Halbzeit bei der SG Oberthulba/Hassenbach: „Wir hatten in der Vorrunde drei Phasen!“

Halbzeit bei der SG Oberthulba/Hassenbach: „Wir hatten in der Vorrunde drei Phasen!“

OBERTHULBA – Nach nur noch einem Sieg aus den letzten fünf Partien des alten Jahres dürfte es in 2026 für die SG Oberthulba/Hassenbach schwer werden, in den nächsten zehn Saisonpartien noch Platz zwei zu erreichen.

Nach Rang drei in der Vorsaison ist das Team aktuell zur Winterpause Vierter mit 23 von 42 möglichen Punkten. Zumindest Kreisliga-Absteiger SG Oerlenbach/Ebenhausen ist aber noch in Reichweite für die Mannschaft um die drei Top-Torjäger Christian Herrlein (13 Treffer), Jan Schmitt (12) und Elias Nölte (9).

Trainer Thomas Pfeuffer beantwortete die Halbzeit-Fragen von www.mainfranken.news.

10 Punkte sind perfekt, deren 0 der Oberflop. Wie bewertet Ihr Eure erste Saisonhälfte – und warum?
Thomas Pfeuffer: Ich würde uns maximal eine 5 geben. Wir hatten in der Vorrunde 3 Phasen. Am Anfang der Saison haben wir nicht immer gezeigt, was wir können. In der zweiten Phase fuhren wir konstant unsere Punkte ein und in der 3. Phase (in den letzten 3 Spielen vor der Winterpause) stotterte es bei uns, aber nur, da wir unsere vielen Chancen nicht verwerteten und wichtige Punkte liegen gelassen haben.

Welches war das bisher beste Spiel und welches das schlechteste? Und jeweils: Warum?
Thomas Pfeuffer: Im Spiel gegen den TSV Reiterswiesen haben wir in den 90 Minuten durchgehend eine gute Leistung gezeigt, den Ball sehr gut in den eigen Reihen laufen lassen und die Partie mehr als beherrscht. Dagegen haben wir uns in Oerlenbach komplett vorführen lassen und die mit Abstand schwächste Saisonleistung gezeigt und auch mehr als verdient dort verloren.

Was hat Euch bisher in der Liga am meisten überrascht?
Thomas Pfeuffer: Eigentlich relativ wenig. Die Liga ist und war mir ja nicht unbekannt. Die DJK Waldberg hätte ich zwar ein paar Plätze weiter vorne erwartet, aber ansonsten konnte man dies alles so vor der Saison schon vermuten, wie die Konstellationen an der Tabellenspitze und im hinteren Bereich in etwa aussehen.

Wer ist für Dich der Spieler der Hinrunde: Bei Euch und in der Liga?
Thomas Pfeuffer: In der Liga gibt es ein paar interessante Spieler. Jonas Potschka vom FC Westheim hat schon gute Ansätze und ein Elias Seufert von der DJK Waldberg weiß halt, wo man stehen muss und wie man Tore schiesst. Bei uns kann und darf jeder noch eine Schippe drauf legen, da ich weiß, dass es die Jungs noch besser können, als wir es bisher meist gezeigt haben. Felix Lutz spielt bei uns sehr konstant und zeigt, dass seine Präsenz auf dem Platz die Mannschaft stabilisiert und enorm hilft.

Nach dem letzten Spieltag 2026 steht Ihr auf welchem Platz und erreicht den genau dann, wenn was passiert?
Thomas Pfeuffer: Wenn wir es schaffen konstant in der Rückrunde unsere Leistung abzurufen, werden wir uns im oberen Tabellenbereich etablieren und definitiv unter den ersten 5 Mannschaften landen.

Was war für Dich DER außergewöhnlichste Moment der ersten Halbserie?
Thomas Pfeuffer: Die lange Nachspielzeit in einem Spiel, als wir durch willkürliche Zeitstrafen mit nur 8 Spielern unseren Sieg mit aller Leidenschaft verteidigt haben.

