SCHWEINFURT / LANDKREIS SCHWEINFURT – Der Zweckverband Interkommunaler Gewerbepark Conn Barracks, bestehend aus den Gemeinden Geldersheim und Niederwerrn sowie Stadt und Landkreis Schweinfurt, hat die Verhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) erfolgreich abgeschlossen.
Und hat nun das ehemalige Kasernenareal erworben. Damit wurde die Grundlage für die Weiterentwicklung zu einem Industrie- und Gewerbegebiet sowie für das vom Freistaat Bayern initiierte KI-Projekt „Blue Swan“ geschaffen. Der notarielle Grundstückskaufvertrag über das rund 183,5 Hektar große Areal bedarf noch der Zustimmung der Gremien auf Seiten des Bundes.
Oberbürgermeister Sebastian Remelé, Verbandsvorsitzender des ZRF, erklärte nach der Vertragsunterzeichnung am 28. November 2025: „Mit dem Eigentumserwerb durch den Zweckverband legen wir den Grundstein dafür, dass die Region Schweinfurt zu einem starken Standort für KI und Zukunftstechnologien werden kann.“
Larissa Komnick von der BImA betonte, dass es nun in der Hand des Zweckverbandes liege, das Areal in ausgezeichneter Lage zügig städtebaulich zu entwickeln und neu zu ordnen.
Details zur Entwicklung und zum Projekt „Blue Swan“
Erworbene Fläche: Rund 183,5 Hektar mit militärischer Vornutzung. Ein Teilbereich im Nordwesten verbleibt im Eigentum des Bundes, unter anderem für die Nutzung als ANKER-Einrichtung.
Geplanter Gewerbepark: Das Gelände soll in den kommenden Jahren in mehreren Entwicklungsschritten zu einem Gewerbepark mit rund 91 Hektar entwickelt werden.
Kommunale Steuerung: Landrat Florian Töpper hob hervor, dass durch die kommunale Zusammenarbeit die Grundlage für eine sehr großflächige gewerbliche Entwicklung geschaffen wurde. Bürgermeister Thomas Hemmerich (Geldersheim) betonte, dass der Erwerb die kommunale Steuerung der Flächenentwicklung und straffe Planungsabläufe sichere.
Projekt „Blue Swan“: Der Kauf schafft eine wichtige Voraussetzung für das vom Freistaat Bayern verfolgte Vorhaben einer möglicherweise EU-geförderten KI-Gigafactory. Die Förderentscheidung der EU wird im 1. Halbjahr 2026 erwartet.
Strategische Bedeutung: Unabhängig von der EU-Entscheidung strebt der Freistaat Bayern die Realisierung eines großen Rechenzentrums in den Conn Barracks an und verfolgt damit die Umsetzung seiner Hightech-Agenda. Bürgermeisterin Bettina Bärmann (Niederwerrn) kommentierte, dass der Erwerb des Geländes neue Perspektiven für die Region schaffe.
Der Zweckverband Interkommunaler Gewerbepark Conn Barracks zeigte das Kaufinteresse bereits im Jahr 2022 im Rahmen des kommunalen Erstzugriffs an.
Auf dem Bild – sitzend von links nach rechts: Landrat Florian Töpper, Verbandsvorsitzender Oberbürgermeister Sebastian Remelé, Larissa Komnick (BImA), Notarin Bianca Muschel; stehend von links nach rechts: Frank Deubner (Geschäftsleitung des Zweckverbands), Bürgermeisterin Bettina Bärmann, Bürgermeister Thomas Hemmerich, Otto Mayr (BImA), Christian Boll (BImA), Tobias Blesch (Geschäftsleitung des Zweckverbands)
Foto: Kristina Dietz, Stadt Schweinfurt

