Der Verkehr rollt auch wieder in Niklaus-Hoffmann- und Mozartstraße: Umgestaltung Knotenpunkt Schelmsrasen vollendet

Der Verkehr rollt auch wieder in Niklaus-Hoffmann- und Mozartstraße: Umgestaltung Knotenpunkt Schelmsrasen vollendet

SCHWEINFURT – Die Umgestaltung des Schelmsrasen ist vollendet – über 1.500 m² wurden entsiegelt und begrünt. Um dieses gesetzte Ziel zu erreichen, wurden unter anderem rund 4.550 m³ Erde bewegt, 24 Bäume gepflanzt, 980 m² Pflanzflächen und 650 m² Wiesenflächen hergestellt.

Heute, am 22. Dezember, konnte Oberbürgermeister Sebastian Remelé gemeinsam mit Baureferent Rüdiger Köhler und einem Vertreter der Landesbaudirektion Bayern den Schelmsrasen wieder für den Verkehr freigeben.

„Projekte wie dieses sind wichtig für die Stadtentwicklung. Ich freue mich deshalb sehr, dass wir die Umgestaltung des Schelmsrasen trotz der angespannten Haushaltslage umsetzen konnten und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Wir wollen an dem Ziel, ein Grünes Band von der Ledward Kaserne bis in die Innenstadt zu gestalten, festhalten. Neben der Carus Allee ist die Umsetzung der Umgestaltung des Schelmsrasen hierfür ein weiterer Schritt“, so Oberbürgermeister Sebastian Remelé.

Im Rahmen des vom Bund geförderten Projektes „Klimagerechte Neugestaltung Schelmsrasen“ innerhalb des Programms „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ wurde in der Stadtratssitzung im März 2024 beschlossen, den Knotenpunkt Schelmsrasen – Niklaus-Hoffmann-Straße – Mozartstraße umzugestalten. Das Projekt stellt eine der zentralen Maßnahmen des übergeordneten Stadtentwicklungsprojekts „Grünes Band“ dar und dient gleichsam sowohl der Grünraumvernetzung als auch der Verbesserung der Fahrradmobilität.

Ziel war die Entsiegelung und Begrünung von ca. 1.700 m² versiegelter Fläche zur Verbesserung des lokalen Kleinklimas, Steigerung der Wohnqualität und Erhöhung der Versickerungsfähigkeit, da die Flächen bei Starkregenereignissen bisher zu Überschwemmungen neigten. Der Gestaltung liegt daher ein Entwässerungskonzept zugrunde: Das Regenwasser versickert nun vor Ort in Mulden und entlastet damit den Kanal.

Die Baumartenauswahl zielt auf einen hohen Überschirmungsgrad ab. Um dies zu erreichen wurden dabei ausschließlich Klima-Baumarten 1. und 2. Ordnung, also größer werdende Bäume, wie Purpur-Erle, Blumen-Esche, Feld-Ahorn, Gleditschie, Hopfenbuche, Schnurbaum und Silber-Linde gepflanzt.

Im Rahmen der Bürgerbeteiligung wurde deutlich, dass die Neugestaltung des Schelmsrasen auch von der Bürgerschaft als sinnvoll eingeschätzt wird. Der in der Informationsveranstaltung gewünschte sensible Umgang mit Überschwemmungen fand ebenso Eingang in die Gestaltung wie der Bürgerwunsch nach mehr Fahrradabstellanlagen, Spielmöglichkeiten und einem Trinkwasserbrunnen.

Damit die Grünfläche mit möglichst wenig Einschränkungen hergestellt werden kann, wurden als vorbereitende Maßnahme für das Projekt Leitungen der Stadtwerke neu verlegt. Darüber hinaus wurden Glasfaserkabel und Multirohre für schnelles Internet eingebaut.

Anfang November 2024 konnte mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die Ausführung erfolgte in zwei Bauabschnitten.

Die Gehbereiche wurden mit modernem „Klimastein“ mit Wasserspeicherfunktion neu gepflastert und die Straßen in verschmälerter Form neu mit einem mittels Zuschlagstoffen aufgehellten Asphalt hergestellt. Zusätzlich konnte das Areal mit Sitzbänken, einem Spieltisch als Holzlabyrinth, Mülleinhausungen, Rabattengeländern, und barrierearmen Einrichtungen ausgestattet werden. Auch die Straßenbeleuchtung wurde erweitert und erneuert.

Aufgrund der vorhandenen verkehrlichen Widmung als Fahrradstraße wurden der Rad- und Fußgängerverkehr und die Aufenthaltsqualität in den Vordergrund gestellt. Der barrierefreie Ausbau der Bushaltestelle sowie die Fußgängerführung der Gehwege leisten zudem einen Beitrag zur gleichberechtigten Teilhabe Aller am öffentlichen Leben.

Insgesamt belaufen sich die gesamten Projektkosten auf ca. 2,7 Mio. Euro. Die Stadt Schweinfurt erhielt für die Umsetzung eine Förderung der baulichen Maßnahmen in Höhe von bis zu 1.500.000 € als Anteilfinanzierung. Das Projekt wurde gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.

Im kommenden Jahr erfolgt noch die Fertigstellungspflege und anschließend die Entwicklungspflege der Grünflächen bis September 2027.

Auf dem Bild: Oberbürgermeister Sebastian Remelé gibt gemeinsam mit Herrn Jülich von der Landesbaudirektion (links) sowie Baureferent Rüdiger Köhler, Amtsleiter Christian Stemmer und Sachgebietsleiter Amir Fallahi vom Servicebetrieb (rechts) den Knotenpunkt Schelmsrasen – Niklaus-Hoffmann-Straße – Mozartstraße wieder für den Verkehr frei.
Fotos: Stadt Schweinfurt, Anja Lippert-Herold

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