ROTTENDORF – Donnerstagnacht (15. Januar) gegen 03:30 Uhr kollidierte auf der Bahnstrecke von Rottendorf in Richtung Würzburg der Nachtzug NJ 420 auf dem Weg nach Amsterdam mit einer Streusalzkiste.
Obwohl der Triebfahrzeugführer ein Hindernis auf den Gleisen erkannte und eine Schnellbremsung einleitete, war ein Zusammenprall nicht mehr zu vermeiden. Durch die Kollision gelangten Teile der Streusalzkiste auf das Nachbargleis, auf welchem der Nachtzug NJ 490 in Richtung Hamburg unterwegs war. Auch dieser Zug prallte mit Teilen der Kiste zusammen und musste eine Schnellbremsung einleiten. In beiden Zügen befanden sich ca. 240 Reisende, von ihnen wurde niemand verletzt.
Der Streckenbereich war im Zeitraum von 03:31 Uhr bis 05:55 Uhr gesperrt. Nach einer Begutachtung durch Fachpersonal der Deutschen Bahn AG konnten beide Züge ihre Fahrt fortsetzen.
Die Bundespolizeiinspektion Würzburg hat die Ermittlungen übernommen und ein Ermittlungsverfahren aufgrund des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Derzeit geht die Bundespolizei davon aus, dass die Streusalzkiste vorsätzlich im Gleisbett platziert wurde. Die Ermittlungen hierzu dauern an.
Die Bundespolizeiinspektion Würzburg ist eine von 15 Bundespolizeiinspektionen der Bundespolizeidirektion München. Ihr örtlicher Zuständigkeitsbereich erstreckt sich auf ganz Unterfranken und Teile Oberfrankens. Der Inspektion Würzburg angegliedert sind die Bundespolizeireviere Aschaffenburg und Bamberg. Die Kernkompetenzen der Bundespolizeiinspektion Würzburg liegen in der Gewährleistung der Sicherheit der Benutzer der Bahn und der Bahnanlagen sowie in der Fahndung auf Bahnanlagen zur Bekämpfung der unerlaubten Migration.
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