Bei welchem Auswärtsspiel hat´s Euch am besten gefallen und bei welchem Heimspiel waren die Gegner besonders gesellig?
Thomas Pfeuffer: Trotz der Niederlage war es in Frankenbrunn gesellig. Einigen Frankenbrunnern hat es in Oberthulba aber auch ganz gut gefallen…

Wird sich den Winter über im Kader etwas verändern?
Thomas Pfeuffer: Max Hüfner hatte sich im letzten Vorbereitungsspiel vor der Saison leider verletzt. Er wird nach der Winterpause wieder dabei sein.

Wirst Du als Trainer über den nächsten Sommer hinaus weiter machen? Wenn nein, was hast Du vor und wer wird Dein Nachfolger?
Thomas Pfeuffer: Wir werden demnächst Gespräche führen.

Wie schaut das Testspiel-Programm aus, gegen wen geht es um Punkte wieder los?
Thomas Pfeuffer: Wir testen zu Hause gegen die DJK Schwebenried 2, bei der DJK Büchold und zu Hause gegen die DJK Unterweißenbrunn. Unser Rückrundenstart ist relativ spät, am 22. März 2026 gegen den TSV Oerlenbach, da wir die Woche zuvor spielfrei sind.

Thema Nationalmannschaft: Sind Nagelsmanns Jungs auf dem Weg, um 2026 Weltmeister zu werden?
Thomas Pfeuffer: Möglich ist es, aber es wird schwer. Es gibt natürlich mehrere und die üblichen Topfavoriten, wie Spanien, England, Frankreich, Argentinien und Brasilien. Da braucht Deutschland auch etwas Spielglück im Turnier. Ich denke, es wird nicht ganz zum Titel reichen.

Sollte man per Gesetz beschließen, beim FC Bayern München die Punkte zu halbieren, damit die Bundesliga wenigstens ein bisschen spannend wird?
Thomas Pfeuffer: Die letzten Jahre waren doch relativ interessant, u.a. wurde ja auch Bayer Leverkusen mal Deutscher Meister. In dieser Saison ist es halt weniger spannend, da Bayern kaum Federn lassen und klasse Fußball spielen.

Was muss man beim 1. FC Schweinfurt 05 machen, damit sich die Schnüdel mal etablieren können im Profifußball?
Thomas Pfeuffer: In der letzten Saison hat man sicher das Meiste richtig gemacht, sonst wäre man ja nicht aufgestiegen. Diese Saison war und ist es für den FC Schweinfurt 05 sehr schwierig, da es anscheinend ein riesiger Unterschied zwischen der 3. Liga und der Regionalliga Bayern ist. Es ist auch wieder schön nach jahrelanger Pause Profifußball in Schweinfurt zu erleben, zumindest bis zum Saisonende. Denn beim Blick auf die Tabelle muss man jedoch sagen, dass es beim aktuellen Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz kaum noch möglich ist, in der 3. Liga zu bleiben – leider.

Tee oder Kaffee, Berge oder Meer, Fisch oder Fleisch, Putin oder Trump, Eishockey oder Handball, Hardrock oder Elektropop, Zopf oder Glatze, Online oder Druck, Pornos oder Kirche, Smartphone oder Wählscheibe, AfD oder Linke, Zigeunerschnitzel oder Paprikaschnitzel, Christkind oder Osterhase – sucht oder zum Thema Gegensätze einen heraus und kommentiert ihn aus Eurer Sicht – damit sich hier nicht alles nur um Fußball dreht… 😉
Thomas Pfeuffer:
Tee oder Kaffee – Tee, ich trinke relativ wenig Kaffee.
Berge oder Meer – ganz klar Meer (auch im Winter…).
Fisch oder Fleisch – beides schmeckt gut.
Eishockey oder Handball – eindeutig Handball, da ist richtig Action drin und die Stimmung in den Arenen ist überragend.

Wir danken für das Gespräch und wünschen alles Gute für 2026!

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