SCHWEINFURT – Die neunzehnte Poetry Slam Saison geht zu Ende und das Jubiläumsjahr naht für Verastalter und Moderator Manfred Manger. Vor der Jubiläumsfeier am 3. Oktober 2026 im ev. Gemeindehaus wird dort aber zunächst am 27.02.26 der „Highlander – Da Saisonfinale“ ausgetragen werden, bei dem aus allen monatlichen Champions der Saison, der Stadtmeister oder die Stadtmeisterin ermittelt wird.
Der letzte Champion hierfür wird im Dezember gekürt werden. Neben der Frankenszene ist dabei die Slamszene Karlsruhe zur Gast. Das LineUp zum Jahresende liest sich, als wäre es schon der „Highlander“ selbst. Zudem ist beim letzten Slam der Saison die letzte Chance, vor Ort in der Disharmonie ein Early Birdticket zu erwerben (ermäßigt und ohne Vorverkaufsgebühren).
Mit Karlsruhe verbindet das Slampublikum natürlich den Landesmeister Baden Württemberg 2016 (kurz: BW-Meisterschaften) Stefan Unser, der sich selbst als Menschen-Zoologe und Welterklärer auf der Suche nach intelligentem Leben sieht. Seine Auftritte sind so scharfsinnig und wunderbar, dass er 2024 vom Publikum zum Stadtmeister Schweinfurts gekürt wurde.
Erstmals in Schweinfurt reisen mit ihm Anna Filipak (Tübingen) und Adrian Mulas (Karlsruhe) an. Anna Filipak, Lehramtsstudentin für Deutsch und Französisch, zog es mit sechzehn aus dem Lockdown heraus auf die U20 Bühne der Szene, wie sie meint, „zur Erleichterung meiner Familie“, konnte sie doch nun ihre Texte einem breiten Publikum präsentieren. Immerhin so erfolgreich, dass sie 2024 im U20 Finale der BW-Meisterschaften stand und sich auch 2025 für die U20 BW-Meisterschaft qualifizierte.
Adrian Mulas hingegen studiert seit 2019 Physik und sucht dort nach dunkler Materie. Bis er irgendwas gefunden hat, will er dem besten schwarzen Kaffee Deutschlands hinterherjagen. Sein größter Einfluss sei Heinz Erhardt gewesen und so wundert es nicht, dass seine Texte oft leicht lyrisch angehaucht; mit Ironie, Wortwitz und Überspitzung geschrieben sind. Texte, die ihn bis ins Finale der BW-Meisterschaften 2023 führten.
Zu Gast ist neben Stefan Unser ein weiterer Teilnehmer der letzten Stadtmeisterschaft Schweinfurts, Wehwalt Koslovsky (Husum). Mit ihm ist die Bühne wieder „legendär“ besetzt. Er gewann nicht nur den ersten Slam Schweinfurts 2006, sondern weit zuvor 1998 bereits die deutschsprachigen Meisterschaften und wurde 2000 Weltmeister im Poetry Slam. So wundert es nicht, dass ihn manch einer „Legende“ nennt, manch anderer den „feuchten Traum des Bildungsbürgertums“ oder gar den „Mozart des Poetry Slams“.
„Klingt alles toll.“, meint Koslovsky dazu, „Ist alles Quatsch. Und die Wahrheit liegt, wie so oft, irgendwo dazwischen.“. Fest steht jedoch, mit über dreißig Jahren Bühnenerfahrung zählt Koslovsky zu den Pionieren der deutschsprachigen und europäischen Slam-Bewegung. Und ob mit oder ob ohne Slam: Seine Texte und seine Performances sind so einzigartig wie Fabergé-Eier. Und wer ihn einmal auf der Bühne in seinem Element erlebt hat, wird ihn wahrscheinlich nie vergessen.
Auch die die fränkische Szene ist renommiert besetzt. Mit Yannik Ambrusits (Würzburg) reist der deutschsprachige U20 Meister 2022 an, der in seinem ersten Ü20 Jahr 2023 gleich deutschsprachiger Trize-Meister wurde. Seitdem war er stets bei den großen Meisterschaften vertreten und stand vor kurzem erst im Oktober erneut in Chemnitz im Finale. Erstmals findet Sebastian Grau (Erlangen), Starter bei den Landesmeisterschaften Bayern 2025, seinen Weg nach Schweinfurt.
Bis zum 6. Dezember sind Mittwoch und Donnerstag in der Disharmonie von 12-16 noch Early Bird Tickets für den „Highlander“ im ev. Gemeindehaus erwerbbar. Oder abends beim letzten Slam der Saison.
Wer das Format nicht kennt: Poetry Slam, seit 2006 ausgetragen, ist die erfolgreichste und älteste literarische Serienveranstaltung der Stadt. Eine Publikumsjury bewertet die einzelnen Beiträge. Im finalen Stechen der drei Besten des Abends, wird vom Publikum der Sieger bzw. die Siegerin des Abends ermittelt und zum Saisonfinale im Februar 2026 eingeladen.
Die Preise des Abends kommen aus dem Publikum. Alle Zuschauer und Zuschauerinnen sind angehalten, ein kleines Präsent mitzubringen. Während der Veranstaltung werden die Preise klingelbeutelartig für die Trophäe der goldenen Dichterschlacht-Schüssel (ein goldener Sektkübel) eingesammelt.
Bewährt begleitet wird Manfred Manger von der Nürnberger DJane Lisa Smaragd, die für die musikalische Untermalung des Abends sorgt. Mit Witzigkeit, Raffinesse, Spontanität und Feinfühligkeit, findet sie zu jedem Text die passenden Töne für die Auf- und Abgänge der Slammer.
Der Kartenvorverkauf ist empfohlen, es werden aber immer auch Karten für die Abendkasse zurückgehalten. Die freie Platzwahl empfiehlt ebenfalls rechtzeitiges Erscheinen.
Samstag, 06.12.25 – 20.00 Uhr (Einlass 19.00)
Disharmonie Schweinfurt
Abendkasse (pauschal): 17 €
Vorverkauf Erwachsene: 12 € (zzgl. VVK-Gebühren)
www.disharmonie.de oder 0 97 21/2 88 95
Vorverkauf Schüler/Mitglieder von Poetry Slam Schweinfurt e.V. oder Disharmonie: 10 €
Ermäßigte Tickets direkt bei der Disharmonie oder online über die Slamhomepage (Kontaktformular) www.poetryslamschweinfurt.de
Lediglich reservierte Karten sind eine Woche vorher abzuholen oder verfallen.
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