Diakonisches Werk Schweinfurt e.V. setzt Schutzkonzepte gegen sexualisierte Gewalt in Kraft

Diakonisches Werk Schweinfurt e.V. setzt Schutzkonzepte gegen sexualisierte Gewalt in Kraft
Foto: Arnold Schwarz

SCHWEINFURT – Das Diakonische Werk Schweinfurt e.V. sowie die mitverwalteten Werke Haßberge, Kitzingen, Markt Einersheim und Bad Neustadt haben in den vergangenen Monaten intensiv daran gearbeitet, Mitarbeiter:innen und Menschen, die Beratung suchen, die Hilfs – und Unterstützungsangebote in Anspruch nehmen oder die in den Einrichtungen Pflege und Betreuung erfahren , vor sexualisierter Gewalt zu schützen.

Anlass war das neue Präventionsgesetz der Evangelisch -Lutherischen Landeskirche Bayern und der Bayerischen Diakonie. Kirche und Diakonie in Bayern zeigen damit deutlich: Aus den Versäumnissen der Vergangenheit sind konkrete Konsequenzen gezogen worden. Die Stimmen und Erfahrungen der Betroffenen standen im Mittelpunkt der Entwicklung neuer Maßnahmen .

Das Ziel ist es, Übergriffen konsequent vorzubeugen und größtmögliche Sicherheit in allen Einrichtungen zu gewährleisten.

„Mit der Einsetzung der Schutzkonzepte wird es visualisiert auf den Punkt gebracht. Im diakonischen Werk Schweinfurt sowie den dazugehörigen Werken Bad Neustadt, Haßberge, Markt Einersheim sowie Kitzingen wird der Schutz vor sexualisierter Gewalt ins Rampe nlicht gerückt und ihm die erforderliche Aufmerksamkeit gegeben“, so Verena Schmeisser -Eckl, Vertrauensperson der Diakonie für Kitzingen, Bad Neustadt, Markt Einersheim und Haßberge.

Um ein umfassendes Schutzniveau zu erreichen, haben die Verantwortlichen in über 50 Diensten und Einrichtungen eine detaillierte Risikoanalyse ihrer Arbeitsbereiche durchgeführt. Auf dieser Grundlage wurden für jede Einrichtung individuelle Schutzkonzepte entwickelt und schriftlich festgehalten. Diese regeln verbindlich, welche Maßnahmen zum Schutz aller zu treffen sind.

Dorothea Schaufler, Vertrauensperson der Diakonie für Schweinfurt, ergänzt: „Mit den verabschiedeten Schutzkonzepten erhöhen wir signifikant die Sicherheit in unseren Einrichtungen und Diensten: wir schrecken potentielle Triebtäter:innen ab und die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen erhalten Handlungssicherheit. Die Menschen, die zu uns kommen und uns Vertrauen schenken, diejenigen also, die unsere Dienste und Einrichtungen nutzen, können sicher sein, dass wir alles tun, was möglich ist, damit sexualisierte Gewalt bei uns keinen Platz hat.“

Ein Leitbild, klare Verfahrensweisen und Regeln im Verdachtsfall sind ebenfalls Bestandteil der neuen Konzepte. So wird eine transparente, verbindliche und sensibilisierte Kultur des Hinsehens geschaffen, in der Schutz und Unterstützung von Betroffenen im Vordergrund stehen.

Dekan Rasp, Bad Neustadt, betont: „Kirche und Diakonie müssen verlässlich gewährleisten, dass in ihren Einrichtungen und Diensten Menschen sicher leben und arbeiten können. Dazu bedarf es einer hohen Sensibilität, Aufmerksamkeit und einem nicht nachlassenden Engagement. Der Schutz vor Gewalt und Missbrauch kann nur gelingen, wenn Prävention oberste Priorität hat. Als Dekan und Vorsitzender des Diakonischen Werkes Bad Neustadt weiß ich um die große Verantwortung, die wir hier für die uns anvertrauten Menschen tragen.“

Dekanin Baderschneider, Vorsitzende des Diakonischen Werkes Kitzingen, hebt hervor: „Uns ist wichtig, dass sowohl Mitarbeitende als auch die Menschen, die sich uns in der Pflege oder in der Beratungsarbeit anvertrauen, wissen, dass wir alles dafür tun, dass sie hier einen „sicheren Raum“ haben. Dabei geht es nicht nur um sexualisierte Gewalt, sondern auch um Schutz vor verbalen, physischen und psychischen Grenzüberschreitungen. Unser Leitbild verpflichtet uns, dass die Wahrung von individuellen Grenzen, ein Klima der Achtsamkeit und Kritikfähigkeit in unserer täglichen Arbeit konkret wird.“

Carsten Bräumer, Vorstand des Diakonischen Werkes Schweinfurt e.V., sowie die beiden fachlich verantwortlichen Referentinnen freuen sich, bekanntzugeben, dass seit dem 1. Januar 2026 die individuellen Schutzkonzepte in allen Einrichtungen verbindlich in Kraft sind.

„Die Sicherheit und das Wohlergehen aller Menschen, die sich uns anvertrauen, stehen für uns an oberster Stelle. Wir übernehmen Verantwortung, machen Prävention zur Priorität und fördern eine Kultur, in der Grenzverletzungen keinen Platz haben“, erklärt Bräumer.

Die Diakonie Schweinfurt will in der Region mit gutem Beispiel vorangehen und Ansprechpartner:in für alle sein, die sich für die Prävention sexualisierter Gewalt engagieren. Man ist überzeugt: Sicherheit, Vertrauen und Wertschätzung sind Grundpfeiler jeder
diakonischen Arbeit.

Foto: Arnold Schwarz | von links: Vorstand des Diakonischen Werkes Schweinfurt Carsten Bräumer sowie Vertrauenspersonen Dorothea Schaufler und Verena Schmeisser -Eckl weisen das Inkrafttreten der Schutzkonzepte an.

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