Zheltakov weg, Punkte weg: Wieso die Mighty Dogs bei Kellerkind Schongau verloren

Zheltakov weg, Punkte weg: Wieso die Mighty Dogs bei Kellerkind Schongau verloren

SCHONGAU / SCHWEINFURT – So haben sich das die Mighty Dogs natürlich nicht vorgestellt, auch wenn Trainer Sergej Waßmiller im Vorfeld gewarnt hatte. Im Spiel eins nach Ilya Zheltakov verloren die Schweinfurter in Schonungau bei einer im unteren Bereich der Tabelle angesiedelten Mannschaft.

Zheltakov wird am Sonntag sein Debüt geben beim Heimspiel der ESC Eagles Essen-West gegen die Bergisch Gladbach Realstars. In Essen spielte bislang Grayden Gottschalk, der seine Karriere aber nicht beendete, sondern nach Schongau zurück wechselte, wo er bis Herbst auflief. Und siehe da: Nach über 30 trefferlosen Minuten erzilete der „Thommy“ der Mammuts das 1:0.

Eine halbe Stunde ohne Tor – eher selten für die Mighty Dogs, die dann freilich zwei Mal ausglichen: Erst durch Tomas Cermak, dann Mitte des letzten Drittels durch Josef Dana und nochmals Cermak nach gar einem 1:3-Rückstand.

Doch beim 3:3 sollte es nicht bleiben, weil Schongau in Lukas Skavarek und Dominic Krabbat gleich zwei zweifache Torschützen am Abend hatte. Bei vier Spielern mehr im Kader. Die Schwienfurter kamen vor Leon Pöhlmann und Benedict Roßberg, der gleich nach dem Doppelschlag zum 5:3 übernahm, auf gerade mal 15 Feldspieler und somit mit Mühe drei Blöcke.

Neuzugang Arturs Homjakovs bereitete immerhin den Treffer zum 3:3 vor, hatte ansonsten die zu erwartenenden Anpassungsprobleme, wenn man in nur wenigen Tagen einen absoluten Leistungsträger ersetzen soll. Fakt ist aber auch: Der Kader ist dennoch auf Kante genäht und angesichts der fünf Gegentore bei einem Kellerkind würde ein weiterer starker Verteidiger dem Team vielleicht gut tun.

Erstaunlich: Aus den Top-Vier der Eishockey-Bayernliga verloren am Freitag alle, auch Tabellenführer Königsbrunn in Dingolfing. Der ERV hätte bis auf zwei Punkte an Platz eins heran kommen können, liegt nun „nur“ noch sechs Zähler vor den Fünften und Sechsten aus Klostersee und Kempten.

Am Sonntag ab 18 Uhr feiert Arturs Homjakovs im Icedome sein Heimdebüt, zu dem Aufsteiger Eisbären Burgau anreist. Das ist zwar das Schlusslicht mit nur drei Punkten aus 17 Partien. Beim 6:7 am Freitag gegen Kempten zeigte der Neuling aber, dass man ihn nicht unterschätzen darf.

Eishockey, Bayernliga: EA Schongau Mammuts – ERV Schweinfurt Mighty Dogs: 5:3 ((0:0, 3:1, 2:2)
Tore für Schweinfurt: 1:1 (34:13) Tomas Cermak (Petr Pohl – 4:5), 3:2 (46:43) Josef Dana (Alex Asmus, Dzerods Alksnis), 3:3 (48:24) Cermak (Kristers Donins, Arturs Homjakovs)
Strafminuten: Schongau 4, Schweinfurt 4
Zuschauer: 277

Und hier noch der offizielle Bericht der Mighty Dogs:

Die Chancenverwertung machte den Unterschied

Es war so einiges los in dieser Woche bei beiden Vereinen. Bei der EA Schongau gab es Donnerstag Abend die Entlassung von Christian Kratzmaier und der Interimstrainer ist bis auf weiteres Ty Morris. Bekanntermaßen kehren neue Besen gut und dies bekamen die Unterfranken zu spüren. Während man im Lager der Schweinfurter dachte, dass dies ein gebrauchter Tag ist, war dies nicht nur für Schweinfurt so. Denn alle aus der Top Vier verloren ihre Spiel: nicht nur die Niederlage der Schweinfurter ist für einige Überraschend, sondern auch die 2:1 Niederlage der Königsbrunner in Dingolfing, wie auch die 7:4 Niederlage des TEV Miesbach beim EC Pfaffenhofen – der im übrigen am kommenden Freitag im Icedome zu Gast sein wird. Die Devils Ulm verloren zwar auch ihr Spiel gegen den EHC Klostersee, holten aber immerhin einen Punkt nach sechzig Minuten.
Größter Nutznießer dieses außergewöhnlichen Spieltags ist der ESC Kempten, der den kommenden Gegner der Mighty Dogs – den ESV Burgau – knapp mit 6:5 bezwang. Aber auch Waldkraiburg (7:1 gegen Geretsried gewonnen) und Dingolfing sind Nutznießer und rücken der Top Vier wieder ein ganzes Stück näher. Verlierer des Spieltags ist wohl ohne Zweifel der HC Landsberg, der das Derby gegen den ESV Buchloe mit 4:1 verlor.

