Fahrlässige Tötung, schwere Brandstiftung, Versuch des Totschlags: Darüber wird nächste Woche im Gericht verhandelt

Fahrlässige Tötung, schwere Brandstiftung, Versuch des Totschlags: Darüber wird nächste Woche im Gericht verhandelt

SCHWEINFURT – Zahlreiche interessante Gerichtsverhandlungen finden kommende Woche in Schweinfurt statt. Los geht´s mit einem Proess wehen dem Versuch des Totschlages am Montag.

Ab 9 Uhr verhandelt die 1. Große Jugendkammer des Landgerichts gegen einen 2005 geborenen Angeklagten, der am 5. August 2024 mit einer anderen Person gemeinschaftlich dem Geschädigten mit einer Machete und einem Metallrohr mehrfach auf den Kopf geschlagen haben soll mit der Folge von mehreren Schnittverletzungen und einem Jochbeinbruch. Aufgrund von Polizeisirenen sollen der Angeklagte und der anderweitig Verfolgte vom Geschädigten abgelassen haben und geflohen sein.

Dienstag ab 9.30 Uhr – ebenfalls öffentlich, allerdings unter besonderen Sicherheitsmaßnahmen – geht es um die fahrlässige Tötung vom 13. Februar 2025, als in Schweinfurt bei einem schrecklichen Unfall ein Spieler des Schweinfurter Hockeyclubs an der Kreuzung Niederwerrner Straße / Richard Wagner-Straße ums Leben kam. www.mainfranken.news berichtete darüber mehrfach. Diesmal ist nicht der Fahrer angeklagt, der mit über 2 Promille am Steuer saß, sondern die 1996 geborene Besitzerin des Wagens, die im Wissen des Alkoholkonsums es zugelassen hat, dass der Mann, der zudem keine gültige Fahrerlaubnis besaß, das Auto fuhr.

Das war der damalige Polizeibericht:

27-Jähriger bei Zusammenstoß tödlich verletzt – Unfallverursacher flüchtet

SCHWEINFURT. Nach einem schweren Verkehrsunfall flüchtete der Unfallfahrer zunächst. Die Schweinfurter Polizei konnte dem stark alkoholisierten Mann jedoch schnell habhaft werden. Für den Unfallgegner kam jedoch jede Hilfe zu spät. Bei den Unfallermittlungen ist auf Anordnung der Staatsanwaltschaft auch ein Sachverständiger mit eingebunden.

Um 21:32 Uhr am Donnerstagabend kam es auf der Kreuzung der Bundesstraße 303 und der Franz-Schubert-Straße zu einem folgenschweren Verkehrsunfall. Dem Sachstand nach überfuhr ein 34-Jähriger mit seinem Peugeot eine rote Ampel und prallte mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit in den Opel Corsa eines 27 Jahre alten Mannes aus dem Landkreis Schweinfurt. Der Opel wurde durch die Wucht des Aufpralls gegen eine Straßenlaterne geschleudert und überschlug sich im Anschluss mehrfach.

Der Fahrer des Peugeot flüchtete zunächst von der Unfallstelle. Die sofort hinzugerufenen Rettungskräfte befreiten den eingeklemmten Opel-Fahrer aus seinem Fahrzeug und verbrachten ihn in eine Klinik. Hier erlag der 27-Jährige seinen Verletzungen.

Der 34-Jährige Unfallverursacher konnte nach kurzen Fahndungsmaßnahmen an seiner Wohnanschrift angetroffen und vorläufig festgenommen werden. Ein erster Atemalkoholtest ergab einen Wert über zwei Promille. Zur Klärung der genauen Alkoholisierung wurde eine Blutentnahme angeordnet.

Auf Weisung der Staatsanwaltschaft wurde zur Klärung des Unfallhergangs ein Sachverständiger hinzugezogen. Die Polizei Schweinfurt ermittelt nun zum Unfallhergang.

Der 34-Jährige Unfallverursacher muss sich nun unteranderem wegen der fahrlässigen Tötung bei einem Verkehrsunfall, Gefährdung des Straßenverkehrs in Folge Alkohol sowie unerlaubtes Entfernen vom Unfallort verantworten.

Er wurde mittlerweile zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt.

Donnerstag geht es dann ab 9 Uhr vor der 2. Kleinen Strafkammer des Landgerichts um eine schwere Brandstiftung. Ein 1991 geborener Schweinfurter soll Ende Juni 2024 das Bett in einem verwahrlosten WG-Zimmer angezündet haben. Er verließ danach das Anwesen im Wissen, dass sich dort weitere Personen aufhielten. Schwerer verletzt wurde aber niemand. Eine ähnliche Tat konnte man dem Beschuldigten bereits ein paar Jahre vorher nachweisen. Zudem hatte er über Jahre den Rundfunkbeitrags (GEZ) nicht bezahlt, obwohl er das Geld stets von seinen Mitbewohner einsammelte.

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