Bezirksparteitag der Grünen Unterfranken in Hammelburg: Politische Klarheit und Aufbruchsstimmung kurz vor Weihnachten

Bezirksparteitag der Grünen Unterfranken in Hammelburg: Politische Klarheit und Aufbruchsstimmung kurz vor Weihnachten

HAMMELBURG – Kurz vor Jahresende trafen sich die Grünen Unterfranken zu ihrem Bezirksparteitag in Hammelburg. Elisabeth Assmann, zweite Bürgermeisterin von Hammelburg, begrüßte alle Anwesenden in der ältesten Weinstadt Frankens.

Der gut besuchte Parteitag stand ganz im Zeichen des politischen Austauschs, organisatorischer Weichenstellungen und einer spürbaren Aufbruchsstimmung. Alle Mandatsträgerinnen und Mandatsträger der Partei waren anwesend und berichteten aus ihren jeweiligen parlamentarischen Ebenen.

Aus dem Bayerischen Landtag wurde von Paul Knoblach, Kerstin Celina und Patrick Friedl deutlich Kritik an Ministerpräsident Markus Söder artikuliert. Insbesondere der fehlende konsequente Wasserschutz in Bayern sorgte für Unmut. Angesichts zunehmender Trockenheit und extremer Wetterereignisse forderten die Grünen ein entschlosseneres Handeln der Staatsregierung, um Bayerns Wasserressourcen nachhaltig zu sichern.

Auch aus dem Bezirkstag gab es von Bärbel Imhof, Gerhard Müller und Christina Feiler aktuelle Einblicke: Dort seien bereits erste „Wahlgeschenke“ der Staatsregierung mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen zu beobachten. Diese Maßnahmen wurden kritisch eingeordnet und als kurzfristige Symbolpolitik bewertet, während strukturelle Herausforderungen weiter ungelöst blieben.
Aus dem Bundestag berichtete unter anderem Niklas Wagener, der dem amtierenden Bundeslandwirtschaftsminister ein schlechtes Zeugnis ausstellte.

Insbesondere beim Umbau der Landwirtschaft hin zu mehr Klima-, Umwelt- und Tierschutz bleibe die Bundesregierung aus Sicht der Grünen hinter den notwendigen Erwartungen zurück.
Neben den politischen Berichten standen auch formale Punkte auf der Tagesordnung. Die Delegiertenversammlung beschloss auf Antrag des noch amtierenden Vorstands mehrere Satzungsänderungen, bevor die Neuwahlen des Bezirksvorstandes stattfanden. Gewählt wurde ein achtköpfiges Gremium.

Die bisherigen Bezirksvorsitzenden Volker Goll (Kahl am Main) und Simone Artz (Würzburg) bestätigte der Bezirksparteitag einstimmig in ihren Ämtern. Beide gehen nun ihre vierte Amtsperiode. Neue Gesichter im Bezirksvorstand sind: Jessica Hecht (Zell am Main), erste Nachrückerin für den Bundestag in Bayern, und Elias Weckwerth (Aschaffenburg), der auch dem GJ-Vorstand Bayerns angehört. Komplettiert wird der Vorstand mit Schatzmeister Christoph Appel (Hassfurt), Monika Hartl (Aschaffenburg), Dirk Simon (Aschaffenburg) und Sabine Rhein (Bad Neustadt an der Saale).

Besonders stolz zeigte sich der Bezirksverband auf seine Mitgliederentwicklung: Mit aktuell 2.982 Mitgliedern fehlen nur noch 18 Neueintritte, um die Marke von 3.000 Grünen in Unterfranken zu erreichen – ein starkes Zeichen für den wachsenden Rückhalt der Partei in der Region. Diese wachsende Basis sorgt auch für Begeisterung in Blick auf die kommende Kommunalwahl: In vielen Gemeinden konnten dank der zahlreichen Neumitglieder neue Wahllisten aufgestellt werden, und es gibt deutlich mehr Landrats- /Bürgermeisterinnen-Kandidierende als noch vor sechs Jahren.

Abgerundet wurde der Parteitag durch offene Diskussionen, viele persönliche Gespräche und eine insgesamt herzliche Atmosphäre. Kurz vor den Feiertagen zeigte sich: Die Grünen Unterfranken gehen geschlossen, motiviert und gut aufgestellt in das kommende politische Jahr.

Auf dem Bild von links: Sabine Rhein, Dr. Simone Artz, Dirk Simon, Jessica Hecht, Elias Weckwerth, Moni Hartl, Volker Goll, Christoph Appel

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