Ordentliche Leistungen helfen nichts: Die Oberndorfer Faustball-Teams verlieren alle vier Bundesligaspiele des Wochenendes

Ordentliche Leistungen helfen nichts: Die Oberndorfer Faustball-Teams verlieren alle vier Bundesligaspiele des Wochenendes

SCHWEINFURT – Der TV Schweinfurt-Oberndorf hat in der 1. Faustball-Bundesliga am vergangenen Samstag ein intensives, hochklassiges Heimspiel gegen den TV Stammheim mit 2:5 aus der Hand geben müssen.

In einer gut gefüllten Halle boten beide Mannschaften ein Duell auf Augenhöhe, das über weite Strecken von langen Ballwechseln und starken Aktionen auf beiden Seiten geprägt war.

Schon der erste Satz zeigte, dass sich die Zuschauer auf ein Faustballspiel der besseren Sorte freuen durften: Mit 11:9 setzte Oberndorf ein erstes Ausrufezeichen. Oliver Bauer und Robin Göttert leiteten im Angriff zahlreiche druckvolle Aktionen ein, während Janne Habenstein, Robin Treuheit und Fabian Sagstetter in der Abwehr früh die nötige Stabilität fanden. Der nach Stammheim gewechselte Star-Angreifer Gabriel Heck konnte noch keinerlei Akzente setzen und Oberndorf war von vorn herein gut im Spiel.

Doch Stammheim antwortete prompt. Der zweite Durchgang (10:12) kippte erst in der Schlussphase trotz Satzbällen für den TVO zugunsten der Gäste. Oberndorf blieb unbeeindruckt und holte sich mit 11:9 den dritten Satz – ein erneuter Beleg für die starke Anfangsleistung der Hausherren.

Ab Satz vier jedoch verlagerte sich das Momentum zunehmend auf die Seite der Gäste. Stammheim agierte variabler und setzte Oberndorf immer häufiger unter Druck. Oberndorf hielt im vierten Satz (9:11) gut dagegen, hatte in der Satzmitte die Nase vorn, doch in der Schlussphase hatte man wiederholt kein Glück.

Im fünften Satz das selbe Spiel. Nach einem guten Satzstart und einem wilden Hin und her schon wieder Satzbälle auf Seiten der Oberndorfer, doch auch hier fehlte das letzte Quäntchen Glück oder Konsequenz, den Sack zuzumachen. Am Ende hieß es 10:12. Darauf hin kam ein großer Bruch in das Spiel der Oberndorfer. Viele leichtsinnige Fehler standen einer Aufholjagd im Weg und Stammheim nutzte seine Chancen gnadenlos. Auch der Brasilianer Heck war nun besser im Spiel und konnte nun vermehrt punkten.

Vor dem letzten Satz musste der TVO verletzungsbedingt wechseln: Für den bis dahin stark spielenden Oliver Bauer kam Nicolas Bitsch ins Angriffsspiel. Trotz frischer Impulse gelang es jedoch nicht, den Trend nochmals zu drehen. Stammheim nutzte die nun vermehrten Unsicherheiten konsequent aus und sicherte sich den siebten Satz mit 11:8 sowie den 5:2-Gesamterfolg.

Oberndorf zeigte über fünf Sätze hinweg eine sehr starke und konzentrierte Leistung, kann mit 3:1 in Führung gehen und dann das Spiel gestalten, musste sich aber nach einem intensiven Schlagabtausch dem stabileren Schlussspurt der Gäste beugen. Eine bittere Niederlage, die nun den Abstiegskampf eingeleitet hat.

Dieser setzte sich am Sonntag beim TV 1865 Waibstadt fort, bei dem die Schweinfurter eine intensive und bis tief in den neunten Satz spannende Auswärtsniederlage in der 1. Bundesliga Süd hinnehmen mussten. Am Ende setzten sich die Gastgeber mit 5:4 Sätzen durch (15:13, 12:10, 6:11, 12:10, 5:11, 4:11, 11:13, 11:6, 11:6).

Trotz der hohen Belastung vom Vortag – einem kräftezehrenden Duell gegen den TV Stammheim – präsentierten sich die Schweinfurter über weite Strecken als spielbestimmende Mannschaft. Schon in den ersten beiden Sätzen erspielte sich der TVO klare Führungen und mehrfach Satzbälle, doch wie schon am Samstag fehlte die Kaltschnäuzigkeit in der Crunchtime. Beide Durchgänge gingen erneut in der Verlängerung verloren und sorgten für einen bitteren Start aus Sicht der Gäste.

