Zu Besuch beim Eishockey in Höchstadt: Oberliga, da wäre doch auch was für die Mighty Dogs, oder? – VIELE FOTOS!

Zu Besuch beim Eishockey in Höchstadt: Oberliga, da wäre doch auch was für die Mighty Dogs, oder? – VIELE FOTOS!

HÖCHSTADT – Nachdem die Mighty Dogs ja aktuell die Tabelle der Eishockey-Bayernliga anführen und der Meister das Recht hat, in die Oberliga Süd aufzusteigen – da muss man sich als Fan der Schweinfurter noch dazu angesichts des zuletzt enormen Zuspruchs bestimmt mal Gedanken machen.

Rund 75 Kilometer von Schweinfurt entfernt: Höchstadt in Mittelfranken. Ein Kleinstadt mit 14.000 Einwohnern, in der es seit 2018 durchgehend Oberliga-Eishockey zu sehen gibt. Mindestens das Play-Off-Achtelfinale erreichte das Team die letzten Jahre, zuletzt kamen im Schnitt über 700 Zuschauer. Rund 2000 passen in die aktuell umgebaute Halle. Da möchte man doch meinen: Das sind gewiss keine besseren Voraussetzungen, als Schweinfurt sie hat.

Höchstadt an diesem Dienstagabend, 30. Dezember: Der SC Rießersee war zu Gast, kam fast ohne Fans, und das zwei Tage nach dem Heimspiel in Garmisch gegen die Memminger Indians, die 2000 Anhänger in 27 Fanbussen mitbrachten, was zu einer Kulisse von fast 6000 Zuschauern führte. Parallel verlor Höchstadt vor knapp 2500 Fans hauchdünn bei den Selber Wölfen. Die Oberliga Süd in attraktiv, was am Dienstag jeweils über 2000 Anhänger in Heilbronn, Bad Tölz und Füssen bewiesen.

Nach Höchstadt kamen 1112 Eishockey-Freunde, eine überaus ordentliche Zahl. Sie sahen: Früh in Führung gehende Rießerseer, dann Hausherren, die das Match drehten, die durch Tyler Gron und Max Jelavic zwei Mal in Führung gingen, die in der 58. Minute den Ausgleich kassierten und nach zwei Minuten und 20 Sekunden das 3:4 nach Verlängerung.

Bedeutet: Ein Punkt für die Alligators, die deren 35 nach 31 der 52 Hauptrundenspiele haben, die als Zehnter einen Zähler vor den Garmischern einen Pre Play-Off-Platz belegen. Die nun am Freitag bei Schlusslicht und Aufsteiger Erding antreten, am 4. Januar zuhause gegen Peiting, am 06.01. in Heilbronn, am 09.01. gegen Memmingen. Ein volles Programm also, aber ein attraktives. Am 16. Januar kommt Bayreuth, am 27. Februar zum Abschluss Selb. Danach geht die Saison nach 26 Punktspielen zuhause immer weiter…

Selb ist aktuell Fünfter, Bayreuth Sechster. Kommenden Freitag steht das Oberfranken-Derby vor gewiss mehr als 3000 Zuschauern an. In der DEL 2 darüber ist Weiden aktuell auf einen Play-Down-Platz zurück gefallen, könnte also auch ein Kandidat für die Oberliga Süd werden. Nur mal rein theoretisch: Weiden dort als Gegner, genauso Bayreuth, Selb und Höchstadt, dazu auch Memmingen, Rießersee, Füssen, Bad Tölz, Stuttgart, Heilbronn, Lindau, Passau und Peiting – das wäre doch schon mal wieder was anderes als ständig Buchloe, Schongau, Pfaffenhofen oder Geretsried als Gegner der Mighty Dogs. Auch wenn Letzterer am Freitag wieder für eine gute Kulisse sorgen wird.

Königsbrunn verzichtete zwei Mal als Bayernliga-Meister auf den Aufstieg, Erding nahm letzten Winter sein Recht wahr. Aktuell sind die Gladiators zwar Letzter, nach einigen Siegan haben sie aber nur noch sechs Punkte Rückstand auf Höchstadt und locken nun wieder knapp über 1000 Fans im Schnitt an.

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