ÜCHTELHAUSEN / ZELL – Es war ein Jahr zum Vergessen für die SG Üchtelhausen. Erst der direkte Abstieg aus der Kreisliga mit nur drei Punkten nach der Winterpause, nun elf Zähler nach 16 Partien und schon wieder ein Abstiegsplatz in der Kreisklasse.
Immerhin liegt das Team zwar noch vor Mitabsteiger TV Jahn Schweinfurt. Aber nach zehn Niederlagen in den letzten elf Partien des Jahres – unterbrochen nur vom dritten Saisonsieg gegen Bergrheinfeld 2 – ist die Laune in Üchtelhausen und Zell natürlich alles andere als gut…
In der Winterpause sprach www.mainfranken.news mit Trainer Stefan Panhans.
10 Punkte sind perfekt, deren 0 der Oberflop. Wie bewertet Ihr Eure erste Saisonhälfte – und warum?
Stefan Panhans: Leider nur eine 3, wenn man die reine Tabelle anschaut. Nach einem relativ guten Start kam es leider punktetechnisch und auch spielerisch zu einem Einbruch.
Welches war das bisher beste Spiel und welches das schlechteste? Und jeweils: Warum?
Stefan Panhans: Das beste Spiel war sicherlich gegen Poppenhausen zu Hause. Das Pressing funktionierte gut, wir zeigten spielerische Dominanz und reagierten positiv auf die Gegentore. Schlechte Spiele gab es mehrere. Vor allem aber gegen Arnstein und Türkiyemspor II ließen wir alles in der Kabine, sowohl spielerisch als auch kämpferisch war kaum etwas auf dem Platz zu sehen.
Was hat Euch bisher in der Liga am meisten überrascht?
Stefan Panhans: Da ich die Liga überhaupt nicht kannte, wusste ich nicht, was uns erwarten wird. Daher ist entweder Nichts oder Alles eine Überraschung.
Wer ist für Dich der Spieler der Hinrunde: Bei Euch und in der Liga?
Stefan Panhans: Einen Spieler der Hinrunde bei uns auszumachen ist nicht so einfach. Am meisten freue ich mich über die Rückkehr von Domi Räth im Oktober nach langer Ausfallzeit. Er wird noch sehr wichtig für uns werden, wenn er gesund bleibt. In der Liga hat mich Noah Wintzheimer, nach seinen 3 Toren gegen uns, am meisten überzeugt.
Nach dem letzten Spieltag 2026 steht Ihr auf welchem Platz und erreicht den genau dann, wenn was passiert?
Stefan Panhans: Da gibt’s nur eine Antwort: Wir wollen den Abstieg verhindern und benötigen die notwendigen Punkte dafür.
Was war für Dich DER außergewöhnlichste Moment der ersten Halbserie?
Stefan Panhans: Der außergewöhnlichste Moment war leider negativ. Es war das Verhalten eines unserer Spieler bei der FTS III. In über 25 Jahren habe ich ein solches Verhalten auf dem Platz gegenüber Mitspielern und Trainern noch nicht erlebt.
Bei welchem Auswärtsspiel hat´s Euch am besten gefallen und bei welchem Heimspiel waren die Gegner besonders gesellig?
Stefan Panhans: In Schweinfurt, sowohl bei der FTS, als auch in Oberndorf war es gesellig nach dem Spiel und wir blieben länger sitzen.
Wird sich den Winter über im Kader etwas verändern?
Stefan Panhans: Nein.
Wirst Du als Trainer über den nächsten Sommer hinaus weiter machen? Wenn nein, was hast Du vor und wer wird Dein Nachfolger?
Stefan Panhans: Im Sommer läuft der Vertrag aus und wir haben uns darauf verständigt, neue Wege einzuschlagen. Was ich machen werde, weiß ich noch nicht.
Wie schaut das Testspiel-Programm aus, gegen wen geht es um Punkte wieder los?
Stefan Panhans: Der Punktspielstart ist am 01.03. auswärts gegen Poppenhausen. In der Vorbereitung haben wir 4 Spiele: Am 01.02.26 gegen Frankenwinheim; am 07.02.26 im Rahmen des Trainingslagers in Pilsen, Gegner noch unbekannt, am 11.02.26 gegen Bergrheinfeld II und am 22.02.26 gegen FC Westheim/Rhön.
Thema Nationalmannschaft: Sind Nagelsmanns Jungs auf dem Weg, um 2026 Weltmeister zu werden?
Stefan Panhans: Natürlich, wie alle 48 qualifizierten Mannschaften auch.
Sollte man per Gesetz beschließen, beim FC Bayern München die Punkte zu halbieren, damit die Bundesliga wenigstens ein bisschen spannend wird?
Stefan Panhans: Keine Ahnung, die Bundesliga und der Profifußball interessiert mich wenig. Es ist mir zu unehrlich.
Was muss man beim 1. FC Schweinfurt 05 machen, damit sich die Schnüdel mal etablieren können im Profifußball?
Stefan Panhans: Ich denke beim 1. FC Schweinfurt gibt es genug fähige Angestellte, die sich damit befassen. An diese Menschen gehört diese Frage gerichtet. Es gibt sowieso viel zu viele, die überall mitreden wollen.
Tee oder Kaffee, Berge oder Meer, Fisch oder Fleisch, Putin oder Trump, Eishockey oder Handball, Hardrock oder Elektropop, Zopf oder Glatze, Online oder Druck, Pornos oder Kirche, Smartphone oder Wählscheibe, AfD oder Linke, Zigeunerschnitzel oder Paprikaschnitzel, Christkind oder Osterhase – sucht oder zum Thema Gegensätze einen heraus und kommentiert ihn aus Eurer Sicht – damit sich hier nicht alles nur um Fußball dreht… 😉
Stefan Panhans: Berge oder Meer. Ich bevorzuge das Meer in den südlicheren Gefilden. Ich mag einfach, Wärme, Sonne und den südeuropäischen Lebensstil.
Wir danken für das Gespräch und wünschen für 2026 alles Gute!
Stefan Panhans: Ich wünsche Euch von der Redaktion und allen Lesern ein gesundes und glückliches Jahr 2026.


