Bei den Mighty Dogs wird´s nie langweilig: Platz eins ist wieder da nach dem aufregenden 6:4 gegen Grafing

Bei den Mighty Dogs wird´s nie langweilig: Platz eins ist wieder da nach dem aufregenden 6:4 gegen Grafing

SCHWEINFURT – Es lohnt sich inzwischen wirklich an jedem Wochenende, im Icedome die Partien der Schweinfurter Mighty Dogs zu besuchen. Auch am Freitag war´s wieder aufregend. Und mit dem nächsten Sieg setzten sich die Schweinfurter wieder an die Spitze der Eishockey-Bayernliga.

Erneut kamen deutlich über 1000 Zuschauer, die einen Blitzstart der ERV-Crew erlebten. Nach einem Doppelschlag binnen 16 Sekunden (Homjakovs und Alksnis) hieß es nach zweieinhalb Minuten bereits 2:0. Treffer drei der Hausherren fiel aber erst nach etwas mehr als einer halben Stunde.

Bis dahin hatten die Gäste des EHC Klostersee ausgelichen, trafen ein Mal in Überzahl, als Alexander Asmus eine von acht Strafzeiten für die Mighty Dogs absaß. Josef Danas 3:2 leitete eine tolle Schlussphase des zweiten Drittels ein. Auch Lukas Krumpe und Alexander Diel netzten ein – jeweils mit einem Mann mehr und dank Florian Gaschkes Fünf Minuten-Strafe wegen Beinstellens.

Doch Ende der 41. Minute und in der 57. schlugen die Gäste aus Grafing wieder zurück. Jeweils in Überzahl. Nun hieß es 5:4 und es begannen spannende letzte dreieinhalb Minuten. Letztlich nachm der EHC Klostersee seinen Goalie vom Eis – und Arturs Homjakovs traf das zweite Mal am Abend. Ins leere Tor. Mann des Abends mit vier Scorerpunkten war jedoch der Schweinfurter Dzerods Alksnis (auf dem Aufmacherbild).

Am Ende wurde auch die 3:4-Niederlage der Königsbrunner in Schongau bekannt. Bedeutet: Die Mighty Dogs sind wieder Tabellenführer. Und dann verlor auch noch Kempten zuhause gegen Peißenberg. Bedeutet: Die Schweinfurter haben mindestens Platz zwei sicher und damit sowohl im Viertel- als auch im Halbfinale der Play-Offs (jeweils Best-of-Seven) den vielleicht entscheidenden Heimvorteil.

In Miesbach am Sonntag und kommendes Wochenende erst in Kempten und dann zum Abschluss zuhause gegen Peißenberg stehen gegen die aktuellen Sechsten, Dritten und Zehnten gleichermaßen attraktive wie schwere Partien an. Die Königsbrunner haben gegen Amberg (Letzter), Burgau (Vorletzter) und Neu-Ulm (Neunter) das allerdings deutlich leichtere Restprogramm. Mit dem Heimvorteil in einem möglichen Finale könnte es also schwer werden…

Eishockey, Bayernliga: ERV Schweinfurt Mighty Dogs – EHC Klostersee: 6:4 (2:2, 3:0, 1:2)

Tore für die Mighty Dogs: 1:0 (02.12) Arturs Homjakovs (Tomas Cermak, Dzerods Alksnis), 2:0 (02.28) Alksnis (Kristers Donins, Josef Dana), 3:2 (32:42) Dana (Alksnis, Homjakovs), 4:2 (36:15) Lukas Krumpe (Lucas Kleider, Alexander Asmus – 5:4), 5:2 (37:03) Alexander Diel (Alksnis, Cermak – 4:3), 6:4 (59:42) Homjakovs (Donins, Cermak – Empty Net Goal)

Strafminuten: Schweinfurt 16, Klostersee 12 plus 5 für Florian Gaschke

Zuschauer: 1227

Und hier noch der offizielle Bericht des Medienteams der Mighty Dogs:

Zurück an der Tabellenspitze

Es war erneut ein absolutes Spitzenspiel im Schweinfurter Icedome vor über 1.200 Zuschauern, die am Freitagabend ein packendes und umkämpftes Eishockeyspiel zu sehen bekamen. Bei den Mighty Dogs war neben Jamie Akers auch Neuzugang Konstantin Melnikow erstmals im Aufgebot, und die neue #85 der Dogs hinterließ einen ordentlichen Eindruck in seinem ersten Pflichtspiel für den neuen Verein. Am Ende siegten die Mighty Dogs nicht unverdient, da sich die Gäste aus Grafing das Leben selbst schwer machten.

