LANDKREIS WÜRZBURG – Hecken sind wertvolle Lebensräume im Siedlungsbereich wie in der freien Landschaft. Damit sie ihre Funktion als ökologisches Rückgrat für Vögel, Insekten und Kleinsäuger erfüllen können, ist eine fachgerechte und naturnahe Pflege unerlässlich.
Um das Wissen in den Kommunen zu stärken, bot die Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege des Landkreises Würzburg Bauhofschulungen zur ökologischen Heckenpflege an – mit großer Resonanz. 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Städten, Märkten und Gemeinden des Landkreises Würzburg nahmen teil – ein Beleg dafür, dass das Thema zunehmend an Bedeutung in den Kommunen gewinnt.
Theorie und Praxis für mehr Biodiversität in der kommunalen Pflege
Kreisfachberaterin Jessica Tokarek vermittelte in mehreren Vorträgen, warum Hecken für die Biodiversität so bedeutsam sind, welche gesetzlichen Rahmenbedingungen gelten und wie kommunale Bauhöfe durch eine angepasste Pflege langfristig artenreiche Strukturen bewahren. Dazu gehörten Empfehlungen zu Schnittzeitpunkten, geeigneten Techniken, naturnaher Pflanzenauswahl sowie zum Umgang mit Altstrukturen.
Ein besonders praxisnaher Teil der Schulung war die Übung direkt an der Hecke unter der Anleitung des geprüften Natur- und Landschaftspflegers Martin Stula. Dabei trainierten die Teilnehmer mit eigenen Geräten und persönlicher Schutzausrüstung Schnittführung, Artenkenntnis und den sicheren Umgang mit Werkzeugen. Um möglichst vielen Kommunen die Teilnahme zu ermöglichen, wurden die Schulungen an drei Terminen in Kürnach, Bieberehren und Geroldshausen angeboten.
Auf dem Bild: Orange leuchtet die Artenvielfalt: Bauhofmitarbeiter aus dem Landkreis Würzburg beim Übungseinsatz im Gelände.
Foto: Jessica Tokarek

