Achtsamkeit im Internet: Kriminalhauptmeister Blattert spricht zu Kinderpornografie, Cybermobbing und Cybergrooming

Achtsamkeit im Internet: Kriminalhauptmeister Blattert spricht zu Kinderpornografie, Cybermobbing und Cybergrooming

SCHWEINFURT – Am 03.12.2025 ab 19 Uhr informierten sich knapp 50 Interessierte bei einem Vortrag im AvH durch die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle Schweinfurt.

Familienvater Kriminalhauptmeister Dominik Blattert erklärte dabei sehr authentisch, worauf im Alltag zu achten ist.

Dabei nannte er auch erschreckende Zahlen, wie die 720 offenen Fälle von Kinderpornografie pro Tag in Schweinfurt. Außerdem wurde beleuchtet, dass der von Deutschland drastisch abweichende Datenschutz in den USA (z. B. WhatAapp – Konzern Meta) auch Vorteile haben kann: Eine Datenbank zum Auffinden vermisster Kinder kann durch die Zugriffe auf alle verfügbaren Fotos sehr erfolgreich arbeiten.

Bei Cybermobbing ernüchtert die Zahl von 7 % der Eltern, die von der Betroffenheit des eigenen Kindes überhaupt wissen. Die Schnelligkeit und Reichweite des Internets und die 24/7-Erreichbarkeit der betroffenen Person dramatisieren die Situation dabei erheblich. Beim Thema Cybergrooming wurde ein selbsterklärender Film von Europol gezeigt: https://polizei.nrw/en/media/cyber-grooming-europol

Bei all der Schwere und schier unendlicher Gefahren im Internet, appellierte Herr Blattert doch sehr einfach: „Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Kinder und hören sie Ihnen zu.“ Sowohl die Elternteile als auch die Kinder selbst sollten dabei auf ihr Bauchgefühl hören. Die Themen die am Essenstisch angesprochen werden, sollen bitte immer ernst genommen werden. Kinder und deren Mindset positiv zu bestärken sind die beste Prävention. Da die Entwicklung stetig voranschreitet, ist diese anspruchsvolle Aufgabe nicht mit einer Installation einer (ausdrücklich empfohlenen) Kinderschutzsoftware abgeschlossen, sondern bedarf einer stetigen Begleitung.

Für pädagogische Unterstützung im Bereich Medienerziehung kann Frau Rauwolf, Schulsozialpädagogin, kontaktiert werden.

Text und Foto: Sonja Rauwolf, Schulsozialpädagogin

Comments

No comments yet. Why don’t you start the discussion?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert