Pflegekonferenz Kitzingen berät zentrale Herausforderungen der regionalen Pflegeversorgung

Pflegekonferenz Kitzingen berät zentrale Herausforderungen der regionalen Pflegeversorgung
Foto: Benno Schwab

STADT UND LANDKREIS KITZINGEN – Am 20. November 2025 kam die Pflegekonferenz Kitzingen zu ihrer zweiten Sitzung im großen Sitzungssaal des Landratsamtes zusammen.

Rund fünfzig Vertreterinnen und Vertreter aus Pflegeeinrichtungen, ambulanten Diensten, Pflegekassen, Beratungsstellen, Kommunalpolitik, Verwaltung, Klinikum, Gesundheitsamt und weiteren relevanten Institutionen folgten der Einladung von Landrätin Tamara Bischof. Die breite Beteiligung unterstreicht den hohen gesellschaftlichen Stellenwert der Pflege und die Notwendigkeit gemeinsamer Lösungen angesichts wachsender Herausforderungen.

Zu Beginn stellten sich die beiden Geschäftsführerinnen der neu gegründeten GesundheitsregionPLUS, Frau Schlereth und Frau Schitz, dem Gremium vor. Sie erläuterten die zukünftigen Aufgaben des Verbundes und machten deutlich, wie eng die Themen mit der Arbeit der Pflegekonferenz verzahnt sind. Ab 2026 wird die GesundheitsregionPLUS die Organisation der Pflegekonferenz übernehmen. Die dafür angepasste Geschäftsordnung wurde einstimmig verabschiedet.

Ein zentrales Thema der Sitzung war der dringende Pflege(fach)kräftemangel, der bundesweit wie regional zu den größten sozialpolitischen Herausforderungen zählt. Herr Tobias Konrad und Frau Melanie Ziegler von WIRKOMMUNAL stellten das in Würzburg entwickelte Projekt „Schülerinnen und Schüler für die Pflege begeistern“ vor. Das Programm setzt frühzeitig bei Jugendlichen der 8. und 9. Jahrgangsstufen an und zeigt Perspektiven der generalistischen Pflegeausbildung auf. Die Pflegekonferenz Kitzingen plant, dieses Angebot künftig auch für den Landkreis zu etablieren.

Ergänzend berichtete Frau Ute Döblinger vom Pflegestützpunkt über die Arbeit der Unterarbeitsgruppe „Fachkräftemangel“, die sich nach der ersten Sitzung formiert hatte. Gemeinsam mit Leitungskräften aus der Pflege, politischen Vertreterinnen und Vertretern sowie Mitarbeitenden des Landratsamts wurden konkrete Handlungsoptionen identifiziert. Erste Empfehlungen werden nun an das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention übermittelt.

Die zweite Unterarbeitsgruppe „Ambulante Dienste“ arbeitete in mehreren Treffen an strukturellen Fragestellungen, die ambulante Pflegedienste ebenso wie Tagespflegeeinrichtungen betreffen. Dabei standen vor allem Versorgungsstrukturen, Schnittstellenprobleme und die Bewältigung des steigenden Bedarfs im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden betonten, wie wertvoll der regelmäßige Austausch über Organisationsgrenzen hinweg ist, um pragmatische Lösungswege zu entwickeln.

Zum Abschluss dankte Landrätin Bischof allen Beteiligten für ihre engagierte Arbeit, insbesondere den Vertreterinnen und Vertretern aus der direkten Pflegepraxis. Die Fortführung der Arbeitsgruppen unterstreicht den Anspruch, regionale Versorgungsstrukturen aktiv weiterzuentwickeln und gesellschaftlich relevante Zukunftsfragen der Pflege gemeinsam anzugehen. Die nächste Sitzung der Pflegekonferenz ist für November 2026 vorgesehen.

Auf dem Bild: Die beiden Geschäftsführerinnen der neu gegründeten GesundheitsregionPLUS, Frau Schlereth und Frau Schitz, stellen sich dem Gremium vor.
Foto: Benno Schwab

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