Hesselbacher Sternsinger im Bundeskanzleramt bei Minister Thorsten Frei: „Herzlichen Dank, dass Ihr diesen Dienst tut für andere Kinder auf der Welt“

Hesselbacher Sternsinger im Bundeskanzleramt bei Minister Thorsten Frei: „Herzlichen Dank, dass Ihr diesen Dienst tut für andere Kinder auf der Welt“

BERLIN / WÜRZBURG / HESSELBACH – „Ganz herzlichen Dank dafür, dass Ihr diesen Dienst tut für andere Kinder auf der Welt und natürlich auch für die Menschen in Euren Pfarreien, die sich freuen, wenn um den Dreikönigstag die Sternsinger vorbeikommen und die Häuser segnen.“

Minister Thorsten Frei, Chef des Bundeskanzleramts, hat am Dienstagnachmittag, 6. Januar, in Vertretung von Bundeskanzler Friedrich Merz die Sternsingerinnen und Sternsinger in Berlin willkommen geheißen. Die Sternsingerinnen und Sternsinger Elias Walter (16), Linus Hümpfner (15), Leo Kneuer (14) und Clara Menninger (14) sowie Begleiterin Daniela Kneuer aus der Pfarrei Sankt Philippus und Sankt Jakobus in Hesselbach (Landkreis Schweinfurt) vertraten das Bistum Würzburg.

Minister Frei fand viele lobende Worte für die engagierten Kinder und Jugendlichen. Der Bundeskanzler war wegen eines wichtigen politischen Termins in Paris kurzfristig verhindert, ließ von seinem Vertreter aber wertschätzende Grüße ausrichten. Frei war nach eigenen Angaben in seiner Jugend „acht oder neun Jahre selber Sternsinger“. Er machte gleich mehrfach in seiner Ansprache deutlich, wie sehr er das Engagement der vielen Königinnen und Könige schätzt, die sich an der Aktion Dreikönigssingen beteiligen. 108 von ihnen waren aus allen Himmelsrichtungen nach Berlin gekommen und mit glänzenden Kronen und großen Sternen ins Bundeskanzleramt eingezogen. Mit dabei eine wichtige Botschaft: „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ heißt das Motto der aktuellen Aktion Dreikönigssingen. Überall in Deutschland machen die Sternsingerinnen und Sternsinger in diesen Tagen auf ihrem Weg zu den Menschen deutlich, wie wichtig es weltweit für Mädchen und Jungen ist, dass sie zur Schule gehen können statt arbeiten zu müssen.

„Bildung und die Chance, lernen zu dürfen, ist die Voraussetzung, dass man dann wirklich ein selbstbestimmtes Leben führen kann“, machte Kanzleramtsminister Frei deutlich. Das Engagement der Sternsingerinnen und Sternsinger sei wichtig, um genau das immer wieder ins Bewusstsein zu bringen. „Ihr seid damit auch ein Vorbild für viele Gleichaltrige. Und Ihr seid auch ein Vorbild für viele Erwachsene, weil Ihr selber etwas tut und auf die Probleme in der Welt hinweist.“

Im Namen der bundesweiten Aktionsträger dankte Daniela Hottenbacher, Bundesvorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), für die Einladung und warb im Sinne der Kinder in aller Welt um die Unterstützung aus der Politik: „Kinderrechte brauchen politische Unterstützung. Sie brauchen klare Entscheidungen in der Entwicklungszusammenarbeit, ein konsequentes Vorgehen gegen Kinderarbeit entlang globaler Lieferketten und das klare Bekenntnis zu Deutschlands internationaler Verantwortung. Wir bitten Sie daher, sich dafür einzusetzen, dass Kinder weltweit geschützt werden, dass sie lernen können, statt zu arbeiten, dass Gewalt gegen sie benannt und verhindert wird, und dass Kinder, die besonders gefährdet sind, gezielt gestärkt werden. Im Namen des BDKJ, des Kindermissionswerks und aller jungen Menschen, die in den kommenden Tagen unterwegs sind, danke ich Ihnen sehr herzlich für Ihre Zeit und Ihre Unterstützung.“ Hottenbacher hatte die Sternsingerinnen und Sternsinger gemeinsam mit Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“, ins Bundeskanzleramt begleitet.

Sternsingerinnen aus der Pfarrei Schmerzhafte Mutter Gottes in Aufenau (Bistum Fulda) trugen den Segen der Sternsingerinnen und Sternsinger vor. Sie nahmen mit ihrer Sammeldose die persönliche Spende von Minister Frei entgegen, mit der er ein Sternsinger-Hilfsprojekt für arbeitende Kinder in Bangladesch unterstützt. Zum Abschluss schrieben sie den Segen „20 * C + M + B + 26 – Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus im Jahr 2026“ im Kanzleramt an.

Der Hesselbacher Gruppe wird der Termin in Berlin in jedem Fall im Gedächtnis bleiben. „Es war zwar zunächst sehr enttäuschend, als wir erfahren haben, dass der Bundeskanzler nicht an dem Termin teilnehmen konnte. Trotzdem war es eine sehr schöne Zeit hier in Berlin“, erklärte Clara. Elias freute sich, viele neue Leute kennengelernt zu haben. „Und wir haben auch einen Eindruck von der Stadt Berlin bekommen. Beispielsweise haben wir das Brandenburger Tor angeschaut.“ Leo zeigte sich besonders von der Führung im Reichstagsgebäude beeindruckt. Für Linus „war das Highlight natürlich das Treffen im Kanzleramt mit Herrn Frei“. Begleiterin Daniela Kneuer fand es großartig, „dass ich unsere Sternsinger nach Berlin begleiten durfte und sie dem Bundeskanzler den Segen bringen durften. Gemeinsam haben wir auf ganz besondere Weise das neue Jahr 2026 begrüßt.“ In Hesselbach hatte Pfarrer Kai Söder wie viele andere den Empfang im Bundeskanzleramt per Livestream am Bildschirm verfolgt. „Da sind dann in kürzester Zeit ganz viele Statusmeldungen eingetrudelt. Immer wieder begeisterte Gläubige, die mitgeteilt haben: ‚Wir haben die Sternsinger gesehen‘.“

Seit 1984 bringen die Sternsingerinnen und Sternsinger jedes Jahr ihren Segen ins Bundeskanzleramt. Jeweils vier Königinnen und Könige aus allen 27 Bistümern repräsentieren dabei alle Kinder und Jugendlichen, die sich bundesweit an der Aktion beteiligen.
Auf den Fotos

© Mika Väisänen (Kindermissionswerk): Die Sternsingerinnen und Sternsinger Elias (16), Linus (15), Leo (14) und Clara (14) sowie Begleiterin Daniela Kneuer aus der Pfarrei Sankt Philippus und Sankt Jakobus in Hesselbach vertraten das Bistum Würzburg am Dienstagnachmittag beim Sternsingerempfang zur 68. Aktion Dreikönigssingen im Bundeskanzleramt. Zum Gruppenfoto mit Thorsten Frei, Chef des Bundeskanzleramts, stellten sie sich gemeinsam auf mit Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘, und Daniela Hottenbacher, Bundesvorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

© Daniela Kneuer: Die Sternsinger aus Hesselbach vertraten das Bistum Würzburg in Berlin. Von links: Clara Menninger, Elias Walter, Linus Hümpfner, Leo Kneuer und Betreuerin Daniela Kneuer.

© Daniela Kneuer | Die Sternsinger aus Hesselbach vor der „Ahnentafel“ im Bundeskanzleramt. Von links: Clara Menninger, Elias Walter, Linus Hümpfner und Leo Kneuer.

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