WÜRZBURG – Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Würzburg und dem Landkreis Würzburg hat sich seit vielen Jahren bewährt. Als sichtbares Zeichen dieser engen Verbundenheit hat Landrat Thomas Eberth den Würzburger Oberbürgermeister Martin Heilig zur Jahresabschlusssitzung 2025 des Kreistags eingeladen.
In seinem Grußwort hob Martin Heilig das vertrauensvolle Miteinander ausdrücklich hervor und dankte für die konstruktive Zusammenarbeit. In Rathaus und Landratsamt verstehe man das Verhältnis nicht als rein formale Zuständigkeitsfrage, sondern als gemeinsamen Gestaltungsraum mit Verantwortung für die gesamte Region. Darin liege eine besondere Stärke Würzburgs. „Stadt und Landkreis haben über Jahrzehnte bewiesen, dass sich viele Ziele gemeinsam besser oder einfacher erreichen lassen. Mehr als 50 Kooperationen sprechen für sich“, so der Oberbürgermeister. „Diese Zusammenarbeit hat Substanz und ein außergewöhnlich großes Potenzial.“
Auch Landrat Thomas Eberth betonte die wechselseitige Bedeutung beider Gebietskörperschaften: „Eine starke Stadt stärkt die Region – und ein erfolgreicher Landkreis kommt auch der Stadtbevölkerung zugute.“ Gerade in der Zusammenlegung von Teilen der beiden Verwaltungen sieht Eberth enorme Potenziale für die Zukunft der Region. Diese wolle man gemeinsam heben, um die Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger nachhaltig zu verbessern, waren sich Landrat und Oberbürgermeister einig.
Kreistag beschließt Umsetzung gemeinsamer Entwicklungsstrategie
Die Jahresabschlusssitzung 2025 markierte außerdem einen weiteren wichtigen Schritt in der interkommunalen Zusammenarbeit: Der Kreistag beschloss die Umsetzung eines Strategiepapiers mit einem konkreten Stufenplan zur Vertiefung der Kooperation zwischen Stadt und Landkreis Würzburg. Die sogenannte „Entwicklungsstrategie stadt.land.wü.“ ist Ergebnis eines breit angelegten Beteiligungsprozesses und wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gefördert.
Zentrales Ziel der Strategie ist es, die Region Würzburg gemeinsam als starken, nachhaltigen Wirtschafts-, Wissenschafts- und Lebensraum weiterzuentwickeln. Für die tägliche Arbeit in Rathaus, Landratsamt und den kreisangehörigen Gemeinden bedeutet dies unter anderem, Ressourcen künftig stärker zu bündeln, Doppelstrukturen zu vermeiden und Verwaltungsleistungen für die Menschen in der Region effizienter zu gestalten.
Nach ersten Pilotprojekten in den Bereichen Kultur und Freizeit soll geprüft werden, unter welchen Voraussetzungen Teilbereiche der Verwaltungen zusammengeführt werden könnten. Bestimmte Pflichtaufgaben – etwa in der Jugendhilfe, dem Standesamtswesen oder im Veterinärwesen – könnten dann gemeinsam erfüllt werden. Als langfristige Perspektive beschreibt die Strategie zudem die mögliche Entwicklung hin zu einer neuen Form einer gemeinsamen Gebietskörperschaft „Region Würzburg“. Der Kreistag befürwortete diesen gemeinsamen Weg ausdrücklich und beschloss die im Strategiepapier vorgesehenen Schritte einstimmig.
Die Region Würzburg auf dem Weg in die Zukunft
Die Region Würzburg – bestehend aus der Stadt Würzburg und dem Landkreis Würzburg mit seinen 52 kreisangehörigen Gemeinden – steht vor tiefgreifenden strukturellen Herausforderungen. Dazu zählen unter anderem der demografische Wandel und der Fachkräftemangel, Veränderungen im Gesundheitswesen, die fortschreitende Digitalisierung, wachsende Anforderungen an den Katastrophen- und Krisenschutz sowie die Mobilitäts- und Klimawende. Gleichzeitig steigen die Erwartungen der Bevölkerung an ein modernes, leistungsfähiges Verwaltungshandeln.
Bereits heute verfügt die Region über eine ausgeprägte Kultur der Zusammenarbeit. Um diese gezielt weiterzuentwickeln, wurde im Jahr 2020 der Interkommunale Ausschuss stadt.land.wü. gegründet. Im Februar 2023 beschlossen die Vertreterinnen und Vertreter von Stadt und Landkreis dort, eine gemeinsame Zukunftsstrategie für die Region Würzburg zu erarbeiten – ein Prozess, man nun weiter ausbauen wolle, waren sich Oberbürgermeister Martin Heilig und Landrat Thomas Eberth einig.
Auf dem Bild: Der Oberbürgermeister der Stadt Würzburg, Martin Heilig, würdigte in der letzten Sitzung des Kreistags im Jahr 2025 die seit Jahren gelungene Kooperation zwischen Stadt und Landkreis – eine Zusammenarbeit, die in den kommenden Jahren vertieft werden soll.
Foto: Christian Schuster