Soweit die Geschichten von Freitag Abend, in der auch die Mighty Dogs kein Happy End schreiben konnten. Sergej Waßmiller und Semjon Bär standen alle Spieler bis auf Moritz Schlick zur Verfügung und der Neuzugang Arturs Homjakovs war ebenfalls im Aufgebot gestanden. Das erste Drittel zwischen der EA Schongau und den Mighty Dogs verging wie im Flug und es gab nur selten Unterbrechungen. Beide Mannschaften gingen mit hohem Tempo in die Partie und erarbeiteten sich immer wieder Chancen, um jeweils in Führung zu gehen. Beide Goalies auf dem Eis mussten immer wieder ihr Können unter Beweis stellen und hielten ihre Mannschaften im Spiel. Trotz hohem Tempo und vor allem der vielen Schüsse auf das jeweilige Tor blieb es nach 20 Minuten bei einem 0:0 und versprach, dass das Spiel durchaus Spannend werden könnte.

Mit dem Start ins zweite Drittel legten die Mighty Dogs umgangssprachlich los wie die Feuerwehr! In den ersten vier Minuten ging es nur auf das Tor von Blankenburg und die Mighty Dogs hatten einige hochkarätige Chancen zu einer Führung auf dem Schläger gehabt. Aber Blankenburg im Tor der Schongauer mit einem starken Abend und brachte nicht nur die Spieler auf dem Eis zur Verzweiflung, sondern auch die ca. 25 Fans aus Unterfranken rauften sich immer wieder die Haare. Un der 31 Minuten war es dann soweit und die Hausherren durften erstmalig an diesem Abend jubeln: während die Mighty Dogs ihre vielen Chancen nicht nutzten, tat es Neuzugang und Rückkehrer Grayden Gottschalk. Es gab Bully vor dem Tor von Leon Pöhlmann, welches die Schongauer für sich entschieden. Nach einem Schussversuch landete die Scheibe hinter dem Tor der Dogs und die Defensive versäumte es, den Puck schnell aus der Gefahrenzone zu befördern. Stattdessen schnappten sich die Mammuts die Scheibe, passten in den Slot, wo Lucas Spindler an die Scheibe kommt und mit der Rückhand den Puck in richtung Pöhlmann schoss. Grayden Gottschalk konnte die Scheibe noch entscheidend abfälschen und es stand 1:0. Fünf Minuten später durften dann auch die mitgereisten Fans aus der Kugellagerstadt jubeln, da Tomas Cermak nach Pass von Petr Pohl eine Fackel auspackte und den Puck wuchtig im Tor von Daniel Blankenburg unterbrachte. Wenig später hätten die Mighty Dogs die Chance auf den 1:2 Führungstreffern, doch man kam einfach an Blankenburg nicht vorbei – stattdessen gab es den Konter und Lucas Kleider konnte Lukas Skvarek nur mit einem Foul stoppen: Penalty für die Mammuts. Hier lies Skvarek Pöhlmann überhaupt keine Chance und brachte die Mammuts erneut in Führung. Dominik Krabbat setzte dann wenige Augenblicke vor der zweiten Pause einen drauf und erhöhte auf 3:1 für Schongau.

Im letzten Spielabschnitt mussten die Mighty Dogs also einen zwei-Tore Rückstand aufholen und das Unterfangen startete auch Hoffnungsvoll. Nach weiteren Chancen war es in der 47 Minute Josef Dana, der mit dem sogenannten Bauerntrick auf 3:2 verkürzte. Die Hoffnung auf den schnellen Ausgleich keimte natürlich bei allen, die es mit den Dogs hielten und wurden auch zwei Minuten später nach dem Anschlusstreffer belohnt. Tomas Cermak besorgte nach Vorarbeit von Neuzugang Arturs Homjakovs und Kristers Donins den umjubelten 3:3 Ausgleich. Aber statt auf die Führung zu drängen, machte Interimscoach Ty Morris der Mammuts den wohl entscheidenden Move an diesem Abend: er nahm umgehend eine Auszeit, um seine Mannschaft nochmals auf die neue Spielsituation einzustellen. Dies zeigte auch Wirkung und abermals war es Dominik Krabbat, der für die Mammuts traf und die erneute Führung herstellte. Diese sollte auch nicht mehr aus der Hand gegeben werden – im Gegenteil: Lukas Skvarek machte ebenfalls seinen zweiten Treffer an diesem Abend und schraubte das Ergebnis sieben Minute vor Ende auf 5:3. Nach dem Gegentreffer nahm sogar das Trainerteam Leon Pöhlmann aus dem Tor und ließen Benny Roßberg zu Ende spielen. Am Ende stand ein 5:3 für die Mammuts auf der Anzeigentafel, die am Ende nicht unverdient gewonnen haben.