Im dritten Satz zeigte Oberndorf eine deutliche Reaktion. Mit druckvollem Angriffsspiel und einer stabilen Defensive dominierte das Team und verkürzte verdient. Waibstadt blieb jedoch stets gefährlich, allen voran die Angreifer Maximilian Brandt und Lucas Kiermeier, die immer wieder mit kraftvollen und variablen Schlägen punkteten. Erst als der TVO im Verlauf taktische Umstellungen vornahm und auf allen Positionen auf dem Platz rotierte, bekam man den gegnerischen Angriff besser in den Griff. Die damit verbundene Unruhe innerhalb der eigenen Formation entwickelte sich wie erhofft zum Vorteil, da Waibstadt zunehmend aus dem Rhythmus geriet.

Der vierte Satz spiegelte den Verlauf der Anfangsphase wider: Oberndorf war erneut das aktivere Team, erspielte sich Satzbälle, konnte diese aber zum dritten Mal nicht verwandeln und musste sich wieder in der Verlängerung geschlagen geben. Die Antwort darauf fiel jedoch eindrucksvoll aus. In Satz fünf und sechs präsentierte sich der TVO in bestechender Form, dominierte Waibstadt in allen Mannschaftsbereichen und gewann beide Durchgänge klar.

Auch in Satz sieben bestätigte die Mannschaft ihre spielerische Überlegenheit. Mit viel Energie, starken Abwehraktionen und konsequenten Angriffen sicherte sich Oberndorf diesen umkämpften Satz mit 13:11 und stellte verdient auf 4:3. Bis zu diesem Zeitpunkt war es ein Duell auf hohem Niveau, in dem die Schweinfurter über große Strecken die Initiative übernahmen. Dennoch blieb die Partie umkämpft, und einige unglückliche Schiedsrichterentscheidungen in engen Momenten verhinderten, dass der TVO sich noch deutlicher absetzen konnte.

In den letzten beiden Sätzen jedoch wurde der Kräfteverschleiß aus zwei intensiven Spielen innerhalb von 24 Stunden deutlich sichtbar. Waibstadt nutzte diesen körperlichen Einbruch konsequent aus, setzte sich in beiden Sätzen schnell mit mehreren Punkten ab und hielt den Druck konstant hoch. Oberndorf fand keine Mittel mehr, um die Rückstände noch einmal zu drehen, sodass die Gastgeber mit zwei klaren 11:6-Sätzen das Spiel für sich entschieden.

Trotz der 4:5-Niederlage zeigte der TV Schweinfurt-Oberndorf über weite Strecken eine gute Leistung und war über die ersten sieben Sätze hinweg die spielbestimmende Mannschaft. Doch in den wichtigen Phasen am Satzende wurden nicht konsequent zu Ende gespielt. „Wir haben in den letzten zwei Tagen viele Chancen und vor allem Satzbälle liegen lassen“, resümiert Robin Göttert nach dem Spiel gegen Waibstadt. „Können wir diese Sätze besser zu Ende spielen, dann hätten wir jetzt vielleicht vier Punkte mehr auf dem Konto.“

Nach einer Woche Spielpause folgt das letzte Spiel vor der Weihnachtspause gegen Calw am 21.12..

Kader des Wochenendes: Oliver Bauer, Robin Göttert, Janne Habenstein, Robin Treuheit, Fabian Sagstetter, Cedric Sauter, Nicolas Bitsch
 
Heimspieltag der Frauen 1. Bundesliga Süd in Schweinfurt

Am 07.12.2025 fand in der Georg-Wichtermann-Halle erneut ein Heimspieltag der Frauenmannschaft des TV Schweinfurt-Oberndorf in der 1. Bundesliga Süd statt.

Im ersten Spiel traf der TV SW-Oberndorf auf den TSV Calw. Die Mannschaft startete mutig in die Partie, probierte viel an der Aufstellung und spielte phasenweise gut mit. Dennoch reichte es nicht, um Calw ausreichend in Bedrängnis zu bringen.

Mit 0:3 Sätzen (1:11, 10:12, 8:11) musste sich der TVO geschlagen geben. Besonders im zweiten Satz zeigte das Team, dass es durchaus in der Lage ist, Druck aufzubauen und sich Chancen zu erarbeiten.

Auch im zweiten Spiel gegen den TV Unterhaugstett setzte der TVO auf neue Konstellationen und versuchte, frische Impulse zu setzen. Trotz guter Aktionen und engagierter Phasen gelang es nicht, die Gegnerinnen ins Wanken zu bringen. Unterhaugstett entschied die Begegnung mit 3:0 Sätzen (11:8, 11:7, 11:3) für sich.

Insgesamt konnte der TV Schweinfurt-Oberndorf an diesem Heimspieltag leider keinen Satz für sich verbuchen. Dennoch zeigte die Mannschaft Einsatz, Mut zu Veränderungen und gute Sequenzen, auf denen in den kommenden Spielen aufgebaut werden kann.

Kader: Lara Hoyer, Franziska Dietel, Sandra Schmitt, Katharina Treuheit Gnädig, Ursina Sagstetter und Amelie Sagstetter

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