So richtig viel Positives gab´s die letzten Monate über Schweinfurt nicht zu berichten. Die Krise in der Automobil-Zulieferer-Branche, abgeschlagene Schnüdel in der 3. Liga, eine Theater-Sanierung, die Millionen verschlingt bei Ebbe in der Hauhalts-Kasse… Da tut es gut, wenn die Stadt auch mal anderweitig in den Nachrichten genannt wird.
Das war die letzten Tage gleich zwei Mal der Fall. Nun gut, beim Thema Grönland ist das angesichts der Machtansprüche vom Trump vielleicht auch eher negativ. Aber immerhin mühte sich der BR, beim Vergleich die Kugellagerstadt heran zu ziehen. Bei der fast gleichen Einwohnerzahl – jeweils um die 55.000 – macht´s Sinn. Die größte Insel der Welt, fast vollständig von Eis bedeckt, ist dafür rund sechs Mal so groß wie das gesamte Deutschland. Wobei Grönland auf dem Globus im Verhältnis fast sogar noch größer wirkt…
Irgendwo dazwischen liegen die Färöer-Inseln. Die sind ganz winzig, Grönland ist im Vergleich ungefähr 1.500 Mal größer. Und dann das: Es gibt genauso rund 55.000 Färinger. Unglaubliche 6.500 davon – mehr als 10 Prozent der Gesamtbevölkerung – begleiten nun ihre Handball-Nationalmannschaft zur EM, die aktuell in Dänemark, Schweden und Norwegen stattfindet.
Mit 18 Sondermaschinen flogen die Fans, über 1.000 von ihnen nahmen die Fähre. Letzteres macht Sinn bei Färingern. Sie sahen ein Remis gegen die Schweiz mit ihren neun Millionen Einwohnern und einen klaren Sieg gegen Montenegro. Wobei das auch gerade mal 625.000 Bürger zählt, dennoch mehr als zehn Mal so viele.
Genießen wir´s also, wenn Schweinfurt so oft genannt wird. Und jetzt mal was zum Thema unsinniges Wissen: Guernsey mit 64.280 Einwohnern und St. Kitts und Nevis mit 46.843 sind die in beide Richtungen nächstbevölkerungsreichsten Länder über und unter Grönland und den Färöer.
Nur falls jemand mal bei Günter Jauch auf dem Stuhl sitzt und diese Frage auftaucht.
Michael Horling
redaktion@mainfranken.news
Fotos: ChatGPT / künstliche Intelligenz

