Erst Aue, dann Weihnachtsferien für die Schnüdel – und dann muss Markus Wolf entscheiden, ob es mit Profifußball weiter geht in Schweinfurt

Erst Aue, dann Weihnachtsferien für die Schnüdel – und dann muss Markus Wolf entscheiden, ob es mit Profifußball weiter geht in Schweinfurt

AUE / SCHWEINFURT – Wenn am Samstag im Erzgebirge gegen 16 Uhr der Abpfiff ertönt, dann endet ein bemerkenswertes Jahr 2025 für den FC Schweinfurt 05. Doch wer hätte noch im Mai gedacht, dass es zu so einer negativen Entwicklung kommen wird?

Die Zahlen des Jahres bisher teilen sich natürlich in die beiden Hälften der unterschiedlichen Saisons. Auf den Jubel der Regionalliga-Meisterschaft folgten danach neben dem Pokal-Aus in DFB-Runde eins nur sechs von 54 möglichen Punkten, 16:46 Tore – kurzum: Eine albtraumhafte Halbserie zum Gruseln. Spätestens nach der jüngsten Heimniederlage gegen Havelse wird diese Runde nicht mehr zu retten sein, werden sich 14 Zähler zum rettenden Ufer kaum noch aufholen lassen.

Vergessen darf man ja auch nicht, dass der FC 05 nur sieben seiner 13 Rückrundenpartien letzte Saison gewann, dass zu den vier Niederlagen – unter anderem zuhause gegen Schwaben Augsburg und Ansbach, als die Meisterschaft längst noch nicht eingetütet war, auch noch das Pokal-Aus in Aschaffenburg kommt. Schon vor Aue sind es also 21 Pleiten bei nur neun Siegen in Punktspielen. Und Aue: Dsa ist nun eine Mannschaft in lila, wie letzte Saison Schwaben Augsburg und Angstgegner Eintracht Bamberg.

„Das ist auch für die ein sehr wichtiges Spiel. Und wir wollen Aue richtig ärgern und selbst die nur zweieinhalb Stunden nochmal mit einem positiven Gefühl nach Hause fahren“, sagt Trainer Victor Kleinhenz im Wissen, dass im Erzgebirge der Baum schon vier Tage vor Weihnachten brennen würde, wenn die Sachsen auf einem Abstiegsplatz in die kurze Pause gehen. 200 bis 300 Fans werden die Schnüdel wohl begleiten.

Die Niederlage gegen Havelse habe das Team“extrem gewurmt“ bestätigt der Coach, „aber die Mannschaft ist beim Training nicht in Selbstmitleid verfallen.“ Gleichwohl erinnerte Kleinhenz nochmals daran, „dass man sich in dieser Liga zu keiner Sekunde eine Auszeit nehmen kann“. So wie gleich nach dem eigenen 1:0. Oder wie so oft in dieser Saison. Zuletzt kassierten die Schweinfurter drei Mal in Serie drei Gegentore. Und der nächste Gegner ist wieder bekannt für gefährliche Standards.

In Aue werden wohl sicher die erkrankten Uche Obiogumu, Luca Trslic und Fabio Luque-Notaro fehlen. Hinter Michael Dellinger, Thomas Meißner und Nick Doktorczyk stehen Fragezeichen. Johannes Geis kehrt nach abgesessener Gelbsperre wieder zurück.

Fehlen wird natürlich auch Martin Thomann, der sich bereits via Instagram verabschiedete. Mit klaren Worten: Von Tag eins an habe ich mit großer Leidenschaft und vollem Einsatz für den Verein gespielt und stets mein Bestes gegeben, um zum gemeinsamen Erfolg beizutragen. Ich möchte mich herzlich bedanken für die unvergesslichen Momente, in denen wir gemeinsam den Aufstieg in die 3. Liga geschafft haben. Es war eine grandiose Zeit, geprägt von Teamgeist, Leidenschaft und viel Spaß.“ Er freue sich „auf die kommenden Aufgaben in meiner Versicherungsagentur sowie beim
Fußball– motiviert und mit voller Energie.“

Beim FC 05 geriet er nach sechs Toren in der Aufstiegssaison auf´s Abstellgleis, vielleicht wird man eines Tages den Grund erfahren. Von einer Vertragsauflösung konnte der Verein noch nicht berichten. Und er machte auch keine weitere Angaben, ob der Mittelfeld-Ergänzungsspieler Nils Kaiser von Rot-Weiß Essen zur Rückserie kommt.

„Wir schauen klar und behalten Spieler im Auge, die interessant sein könnten für die Zukunft des Vereins“, gibt Kleinhenz zu, spricht aber auch erst einmal von „richtungsweisenden Geprächen mit der Geschäftsführung, was die weitere Ausrichtung betrifft“. Konkret muss Markus Wolf (auf dem Aufmacherbild) entscheiden, ob es auch in der Regionalliga weiter geht mit Profifußball in Schweinfurt. Nur dann würde die Verpflichtung eines gebürtigen Düsseldorfers über die laufende Saison hinaus Sinn machen.

Nach der Partie in Aue steht zuhause in Schweinfurt im Mercure-Hotel die Weihnachtsfeier an, nach der sich die Spieler für 14 Tage in den Urlaub verabschieden. Samstagmittag, den 3. Januar, startet das Training wieder. Für den 7. Januar (bei Zweitligist Fürth) und den 10. oder 11. 01. (Gegner noch offen) sind Testspiele angesetzt, ehe am Sonntag, den 18. Januar, 16.30 Uhr, die Rückserie mit dem Heimspiel gegen Viktoria Köln startet.

Die LVM-Versicherung präsentiert die gesamte Saison die Berichterstattung der Schnüdel aus der 3. Liga und drückt dem FC 05 stets die Daumen:

https://agentur.lvm.de/

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