menschen mehr als medizinische Versorgung. Sie brauchen jemanden, der da ist, der zuhört, der die Hand hält.

Rund 90 Prozent der Menschen in Deutschland wünschen sich, zu Hause zu sterben – tatsächlich sind es dann nur etwa 25 Prozent.

Ambulante Hospizdienste wie der Hospizverein Bamberg schließen diese Lücke. Sie begleiten schwerstkranke und sterbende Menschen dort, wo sie sein möchten, ehrenamtlich und finanziert durch Spenden.

Dem Hospizverein Bamberg haben die Brauerei Kundmüller und das Organisationsteam der Weiherer Taubenmärkte jetzt 5.000 Euro übergeben. Der Betrag setzt sich zusammen aus den Einnahmen der Taubenmärkte (2.717 Euro) und einer Aufstockung durch die Brauerei.

„Die Hospizarbeit ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Gesellschaft“, erklärt Oswald Kundmüller, Geschäftsführer der Brauerei Kundmüller. „Wenn Menschen in ihrer schwersten Zeit Begleitung, Würde und Trost finden, dann ist das unbezahlbar. Als Familienunternehmen mit über 150 Jahren Tradition im Bamberger Land wissen wir: Heimat bedeutet Verantwortung. Wir leben hier, wir arbeiten hier, und wir wollen den Menschen etwas zurückgeben. Die Hospizarbeit liegt uns seit Jahren am Herzen – gerade die Kinder- und Jugendhospizarbeit. Diese Spende ist ein Zeichen unserer tiefen Verbundenheit mit dieser wichtigen Arbeit.“

Tradition trifft auf soziales Engagement: Die Weiherer Taubenmärkte

Ermöglicht wurde die Spende durch eine besondere fränkische Tradition – die Weiherer Taubenmärkte. Was früher ein Markt war, auf dem tatsächlich Tauben und anderes Federvieh den Besitzer wechselten, ist heute zu einer lebendigen Benefiz-Veranstaltung geworden.

An drei Abenden im Jahr verwandelt sich der Weiherer Brauerei-Gasthof in eine Bühne für gelebte Solidarität: 36 Karten werden für je 1,50 Euro verkauft, eine Glücksfee zieht die Gewinnerkarte – und wer Glück hat, gewinnt hausgemachte Köstlichkeiten, selbstgebackene Torten oder natürlich Weiherer Bier.

Umrahmt wird das Ganze von stimmungsvoller Live-Musik, die für Wirtshausatmosphäre sorgt.

„Der Taubenmarkt ist für uns viel mehr als eine Veranstaltung“, betont Rainer Birklein, Mitorganisator der Taubenmärkte. „Es ist ein Abend, an dem die Menschen zusammenkommen, Spaß haben und gleichzeitig Gutes tun. Jeder Euro, den wir einnehmen, geht direkt an den Hospizverein. Bei den Taubenmärkten im vergangenen Jahr kamen 2.717 Euro zusammen. Die Brauerei Kundmüller hat den Betrag großzügig auf 5.000 Euro aufgerundet. Das zeigt: Wenn alle an einem Strang ziehen, kann Großartiges entstehen.“

„Eure Spende ist unendlich wertvoll“

Für den Hospizverein Bamberg ist diese Unterstützung weit mehr als eine finanzielle Hilfe. Silke Kastner, Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes und der Palliativen Beratung, bringt es auf den Punkt: „Die verlässliche Aufrechterhaltung unserer Angebote für schwerstkranke, sterbende und trauernde Menschen – Erwachsene ebenso wie Kinder und Jugendliche – kostet Geld. Menschen, die uns brauchen, zählen auf uns. Durch eure Spende seid ihr Teil davon. Das ist unendlich wertvoll.“

Andreas Schmid, geschäftsführender Vorstand des Hospizvereins Bamberg, ergänzt. „Die Zusammenarbeit mit der Brauerei Kundmüller und dem Taubenmarkt-Team ist für uns von unschätzbarem Wert. Es geht nicht nur um die Spende selbst, sondern auch um die Haltung, die dahintersteht: Engagement für die Menschen in unserer Region, Respekt vor dem Leben in all seinen Phasen und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Diese Partner an unserer Seite zu haben, bedeutet uns sehr viel.“

Über 24.000 Euro für die Region

Die Spende an den Hospizverein ist Teil eines umfassenden sozialen Engagements der Brauerei Kundmüller. Im Jahr 2025 flossen insgesamt über 24.000 Euro an Vereine, Sportvereine und gemeinnützige Organisationen in der Region – von der Freiwilligen Feuerwehr über Kindergärten bis eben zum Hospizverein.

„Wir setzen auf regionale Rohstoffe, arbeiten mit Handwerkern aus der Region zusammen und unterstützen die Menschen vor Ort“, erklärt Oswald Kundmüller. „Das Bamberger Land ist unsere Heimat. Hier leben Menschen, die Großartiges leisten und ohne die unsere Heimat nicht das wäre, was sie ist. Wir versuchen, unsere Möglichkeiten voll auszuschöpfen und möglichst vielen Einrichtungen zu helfen.“

Die nächsten Taubenmärkte: Dabei sein und Gutes tun

Die Tradition geht weiter: An drei weiteren Abenden im Februar und März finden die Weiherer Taubenmärkte dieses Jahr statt – und jeder ist eingeladen, dabei zu sein, mitzufeiern und den Hospizverein zu unterstützen. Der Eintritt ist frei, die Stimmung einzigartig, und der gute Zweck garantiert.

Alle Termine finden Interessierte auf www.brauerei-kundmueller.de/termine.

Auf dem Bild: Gemeinsam für den guten Zweck – bei der Spendenübergabe (von links): Andreas Schmid (Mitglied im geschäftsführenden Vorstand Hospizverein Bamberg e.V.), Silke Kastner (Koordinatorin ambulanter Hospizdienst, Hospizverein Bamberg e.V.), Rainer Birklein, Feli Kroll und Andreas Nüßlein (alle Team Taubenmarkt), Oswald Kundmüller (Geschäftsführer Brauerei Kundmüller) sowie Konrad Göller (Hospizverein Bamberg e.V.).
Foto: Rene Rupprecht

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