LANDKREIS WÜRZBURG – Bei einer Feierstunde im Landratsamt Würzburg wurden verdiente Persönlichkeiten aus dem Landkreis Würzburg für ihr außergewöhnliches gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet.
Neben vier Kommunalen Dankurkunden des Freistaats Bayern überreichte Landrat Thomas Eberth im Namen des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz an Stefanie Walter aus Uettingen.
Höchste Ehre für selbstlose Fürsorge und Mitmenschlichkeit
Informell oft als Bundesverdienstkreuz bezeichnet, ist die Verdienstmedaille des Verdienstordens die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik Deutschland für besondere Dienste um das Gemeinwohl ausspricht. Stefanie Walter pflegt seit mehr als zehn Jahren in aufopfernder und selbstloser Weise ihre mit dem Down-Syndrom geborene Schwägerin.
Ihr täglicher Einsatz sei geprägt von Geduld, Stärke und tiefer Mitmenschlichkeit, würdigte Landrat Thomas Eberth Stefanie Walters Leistung. Ihr Engagement gehe weit über ein familiäres Pflichtgefühl hinaus. „Gerade in einer Zeit, in der vieles laut und schnell ist, zeigt Stefanie Walter, was stille Größe wirklich bedeutet: Verantwortung übernehmen, ohne große Bühne und ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Dieses tägliche Wirken im Verborgenen, getragen von Mitmenschlichkeit und Hingabe, ist ein Fundament unseres gesellschaftlichen Miteinanders und verdient höchste Anerkennung“, so der Landrat.
Verantwortung übernehmen – stets am Gemeinwohl orientiert
Außerdem verlieh er die Kommunale Dankurkunde für langjährige Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung an Bettina Bötsch aus Rimpar, Ernst Merz aus Giebelstadt, Ute Schnapp aus Veitshöchheim und Gotthard Väth aus Leinach. Sie alle engagieren sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich in den politischen Gremien ihrer Märkte und Gemeinden und bilden damit nicht weniger als das Fundament der Demokratie, lobte Landrat Thomas Eberth. Immer wieder werben die Mitglieder der Gemeinderäte um das Vertrauen ihrer Mitmenschen, um an entscheidender Stelle ihr unmittelbares Umfeld zu gestalten. Die Aufgabenstellungen seien dabei oft komplex und schwierig, Lob erhalte man selten.
„In den Gemeinden entscheidet sich, wie wir wohnen, wie wir arbeiten, wie wir aufwachsen und wie wir alt werden. Es geht um sauberes Wasser und sichere Wege, um Räume für Begegnung, für Bildung, für Kultur – und um Hilfsangebote für Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Genau an diesen Stellen braucht es Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen“, richtete sich Eberth an die Würdenträgerinnen und Würdenträger. Mit Blick auf die anstehenden Wahlen am 8. März 2026 warb er bei den Anwesenden, diesem guten Beispiel nachzueifern.
Für mehr als 18 Jahre ehrenamtliches Engagement in der kommunalen Selbstverwaltung ehrte Landrat Thomas Eberth mit der Kommunalen Dankurkunde des Freistaats Bayern:
Bettina Bötsch engagiert sich seit vielen Jahren im Marktgemeinderat von Rimpar. Sie gehörte dem Gremium bereits von 2005 bis 2008 an und ist seit 2010 erneut durchgehend Mitglied des Marktgemeinderats.
Ernst Merz ist seit 2007 Mitglied des Marktgemeinderats Giebelstadt und seit 2024 zudem dritter Bürgermeister der Marktgemeinde.
Ute Schnapp ist seit 2006 Mitglied des Gemeinderats in Veitshöchheim und engagiert sich in zahlreichen Ausschüssen wie dem Haupt-, Werk- und Ferienausschuss, dem Personalausschuss sowie dem Rechnungsprüfungsausschuss. Zudem war sie Fraktionssprecherin der SPD und Referentin für Jugend und Familie.
Gotthard Väth ist seit 2007 Mitglied des Gemeinderats Leinach und war im Rechnungsprüfungsausschuss aktiv, dessen Vorsitz er von 2010 bis 2020 innehatte. Seit 2020 ist er zudem als Senioren- und Behindertenbeauftragter tätig.
Auf dem Bild: Ernst Merz (von links), Bettina Bötsch, Gotthard Väth und Ute Schnapp erhielten die Kommunale Dankurkunde des Landkreises Würzburg für ihr langjähriges Engagement in der kommunalen Selbstverwaltung. Stefanie Walter (Zweite von rechts) wurde von Landrat Thomas Eberth (rechts) mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für die langjährige Pflege ihrer mit dem Down-Syndrom geborenen Schwägerin ausgezeichnet.
Foto: Christian Schuster

