MÜNCHEN / VOLKACH IM LANDKREIS KITZINGEN – Am Donnerstag, den 18. Dezember 2025, nahmen Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Unterfranken unter Sachleitung der Generalstaatsanwaltschaft München, Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET), im Landkreis Kitzingen einen 20-jährigen Heranwachsenden fest, dem das Werben um Mitglieder oder Unterstützer für eine terroristische Vereinigung im Ausland zur Last gelegt wird (§ 129a, 129b StGB).
Umfangreiche Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft
Nach umfangreichen, intensiven Ermittlungen durch die Generalstaatsanwaltschaft München und die Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben (KPIZ) in Unterfranken besteht der dringende Tatverdacht, dass der 20-Jährige mit deutscher und syrischer Staatsangehörigkeit aktiv in einem Messenger-Dienst um Mitglieder und Unterstützer für die terroristische Vereinigung „Islamischer Staat“ (IS) geworben und dazu aufgerufen haben soll, den entsprechenden Treueeid abzulegen. Eine weitere Person soll gegenüber dem Tatverdächtigen den Treuschwur auf den IS auch tatsächlich geleistet haben. Es liegen derzeit jedoch keine Hinweise auf konkrete Anschlagspläne oder konkrete Gefährdungen durch den Tatverdächtigen vor.
Festnahme durch die Polizei Unterfranken und Vorführung beim Oberlandesgericht München
Der 20-Jährige wurde schließlich am Donnerstag durch Kräfte der Zentralen Ergänzungsdienste Schweinfurt und Würzburg, der Polizeiinspektion Kitzingen und der KPIZ Unterfranken widerstandslos im Landkreis Kitzingen vorläufig festgenommen.
Auf Anordnung der Generalstaatsanwaltschaft München wurde der Tatverdächtige am Freitag, 19. Dezember 2025, dem Ermittlungsrichter am Oberlandesgericht München vorgeführt, der antragsgemäß einen Untersuchungshaftbefehl erließ und in Vollzug setzte. Der Heranwachsende befindet sich nun in einer bayerischen Justizvollzugsanstalt.
Aufgrund der laufenden Ermittlungen können derzeit keine weiteren Auskünfte erteilt werden.
Es gilt die Unschuldsvermutung.