Die Hausherren legten wie so oft in einem Heimspiel los: vom Bully weg ging es direkt in Richtung des Tores der Gäste. Lukas Steinhauer, der zu Beginn der Partie im Tor stand, bekam gleich jede Menge Arbeit. Bereits nach 232 Sekunden musste Steinhauer erstmals hinter sich greifen. Nach einem schönen Pass von Tomas Cermak auf Arturs Homjakovs verwandelte dieser zur frühen Führung im Icedome. Stadionsprecher Stefan Greier war gerade noch dabei, den Torschützen zum 1:0 durchzugeben, da musste er umgehend abbrechen. Denn nur 16 Sekunden später legten die Hausherren nach und gingen durch Renarts Alksnis mit 2:0 in Führung. Ein Start nach Maß für die Dogs, während es für den EHC Klostersee bitter verlief. Als wäre ein früher Rückstand im Icedome nicht schon schwer genug, musste nach nicht einmal fünf Minuten im ersten Spielabschnitt ein Wechsel auf der Torhüterposition vorgenommen werden. Steinhauer verletzte sich und wurde durch Patrick Mayer ersetzt. Die Gäste aus Grafing benötigten einen Moment, um den frühen Rückstand und die Verletzung ihres Goalies zu verdauen. Der EHC fand anschließend besser ins Spiel und kam ebenfalls zu Chancen, doch Leon Pöhlmann ließ bis dato nichts zu.
In der 13. Minute musste Alex Asmus wegen Hakens für zwei Minuten auf die Strafbank, und dort verweilte er nicht lange. Bereits nach 20 Sekunden im Powerplay erzielte Alexandre Gagnon den 2:1-Anschlusstreffer für Klostersee. Dies war übrigens der erste Gegentreffer in Unterzahl in der gesamten Rückrunde – bis dato hatte man hier eine 100-Prozent-Quote im Penalty Killing. Und so schnell wie die Mighty Dogs mit zwei Toren in Führung gingen, so schnell kassierte man nach dem 2:1 auch den Ausgleich. Nicht einmal 60 Sekunden später erzielte Vitus Gleixner das umjubelte 2:2.

Im zweiten Spielabschnitt machten es die Hausherren ähnlich wie im ersten Drittel – allein das Tor fehlte. Aber auch die Gäste hatten immer wieder ihre Möglichkeiten, erstmals an diesem Abend in Führung zu gehen. In der 32. Spielminute war es dann soweit: Josef Dana traf zum 3:2-Führungstreffer, wurde dabei jedoch von Vitus Gleixner unschön mit dem Schläger getroffen. Nach kurzer Behandlung konnte der Stürmer der Dogs allerdings weiterspielen. Fünf Minuten vor Ende des zweiten Drittels kam es zur wohl spielentscheidenden Szene. Florian Gaschke erhielt wegen Beinstellens eine Fünf-Minuten-Strafe, und diese nutzten die Mighty Dogs eiskalt mit zwei Treffern. Zunächst erzielte Lukas Krumpe das 4:2, und nur eine Minute später brachte Alexander Diel die Scheibe an Patrick Mayer vorbei. Mit einer 5:2-Führung ging es in die zweite Pause, und für viele sah es bereits nach einem sicheren Heimsieg aus.

Doch nicht für alle – der EHC Klostersee hatte sich noch nicht aufgegeben. Kelvin Walz, Topscorer der Grafinger, traf nach exakt 60 Sekunden im letzten Spielabschnitt zum 5:3. Es war der zweite Gegentreffer für Sergej Waßmiller und sein Team in Unterzahl. Somit blieben den Grafingern noch 19 Minuten, um zumindest den Ausgleich zu erzielen. Die Mighty Dogs schnürten die Gäste im laufenden Spiel immer wieder im eigenen Drittel ein, was phasenweise wie ein Powerplay für die Hausherren aussah. Ein ums andere Mal wurde es brenzlig, doch Patrick Mayer hielt seine Mannschaft im Spiel. Als Lucas Kleider in der 55. Minute wegen Hakens auf der Strafbank Platz nahm, kam es wie es kommen musste: Erneut im Powerplay erzielte der EHC Klostersee einen Treffer, und Florian Gaschke machte mit seinem 5:4 die Partie im Icedome knapp vier Minuten vor dem Ende wieder richtig spannend.

