OBERSCHWARZACH / WIEBELSBERG – Im Jahr eins nach den ewigen Zeiten unter den Spielertrainern Simon Müller und Alexander Gress mischt die SG Oberschwarzach/Wiebelsberg erstmals nicht oben in der Tabelle der Bezirksliga mit.
20 Punkte nach 17 der 30 Partien bedeuten in der Winterpause Relegationsrang 13. Nach nur zwei Niederlagen aus den letzten neun Spielen vor der Winterpause ist das rettende Ufer jedoch nah. Zudem steht die SG im Kreispokal-Finale am 1. Mai gegen den TSV Bergrheinfeld.
www.mainfranken.news sprach zur Pause mit dem neuen Spielertrainer Luca Schmitt, der an der Linie von Christian Lohrey unterstützt wird. Der 24 Jahre alte Schmitt ist mit vier Toren neben Alexander Gress (auch 4) und Sven Friedrich (6) zudem einer der treffsichersten Akteure.
10 Punkte sind perfekt, deren 0 der Oberflop. Wie bewertet Ihr Eure erste Saisonhälfte – und warum?
Luca Schmitt: Ich würde uns eine 5-6 geben aktuell. Der Trend ist aber aufsteigend. Es war zu erwarten, dass nicht alles auf Anhieb laufen wird. Wir haben bislang vor allem am Anfang der Saison zu viel liegen lassen.
Welches war das bisher beste Spiel und welches das schlechteste? Und jeweils: Warum?
Luca Schmitt: Ich kann jetzt kein Spiel hervorheben. In den Wochen ab Rödelmaier waren viele sehr gute Spiele dabei, zuvor gab es aber auch Spiele, die gut waren. Das schlechteste Spiel war gegen Ettleben/Werneck – wir haben an dem Tag bei der 0:5-Niederlage alles missen lassen.
Was hat Euch bisher in der Liga am meisten überrascht?
Luca Schmitt: Dass die Liga sehr eng ist. Vier Mannschaften mit 20 Punkten, es ist alles sehr eng und wird spannend bis zum letzten Spieltag.
Wer ist für Dich der Spieler der Hinrunde: Bei Euch und in der Liga?
Luca Schmitt: Ich möchte keinen Spieler bei uns nennen, das Wichtigste ist, ein Team auf dem Platz zu sein. Von anderen Teams hat jeder gute Kicker in den Reihen, sehr stark gegen uns war Luke Barget vom TSV Aubstadt.
Nach dem letzten Spieltag 2026 steht Ihr auf welchem Platz und erreicht den genau dann, wenn was passiert?
Luca Schmitt: Das Wichtigste ist, dass wir unsere Form nach der Pause weiter auf den Platz bringen, dann sind wir alle sehr zuversichtlich. Ziel muss es sein, erstmal mit den Abstieg nichts mehr zutun zu haben, und wir wollen unser Ziel vor der Saison, einstelliger Tabellenplatz, am Ende erreichen.
Was war für Dich DER außergewöhnlichste Moment der ersten Halbserie?
Luca Schmitt: Das Spiel gegen Trappstadt – das im Nachhinein ordentliche Schlagzeilen gemacht hat.
(Anm.d.Red.: Der Oberschwarzacher Jonas Edwards wurde rassistisch beleidigt.)
Und der Einzug ins Pokalfinale, vor allem das Halbfinale in Ebelsbach mit 13 Leuten, bei denen einige angeschlagen waren und jeder an seine Grenze ging.
Bei welchem Auswärtsspiel hat´s Euch am besten gefallen und bei welchem Heimspiel waren die Gegner besonders gesellig?
Luca Schmitt: Beim Auswärtsspiel würde ich stand heute Rödelmaier sagen, und beim Heimspiel war Großbardorf am geselligsten.
Wird sich den Winter über im Kader etwas verändern?
Luca Schmitt: Wir haben zwei Neuzugäne. Bastian Haupeltshofer kommt von der SG Heidenfeld/Hirschfeld. Von unserer zweiten Mannschaft ziehen wir Lars Müller nach oben.
Wirst Du als Trainer über den nächsten Sommer hinaus weiter machen? Wenn nein, was hast Du vor und wer wird Dein Nachfolger?
Luca Schmitt: Ich und mein Co-Trainer Christian Lorey haben beide verlängert. Wir freuen uns weiter mit dem Team arbeiten zu dürfen.
Wie schaut das Testspiel-Programm aus, gegen wen geht es um Punkte wieder los?
Luca Schmitt: Wir spielen gegen Grettstadt, Volkach, Birkenfeld und Zeil am Main. Los geht es dann vermutlich gegen Essleben, außer unser Nachholspiel bei Großbardorf 2 wird noch vorher angesetzt.
Thema Nationalmannschaft: Sind Nagelsmanns Jungs auf dem Weg, um 2026 Weltmeister zu werden?
Luca Schmitt: Ich denke ,um Weltmeister zu werden, wird es noch nicht reichen, aber generell befindet sich unsere Nationalmannschaft auf einen guten Weg.
Sollte man per Gesetz beschließen, beim FC Bayern München die Punkte zu halbieren, damit die Bundesliga wenigstens ein bisschen spannend wird?
Luca Schmitt: Dieses Jahr sind die Bayern in einer starken Verfassung. Die letzten Jahre haben aber auch gezeigt dass sie Federn lassen können.
Was muss man beim 1. FC Schweinfurt 05 machen, damit sich die Schnüdel mal etablieren können im Profifußball?
Luca Schmitt: Dazu kann und möchte ich nichts sagen!
Wir danken für das Gespräch und wünschen alles Gute!
















