STADTLAURINGEN – Ende Oktober fand im Schüttbau in Stadtlauringen die Abschlussveranstaltung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) statt. Damit wurde ein bedeutender Meilenstein der Ortsentwicklung offiziell abgeschlossen.
Im Rahmen des ISEK wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die Stadtlauringen nachhaltig geprägt und die Attraktivität der Ortsmitte deutlich gesteigert haben. Ziel des Programms war es, die Lebensqualität im Altort zu sichern, die Ortsmitte zu beleben und den öffentlichen Raum funktional wie gestalterisch aufzuwerten.
Es wurde ein Rückblick auf die abgeschlossenen Projekte gegeben und ein Ausblick auf kommende Aufgaben formuliert.
Zu den wichtigsten Stationen der Entwicklung zählen:
- Sanierung der Amtskellerei (2001–2007)
- Neugestaltung von Vorstadt und Unterhof (2005)
- Neuordnung und Aufwertung des Marktplatzes (2009–2010)
- Sanierung von Marktplatz 13 zur Gaststätte (2010–2011)
- Errichtung des Therapiezentrums „Ort schaff t Mitte“ (2011 –2013)
- Sanierung des Rathauses (2017–2020)
- Neubau der Oberlandpraxis und Apotheke (2016–2017)
- Erneuerung des Kirchplatzes und der Ortsdurchfahrt (2016–2019)
- Anbau der Kindertagesstätte (2018 und 2024)
Begleitet wurden die baulichen Maßnahmen durch zahlreiche Veranstaltungen und Auszeichnungen, wie etwa die Unterfränkischen Kulturtage 2019 und die Verleihung des Europäischen Dorferneuerungspreises 2016, die die Entwicklung des Marktes weit über die Region hinaus bekannt machten.
Die umfangreiche Ortsentwicklung wurde in den vergangenen Jahren maßgeblich durch Mittel der Städtebauförderung unterstützt. Insgesamt wurden Projekte im Umfang von rund 12 Millionen Euro umgesetzt, davon 9,4 Millionen Euro förderfähig.
Die Fördermittel aus der Städtebauförderung von Land und Bund beliefen sich auf 6,75 Millionen Euro, ergänzt durch eine EU-Strukturfondsförderung in Höhe von 420.000 Euro. Insgesamt entstanden im Rahmen der Ortsentwicklung Kosten in Höhe von rund 15,7 Millionen Euro, von denen 14,35 Millionen Euro als förderfähig anerkannt wurden.
Darüber hinaus flossen ergänzende Fördermittel in das Projekt:
- Aus dem Entschädigungsfonds des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege wurden 1,21 Millionen Euro bereitgestellt.
- Weitere Fördermittel in Höhe von 1,64 Millionen Euro ergänzten die Finanzierung. Diese Förderkulisse bildete die Grundlage dafür, dass die ambitionierten städtebaulichen und denkmalpflegerischen Ziele des ISEK erfolgreich umgesetzt werden konnten.
Mit dem ISEK wurde zugleich ein umfassendes Entwicklungskonzept erarbeitet, das als Maßnahmenplan die Grundlage für zukünftige Projekte bildet. Darüber wurde das Sanierungsgebiet in Stadtlauringen erweitert, um weitere Bereiche der Ortsmitte in die Förderung einzubeziehen und die positiven Entwicklungen fortzuführen. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei auch die Unterstützung der privaten Eigentümer, die durch Beratung und Fördermöglichkeiten zur aktiven Mitgestaltung der Ortsentwicklung motiviert und unterstützt werden.
So kann Stadtlauringen heute auf eine erfolgreiche und nachhaltige Ortsentwicklung zurückblicken, die in den kommenden Jahren fortgeführt und weiterentwickelt werden soll.
Auf dem Bild: Geschäftsleiter des Marktes Stadtlauringen René Schäd, 2. Bürgermeister des Marktes Stadtlauringen Winfried Reß, Stadt- und Raumplanerin des Architektur- und Ingenieurbüros Perleth Leonie Kuhn, 3. Bürgermeister des Marktes Stadtlauringen Heiko Zimny
Foto: Architektur- und Ingenieurbüro Perleth