Für die Mighty Dogs ging es zwar ohne Punkte zurück nach Unterfranken, konnten aber dank der Niederlagen von Königsbrunn, Ulm und Miesbach einmal durchatmen und den zweiten Tabellenplatz inne halten. Am Sonntag kommt dann der Tabellenletzte aus Burgau in den Icedome, der wohl von ca. 50-100 Eisbärenfans unterstützt wird. Auch wenn es tabellarisch nach einer „klare“ Sache für die Mighty Dogs aussieht, wird es auch am Sonntag wieder eine schwere Aufgabe. Vor allem die teils schön herausgespielten Chancen müssten dann viel besser zu Ende gespielt werden – dann könnte es am Sonntag Abend wieder heißen: die Mighty Dogs fahren drei Punkte ein!

Es war so einiges los in dieser Woche bei beiden Vereinen.
Ein Abgang bei den Mighty Dogs, der umgehend mit Neuzugang Arturs Homjakovs kompensiert wurde und bei der EA Schongau gab es am Donnerstagabend die Entlassung von Christian Kratzmeir, Interimstrainer ist bis auf Weiteres Ty Morris. Bekanntermaßen kehren neue Besen gut – und dies bekamen die Unterfranken zu spüren. Während man im Lager der Schweinfurter von einem gebrauchten Tag sprach, traf dies nicht nur auf die Mighty Dogs zu. Denn alle Teams aus der Top Vier verloren ihre Spiele: Nicht nur die Niederlage der Schweinfurter sorgte für Überraschung, sondern auch die 2:1-Niederlage der Königsbrunner in Dingolfing sowie die 7:4-Niederlage des TEV Miesbach beim EC Pfaffenhofen, der im Übrigen am kommenden Freitag im Icedome zu Gast sein wird. Die Devils Ulm verloren zwar ebenfalls ihr Spiel gegen den EHC Klostersee, holten aber immerhin einen Punkt nach sechzig Minuten.

Größter Nutznießer dieses außergewöhnlichen Spieltags ist der ESC Kempten, der den kommenden Gegner der Mighty Dogs – den ESV Burgau – knapp mit 6:5 bezwang. Aber auch Waldkraiburg (7:1 gegen Geretsried) und Dingolfing zählen zu den Gewinnern und rücken wieder ein gutes Stück näher an die Top Vier heran. Verlierer des Spieltags ist ohne Zweifel der HC Landsberg, der das Derby gegen den ESV Buchloe mit 1:4 verlor. Und dann gab es noch das Torfestival in Peißenberg: die Miners fegten den ERSC Amberg mit 15:2 aus dem heimischen Stadion.

Soweit die Geschichten vom Freitagabend, an dem auch die Mighty Dogs kein Happy End schreiben konnten. Sergej Waßmiller und Semjon Bär standen alle Spieler bis auf Moritz Schlick zur Verfügung, zudem befand sich Neuzugang Arturs Homjakovs im Aufgebot. Das erste Drittel zwischen der EA Schongau und den Mighty Dogs verging wie im Flug, Unterbrechungen waren rar. Beide Mannschaften agierten mit hohem Tempo und erarbeiteten sich immer wieder Chancen, um in Führung zu gehen. Die beiden Torhüter mussten mehrfach ihr Können unter Beweis stellen und hielten ihre Teams im Spiel. Trotz des hohen Tempos und zahlreicher Schüsse blieb es nach 20 Minuten beim 0:0, was ein spannendes Spiel versprach.

Mit Beginn des zweiten Drittels legten die Mighty Dogs sprichwörtlich los wie die Feuerwehr. In den ersten vier Minuten ging es nahezu ausschließlich auf das Tor von Daniel Blankenburg, und die Mighty Dogs hatten mehrere hochkarätige Chancen auf dem Schläger. Doch Blankenburg erwischte einen starken Abend und brachte nicht nur die Spieler auf dem Eis, sondern auch die rund 25 mitgereisten Fans aus Unterfranken schier zur Verzweiflung. In der 31. Minute war es dann soweit: Die Hausherren durften erstmals jubeln. Während die Mighty Dogs ihre Chancen ungenutzt ließen, zeigte sich Neuzugang und Rückkehrer Grayden Gottschalk eiskalt. Nach einem Bully vor dem Tor von Leon Pöhlmann, das die Schongauer für sich entschieden, landete die Scheibe hinter dem Tor der Dogs. Die Defensive versäumte es, den Puck aus der Gefahrenzone zu befördern. Stattdessen eroberten die Mammuts die Scheibe, spielten in den Slot, wo Lucas Spindler mit der Rückhand Richtung Tor schoss. Gottschalk fälschte den Puck entscheidend ab – 1:0. Fünf Minuten später durften auch die Fans aus der Kugellagerstadt jubeln: Tomas Cermak packte nach Pass von Petr Pohl einen satten Schuss aus und beförderte den Puck wuchtig im Tor von Blankenburg unter – 1:1 bei eigener Überzahl. Wenig später bot sich den Mighty Dogs die große Chance zur Führung, doch erneut war an Blankenburg kein Vorbeikommen. Stattdessen folgte der Konter der Mammuts, bei dem Lucas Kleider Lukas Skvarek nur mit einem Foul stoppen konnte – Penalty für Schongau. Skvarek ließ Pöhlmann keine Chance und brachte die Mammuts wieder in Führung. Wenige Augenblicke vor der zweiten Pause setzte Dominik Krabbat noch einen drauf und erhöhte auf 3:1 für die Hausherren.

Im letzten Spielabschnitt mussten die Mighty Dogs somit einen Zwei-Tore-Rückstand aufholen, und das Unterfangen begann durchaus hoffnungsvoll. Nach weiteren Chancen war es in der 47. Minute Josef Dana, der mit dem sogenannten Bauerntrick auf 3:2 verkürzte. Die Hoffnung auf den schnellen Ausgleich keimte auf – und sollte sich nur zwei Minuten später erfüllen. Tomas Cermak erzielte nach Vorarbeit von Neuzugang Arturs Homjakovs und Kristers Donins den umjubelten 3:3-Ausgleich. Doch anstatt auf die erstmalige eigene Führung zu drängen, setzte Interimscoach Ty Morris der Mammuts den wohl entscheidenden Impuls des Abends direkt nach dem 3:3: Er nahm umgehend eine Auszeit, um seine Mannschaft neu einzustellen. Dies zeigte Wirkung, denn erneut war es Dominik Krabbat, der für die Mammuts traf und die abermalige Führung herstellte. Diese gaben die Schongauer nicht mehr aus der Hand. Sieben Minuten vor dem Ende erhöhte Lukas Skvarek mit seinem zweiten Treffer des Abends auf 5:3. Nach dem Gegentor nahm das Trainerteam der Mighty Dogs Leon Pöhlmann aus dem Tor und brachte Benny Roßberg ins Spiel. Am Ende stand ein 5:3-Erfolg für die Mammuts auf der Anzeigentafel, der letztlich nicht unverdient war.

Für die Mighty Dogs ging es zwar ohne Punkte zurück nach Unterfranken, dennoch konnte man dank der Niederlagen von Königsbrunn, Ulm und Miesbach einmal durchatmen und den zweiten Tabellenplatz behaupten. Am Sonntag kommt dann Tabellenletzter Burgau in den Icedome, der voraussichtlich von rund 50 bis 100 Eisbärenfans unterstützt wird. Auch wenn es tabellarisch nach einer klaren Angelegenheit für die Mighty Dogs aussieht, wartet erneut eine schwere Aufgabe. Das Hinspiel allein dürfte Warnung genug sein oder man schaut auf das Ergebnis vom Freitag Abend zwischen dem ESV Burgau und dem ESC Kempten. Vor allem die teils schön herausgespielten Chancen müssen konsequenter genutzt werden – dann könnte es am Sonntagabend wieder heißen: Die Mighty Dogs fahren drei Punkte ein!

Statistik:
TORE
Stand Zeit Team Torschütze 1. Assist 2. Assist
1:0 30:19 EAS Gottschalk G. Spindler L. Skvarek L.
1:1 34:13 ERVS Cermak T. (5-4) Pohl P.
2:1 37:04 EAS Skvarek L. (PEN)
3:1 38:36 EAS Krabbat D. Munzig M.
3:2 46:43 ERVS Dana J. Asmus A. Alksnis D.
3:3 48:24 ERVS Cermak T. Donins K. Homjakovs A.
4:3 52:10 EAS Krabbat D.
5:3 53:00 EAS Skvarek L. Zimmer A. Moor D.

Strafminuten: Schongau 4 Minuten / Schweinfurt 4 Minuten

Zuschauer: 277 im Stadion

Highlights & Pressekonferenz: https://www.sprade.tv/de/game/11921/schongau-mammuts-vs-schweinfurt-mighty-dogs

Comments

No comments yet. Why don’t you start the discussion?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert