Die Sternsinger waren unterwegs und segneten: Zuvor wurde ein königlicher Aussendungsgottesdienst gefeiert

Die Sternsinger waren unterwegs und segneten: Zuvor wurde ein königlicher Aussendungsgottesdienst gefeiert
Text und Bild: Dominik Zeißner

SCHWEMMELSBACH – In diesem Jahr zogen die Sternsinger in Schwemmelsbach bereits am zweiten Sonntag nach Weihnachten, sprich bereits zwei Tage vor dem Dreikönigstag am 6. Januar in der 430-Seelen-Ortschaft von Haus zu Haus und segneten Bewohner, Stuben und Zimmer.

Bevor es aber so weit war, feierte das gläubige Volk, sowie die Sternsinger und die königlichen Hoheiten Gottesdienst, der von den Kindern und Jugendlichen aktiv mitgestaltet wurde. Eröffnete wurde die Messfeier, die von Pfarrer Christoph Dörringer zelebriert wurde, mit einem großen Einzug der royalen Schar, dabei stolz angeführt von den Sternträgern.

In diesem Jahr sammelten die Sternsinger, die ihr gutes Werk im Namen des Kindermissionswerk vollbringen, mit einem besonderen Augenmerk für Gleichaltrige in Bangladesch. Dort ist Kinderarbeit immer noch an der Tagesordnung und trauriger Alltag und Bestandteil der Heranwachsenden. Die Fürbitten wurden von den Sternsingern persönlich vorgetragen.

Vor dem Schlusssegen segnete Pfarrer Christoph Dörringer noch die Kreide und den Weihrauch, mit dem die Sternsinger die Häuser widmen und den Spruch „20 C + M + B 26“ an die Türen anbringen. Die drei Buchstaben stehen für den lateinischen Segenswunsch „Christus mansionem benedicat“ und bedeuteten soviel wie „Christus segne dieses Haus“ und symbolisieren somit den Wunsch nach Schutz und Segen für das neue Jahr.

Alternativ werden die Buchstaben auch als die Initialen der Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar gedeutet. In zwei Gruppen zogen die Schwemmelsbacher Sternsinger anschließend durch Dorf und Siedlung. Am Ende des Tages konnten sie sich über die Summe von 1245,10 € freuen, die die Kinder und Jugendlichen gesammelt haben.

Darüber freuten sich auch die beiden Betreuerinnen Helene Vierheilig und Susanne Matuschowitz, die die Gruppe jährlich auf den Dreikönigstag vorbereiten und Verantwortung übernehmen, dass es auch weiterhin diesen schönen Brauchtum gibt.

Text und Bild: Dominik Zeißner

Auf dem Foto: Insgesamt acht Kinder und Jugendliche aus Schwemmelsbach schlüpften in die Rollen der Sternsinger und Könige. Bevor sie jedoch den Segen in die Häuser brachten, gestalteten sie gemeinsam mit Pfarrer Christoph Dörringer den Sonntagsgottesdienst. Stolz auf ihre königliche Schar waren die Betreuerinnen, Helene Vierheilig (links) und Susanne Matuschowitz.

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