SCHWEINFURT – Die beiden Schweinfurter Rotkreuz‑Läden in der Franz‑Schubert‑Straße und in der Oberen Straße blicken auf ein außerordentlich erfolgreiches Jahr 2025 zurück.
Insgesamt wurden in beiden Einrichtungen über 120.000 Einzelteile an Kundinnen und Kunden weitergegeben. Damit leisten die Läden nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Versorgung einkommensschwacher Haushalte, sondern setzen zugleich ein starkes Zeichen für nachhaltigen Konsum und gelebte Solidarität im Stadtgebiet und im Landkreis Schweinfurt.
Damenbekleidung als gefragtester Bereich
Den größten Anteil an den ausgegebenen Waren hatte im Jahr 2025 die Damenbekleidung. Modeartikel wie Jacken, Hosen, Oberteile und Schuhe waren besonders stark nachgefragt und fanden rasch neue Besitzerinnen. Die Rotkreuz‑Läden reagieren damit gezielt auf den Bedarf ihrer Kundschaft, denn gerade Textilien stellen für viele Menschen mit geringem Einkommen einen spürbaren Kostenfaktor im Alltag dar.
An zweiter Stelle folgten Haushaltsartikel – darunter Geschirr, Küchenutensilien, Kleinmöbel, Bettwäsche sowie Alltagsgegenstände für den täglichen Bedarf. Diese Produktgruppen tragen wesentlich dazu bei, Haushalte in schwierigen Lebenssituationen praktisch und unkompliziert zu unterstützen, etwa nach einem Umzug, einer Trennung oder bei der Neugründung eines Haushalts.
Armutsprävention im Raum Schweinfurt
Die beiden Schweinfurter Rotkreuz‑Läden sind längst mehr als reine Second‑Hand‑Geschäfte. Sie sind ein niedrigschwelliges Angebot der Armutsprävention, das Menschen mit begrenzten finanziellen Möglichkeiten gesellschaftliche Teilhabe erleichtert. Ob Alleinerziehende, Seniorinnen und Senioren, Studierende oder Familien in finanziellen Engpässen – die Läden bieten qualitativ gut erhaltene Waren zu sehr günstigen Preisen und wirken damit der zunehmenden sozialen Ungleichheit entgegen.
Gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten gewinnen solche Angebote weiter an Bedeutung. Die Rotkreuz‑Läden ermöglichen es vielen Menschen, notwendige Anschaffungen zu tätigen, ohne sich finanziell zu überfordern. Gleichzeitig schaffen sie Räume der Begegnung, die frei von Stigmatisierung sind und eine wertschätzende Atmosphäre fördern.
Nachhaltigkeit konkret gelebt
Ein zentrales Leitmotiv der Rotkreuz‑Läden ist das Prinzip der Nachhaltigkeit. Jeder weitergegebene Artikel verlängert den Lebenszyklus eines Produkts und trägt dazu bei, Ressourcen zu schonen und Abfall zu vermeiden. Insbesondere im Textilbereich ist dieser Effekt erheblich: Wiederverwendung reduziert den Bedarf an Neuproduktion und senkt damit den ökologischen Fußabdruck von Kleidung.
Mit der Weitergabe von über 120.000 Einzelteilen im Jahr 2025 leisten die beiden Standorte einen messbaren Beitrag zum Umweltschutz. Nachhaltigkeit wird hier nicht abstrakt diskutiert, sondern im Alltag konkret umgesetzt – durch Spendenbereitschaft aus der Bevölkerung, sorgfältige Sortierung der Waren und bewusste Kaufentscheidungen der Kundinnen und Kunden.
Engagement vieler Ehren- und Hauptamtlicher
Der Erfolg der Rotkreuz‑Läden wäre ohne den großen Einsatz von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitenden nicht möglich. Sie übernehmen Aufgaben wie Annahme, Sortierung, Präsentation der Waren sowie die Beratung der Kundschaft. Ihr Engagement sorgt dafür, dass die Läden zuverlässig geöffnet sind und ein attraktives, gut strukturiertes Angebot bereithalten können.
Gleichzeitig bieten die Rotkreuz‑Läden auch arbeitsmarktnahe Beschäftigungsmöglichkeiten, etwa für Menschen, die nach längerer Auszeit wieder einen Einstieg ins Berufsleben suchen. Damit verbinden sich soziale, ökologische und arbeitsmarktpolitische Aspekte zu einem ganzheitlichen Konzept.
Ausblick
Mit dem erfolgreichen Jahr 2025 bestätigen die Rotkreuz‑Läden in der Franz‑Schubert‑Straße und in der Oberen Straße ihre wichtige Rolle im sozialen Gefüge der Region Schweinfurt. Sie stehen beispielhaft für Hilfe zur Selbsthilfe, gelebte Nachhaltigkeit und solidarisches Miteinander. Auch künftig sollen die Angebote weiterentwickelt werden, um den wachsenden Herausforderungen von Armut und Ressourcenknappheit wirksam zu begegnen.