Die Gäste taten nun alles dafür, um mindestens einen Punkt aus dem Icedome zu entführen. Allerdings erwies Nicolai Quinlain seiner Mannschaft einen Bärendienst, als er zum dritten Mal an diesem Abend auf die Strafbank musste und Klostersee somit 90 Sekunden vor Spielende in Unterzahl agierte. Thomas Vogl nahm seine Auszeit, um seine Mannschaft auf die letzten Sekunden vorzubereiten. Als sich die Chance ergab, nahm Vogl zudem seinen Goalie zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis – jedoch ohne Erfolg. Im Gegenteil: Arturs Homjakovs erzielte mit seinem zweiten Treffer per Empty Net das 6:4 und damit den Endstand.

Durch den Heimsieg und die gleichzeitige Niederlage der Königsbrunner in Schongau kletterte der ERV Schweinfurt wieder an die Tabellenspitze und hat nun einen Punkt Vorsprung auf Rang zwei. Nicht nur die Tabellenführung konnte man sich zurückholen, auch das Heimrecht in den Playoffs wurde gesichert. Zudem steht fest, dass man die Hauptrunde mindestens als Zweiter abschließen wird. Somit kommt es zu einem spannenden Rennen zwischen den Brunnenstädtern aus Königsbrunn und den Mighty Dogs um Platz eins nach der Hauptrunde.

Am Sonntag geht es für Tomas Cermak und Co. zum TEV Miesbach, der noch voll im Kampf um Platz sechs steht. Bully ist um 18 Uhr, und auch diese Partie wird live auf SpradeTV übertragen.

Am kommenden Sonntag um 18 Uhr gegen Peißenberg im Icedome findet direkt nach der Partie die Trikotversteigerung der Game-Worn-Heimtrikots der Saison 25/26 statt. Die Besonderheit in diesem Jahr: Die Trikots werden von den Spielern auch in den Playoff-Spielen weiterhin getragen, und der Fan, der ein Trikot ersteigert, erhält dieses erst nach dem letzten Playoff-Spiel 2026. Damit die Fans jedoch nicht mit leeren Händen nach Hause gehen, erhalten sie vorab ein Echtheitszertifikat. Dieses bestätigt sowohl den Erwerb des Trikots als auch, dass es sich um ein originales Game-Worn-Trikot der Mighty Dogs handelt.

Statistik:
TORE
Per Zeit Spielstand GS Team Torschütze Assistent Assistent 2
1 02:12 1:0 EQ ERVS HOMJAKOVS A. (21) CERMAK T. (41) ALKSNIS R. (28)
1 02:28 2:0 EQ ERVS ALKSNIS R. (28) DONINS K. (19) DANA J. (70)
1 12:46 2:1 PP1 EHCK GAGNON A. (88) WALZ K. (9) QUINLAN N. (7)
1 13:25 2:2 EQ EHCK GLEIXNER V. (25) ROEDER S. (10)
2 32:42 3:2 EQ ERVS DANA J. (70) ALKSNIS R. (28) HOMJAKOVS A. (21)
2 36:15 4:2 PP1 ERVS KRUMPE L. (69) KLEIDER L. (2) ASMUS A. (24)
2 37:03 5:2 GWG PP1 ERVS DIEL A. (9) ALKSNIS R. (28) CERMAK T. (41)
3 41:00 5:3 PP1 EHCK WALZ K. (9) BOSECKER M. (8) GASCHKE F. (26)
3 56:36 5:4 PP1 EHCK GASCHKE F. (26) HILGER T. (13)
3 59:42 6:4 EN PP1 ERVS HOMJAKOVS A. (21) DONINS K. (19) CERMAK T. (41)

Strafen: Schweinfurt 16 Minuten / Klostersee 12+5 Minuten Disziplinarstrafe

Zuschauer: 1227 im Icedome / 233 SpradeTV

Highlights & Pressekonferenz: Sprade.tv

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