„Zeigen, dass wir es besser können!“: Nach der kurzen Winterpause sollen für den FC 05 gegen Köln Punkte her

„Zeigen, dass wir es besser können!“: Nach der kurzen Winterpause sollen für den FC 05 gegen Köln Punkte her

SCHWEINFURT – Nach der denkbar kurzen Winterpause geht es trotz anhaltendem Winter am Sonntag ab 16.30 Uhr in der Riedel Bau-Arena weiter für den 1. FC Schweinfurt 05 mit Heimspiel zehn in der 3. Liga. Zum Auftakt der Rückrunde ist dementsprechend der Startgegner wieder der Rivale. Viktoria Köln kommt mit 27 Punkten im Gepäck zum Letzten mit seinen sechs Zählern.

Ein paar Aussagen von Victor Kleinhenz bei der Spieltags-Pressekonferenz am Mittwochmittag mögen auf den ersten Blick erstaunen. „Ich freue mich extrem für Jakob“, sagt der Coach zum Weggang seines besten Torschützen Tranziska (vier Treffer, 25 Prozent aller Tore der Schnüdel) zu den Pohang Steelers nach Südkorea. Und dann stimmen die vier Partien vor der Winterpause Kleinhenz zuversichtlich. Gegen Mannheim und Havelse, in München und Aue verloren die Schweinfurter allesamt.

Beide Aussagen erklären sich. „Der Transfer schmerzt“, weiß der Coach natürlich auch. Doch sein „brutaler Mentalitätsspieler“, der anscheinend eine fünfstellige Ablöse brachte, ohne dass der Verein das konkretisiert, habe den Wechsel zu einem echten Profiverein verdient. „Für ihn freut es mich, auch wenn es schade für uns ist.“

Und zu den letzten vier Spielen vor Weihnachten: „Da haben wir so viele Torchancen kreiert wie in den zehn Partien zuvor zusammen. Und das macht Mut!“ Es geht also nicht um die Resultate, sondern um zumindest Fortschritte im offensiven Bereich. Die freilich in Fürth (0:5) und Hoffenheim (0:3) bei den Testspielen nicht zu sehen waren. Natürlich aber auch gegen einen Zweit- und gar einen Erstligisten.

Vorne fehlt Tranziska künftig, wie übrigens dem kommenden Gegner mit dem nach Duisburg gewechselten Lex-Tyger Lobinger auch der beste Schütze (9 Buden) abgeht. Bei Köln erwartet Kleinhenz den Sieben Tore-Mann David Otto nun an vorderster Front.

Und beim FC 05: „Möglich, dass auf dem Transfermarkt noch etwas passiert. Aber wir können das auch intern auffangen“, sagt der Trainer. Und denkt in erster Linie an Michael Dellinger oder Erik Shuranov, denen man beiden platzende Knoten wünschen würde. „Auch Manuel Wintzheimer oder Nico Grimbs haben das Sturmzentrum schon besetzt.“ Kein Kandidat mehr ist Uche Obiogumu (siehe eigenen Bericht).

Rückkehrer Sebastian Müller (nach Kreuzbandriss) kommt ebenfalls in Frage, wird am Sonntag aber wie wohl auch Tim Latteier noch kein Thema sein. Beide hatten mit Knieverletzungen in den 14 Trainingstagen auf Kunstrasen nicht die besten Voraussetzungen vorgefunden. Bei den Stammspielern zwickt auch das Knie von Manuel Endres. Nils Piwernetz ist ohnehin noch eine Weile raus. Dafür hat Leonard Langhans die komplette Vorbereitung mitgemacht.

Mit den beiden jungen neuen Abwehrspielern könnte bald zu rechnen sein. Mustafa Özden, der vom FC Ingolstadt 2 kam, kennt beispielsweise Lauris Bausenwein schon seit der Kindheit. Nikolaos Vakouftsis (auf dem Bild im Fürther Dress gegen Jakob Tranziska) sei „Kampf- und kopfballstark“. Beide hätten „einen super Charakter, sind perspektivisch wertvolle Spieler, haben sich schnell integriert, haben aber wenig Erfahrung auf dem Niveau der dritten Liga. Sie bekommen alle Zeit der Welt, um sich zu entwickeln.“

Trotzdem will Kleinhenz „mit Haltung absteigen, ordentliche Ergebnisse erzielen und schon gegen Köln zeigen, dass wir es besser können; zeigen, dass der FC 05 in dieser Liga gegen jeden Gegner mithalten kann.“ Dazu muss am Sonntag gegen einen spielstarken Gegner mit fußballerischen Ansätzen „die Partie möglich lange offen gehalten werden und wir sollten so wenig Chancen des Gegners zulassen wie gegen Hoffenheim“. Gegen deren zweite Mannschaft, wohlgemerkt. Als es mit einem Heimsieg klappte.

2500 Zuschauer werden in der Riedel Bau-Arena erwartet, um die 100 Viktoria-Fans dürften kommen. Unter Flutlicht im Januar bei gemeldeten 2 Grad Celsius kann Fußball durchaus auch Spaß machen, wenn die Leistung der Mannschaft stimmt, mit der man (und frau) mitfiebert.

Für die 19 Rückrundenspiele hat Victor Kleinhenz „intern ein Ziel ausgegeben“. Was er nicht verrät. „Es ist ein realistisches, das aber voraussetzt, dass wir an die Leistungsgrenze gehen.“ Mehr als die sechs Punkte bisher werden es auf alle Fälle sein. In der Saison 2011/12 holte Werder Bremen 2 in 38 Partien 22 Zähler., sechs Jahre später waren es für Rot-Weiß Erfurt 23. Um das zu übertreffen, müssen noch mindestens sechs Siege her. Wie wär´s mit dem ersten am Sonntag?

Die LVM-Versicherung präsentiert die gesamte Saison die Berichterstattung der Schnüdel aus der 3. Liga und drückt dem FC 05 stets die Daumen:

https://agentur.lvm.de/

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