SCHWEINFURT – Die zwanzigste Poetry Slam Saison beginnt für Veranstalter und Moderator Manfred Manger. Gerade deshalb hat er ein „richtig freshes Line Up“ nach Schweinfurt eingeladen.
Diese, der Jugendsprache entlehnten Beschreibung, bezieht er dabei natürlich weder auf Alter noch Äußeres. „Fresh“ steht auch für eine bestimmte, als aufgeweckt sowie erfrischend empfundene Art zu sprechen und Perspektiven zu entwickeln.
Dabei darf sich das Publikum auf die seit Ende Oktober 2025 amtierende Deutschsprachige Trize-Meisterin freuen. Die aus Amorbach stammende, zwanzigjährige Fremdsprachenkorrespondentin und Dolmetscherstudentin in Würzburg, blickt bereits auf über sechs Jahre Bühne zurück. Sie bringt mit, wovon die Poetry Slam Szene lebt: Leidenschaft, Wortkunst und Bühnenpräsenz.
Dabei dürfte ihre Fastnachtherkunft, die sie schon bis ins Fernsehen des bayrischen Rundfunks zu „Franken Helau“ trug, keine unwesentliche Rolle in ihrer Bühnensozialisierung gespielt haben, lässt aber auch nicht verwundern, wenn sie sich als „selbsternannte Rampensau“ beschreibt und konkretisiert „genauer: Rampen-Pau, denn ich höre auf den Namen Pau – line Etzel.“
Humor darf man zudem mit Paul Schewior (Hersbruck) erwarten, der 2024 den Comedy Award der Stadt Coburg verliehen bekam und zum ersten Mal zu Gast ist.
Für das vielzitierte „Wellenbad der Gefühle“ beim Slam werden Talia Klenk (Würzburg) und Christian Lüttmann (Zeil a.M.) sorgen. Talia Klenks Texte verbinden Humor und Tiefgang, Aktivismus und Gefühl und selten verlässt sie die Bühne, ohne Nachdenkliches zu hinterlassen. Dabei blickt Klenk auf über fünfzehn Jahre Improtheater und zwölf Jahre Slam-Erfahrung zurück. Christian Lüttmann begann erst 2021 in Essen zu slammen. Den Duisburger Chemiestudenten verschlug es zum Berufsstart nach Unterfranken. Bei seinem letzten Auftritt in Schweinfurt verpasste er nur knapp den Einzug ins Saisonfinale.
Dieser Einzug gelang 2024 hingegen Felix Hufnagel (Erlangen), der im selben Jahr auch fränkischer U20 Vize-Meister wurde. Zum slammen kam er, nachdem er die Abirede an seiner Schule gehalten hat. Dabei merkte er, dass ihm das Schreiben über ganz alltägliche Situationen und weniger komplexe Themen Spaß macht und beschloss über die lustigen und traurigen Anekdoten des Lebens außerhalb der Schule zu schreiben. Inzwischen studiert er Psychologie und „um das Klischee, dass jeder Psychologiestudent selbst einen kleinen Knacks hat“ zu widerlegen, stellt er sich inzwischen kontinuierlich seit 2022 auf Slambühnen. Mit Maria Boganets ist auch die offene Liste besetzt, eine Tradition, die der Schweinfurter Slam bis heute pflegt.
Vor der Jubiläumsfeier am 3. Oktober 2026 im ev. Gemeindehaus wird ebenfalls im Gemeindehaus am 27.02.26 der „Highlander – das Saisonfinale“ ausgetragen werden, bei dem neben der Titelverteidigerin, aus allen monatlichen Champions der Saison 2025 der neue Stadtmeister oder die neue Stadtmeisterin ermittelt werden wird. Der Vorverkauf läuft bereits seit September 2025.
Wer das Format nicht kennt: Poetry Slam, seit 2006 ausgetragen, ist die erfolgreichste und älteste literarische Serienveranstaltung der Stadt. Eine Publikumsjury bewertet die einzelnen Beiträge. Im finalen Stechen der drei Besten des Abends, wird vom Publikum der Sieger bzw. die Siegerin des Abends ermittelt und – wenn 2027 eine Alternative zum ev. Gemeindehaus gefunden werden kann – zum Saisonfinale 2027 eingeladen.
Die Preise des Abends kommen aus dem Publikum. Alle Zuschauer und Zuschauerinnen sind angehalten, ein kleines Präsent mitzubringen. Während der Veranstaltung werden die Preise klingelbeutelartig für die Trophäe der goldenen Dichterschlacht-Schüssel (ein goldener Sektkübel) eingesammelt.
Bewährt begleitet wird Manfred Manger von der Nürnberger DJane Lisa Smaragd, die für die musikalische Untermalung des Abends sorgt. Mit Witzigkeit, Raffinesse, Spontanität und Feinfühligkeit, findet sie zu jedem Text die passenden Töne für die Auf- und Abgänge der Slammer.
Der Kartenvorverkauf ist empfohlen, es werden aber immer auch Karten für die Abendkasse zurückgehalten. Die freie Platzwahl empfiehlt ebenfalls rechtzeitiges Erscheinen.
Samstag, 17.01.26 – 20.00 Uhr (Einlass 19.00)
Disharmonie Schweinfurt
Abendkasse (pauschal): 17 €
Vorverkauf Erwachsene: 12 € (zzgl. VVK-Gebühren)
www.disharmonie.de oder 0 97 21/2 88 95
Vorverkauf Schüler/Mitglieder von Poetry Slam Schweinfurt e.V. oder Disharmonie: 10 €
Ermäßigte Tickets direkt bei der Disharmonie oder online über die Slamhomepage (Kontaktformular) www.poetryslamschweinfurt.de
Lediglich reservierte Karten sind eine Woche vorher abzuholen oder verfallen.
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Fotos: Tobias Heyel, Maximilian Leo Wolf


