SCHWEINFURT – Die Mighty Dogs werden immer stärker. So das Gefühl, ableitbar aber auch nach der Leistung am Freitrag mit im jeden Drittel einem Tor mehr, was zu einem grandiosen 6:0 gegen Landsberg führte.
Wen soll man alles herausheben? Sicherlich Tomas Cermak und Ilya Zheltakov, die an fünf der sechs Treffer beteiligt waren. Generell die erste Sturmreihe. Das Überzahlspiel mit diesmal drei Treffern. Aber auch die Abwehr und den Goalie Leon Pöhlmann, die aktuelle Nummer eins, dem ein Shut-Out gelang.
20 Mann standen im Kader der Schweinfurter, Korbinian Salzhuber, Samuel Lassen und Samuel Keck wurden wieder vom Nachwuchs der Selber Wölfe zur Verfügung gestellt, die übrigens zeitgleich ihr Oberliga-Derby vor übner 3500 Fans gegen Bayreuth verloren. Ein Etage höher waren es in Heilbronn fast 2000 Zuschauer, in Füssen auch über 1000. Oberliga in Schweinfurt? Ist das bald wieder möglich?
Am Sonntag jedenfalls reisen die Mighty Dogs als alleiniger Tabellenführer nach Königsbrunn, weil die Pinguine in Kempten nach Verlängerung verloren. Die Sharks aus dem Allgäu haben als Fünfter dennoch bereits neun Punkte Rückstand. Nur mal so erwähnt, weil es ja irgendwann um Heimrecht in der ersten Play-Off-Runde geht…
Diesen Freitag vor ordentlich über 1000 Fans spielten auch die Landsberger lange mächtig auf. Das wegweisende 2:0 von Georg Pinsack erzielten die Hausherren erst weit im zweiten Drittel. Dem folgte bald das vorentscheidende 3:0. Und im letzten Abschnitt brachen die Gäste dann ein.
Ein Blick an´s andere Ende der Tabelle: Die Eisbären aus Burgau kassierten mit 3:9 die zehnte dicke Pleite zuhause gegen Buchloe und sind punktlos Letzter bei einem Torverhältnis von minus 70. Daran sieht man, dass es auch schief gehen kann, wenn man den Aufstieg in eine neue Liga wagt…
Eishockey, Bayernliga: ERV Schweinfurt Mighty Dogs – HC Landsberg Riverkings: 6:0 (1:0, 2:0, 3:0)
Tore für Schweinfurt: 1:0 (09:51) Tomas Cermak (Ilya Zheltakov, Petr Pohl), 2:0 (35:03) Georg Pinsack (Collin Freibert, Dzerods Alksnis), 3:0 (38:17) Zheltakov (Kristers Donsis, Cermak – 5:4), 4:0 (52:23) Zheltakov (Alksnis, Cermak – 5:4), 5:0 (54:51) Pohl (Zheltakov, Donsis), 6:0 (57:40) Pohl (Zheltakov, Cermak – 5:4)
Strafminunten: Schweinfurt 10, Landsberg 16
Zuschauer: 1104
Und hier noch der offiziellöe Bericht der Mighty Dogs:
Mighty Dogs feiern souveränen Shutout-Erfolg gegen Riverkings
Am Freitagabend traten im Icedome die Riverkings aus Landsberg zum Duell an. Während beim ERV Schweinfurt Collin Freibert nach seiner Ausfallzeit wieder ins Geschehen eingreifen konnte und mit dem Förderlizenz-Trio aus Selb ein breiterer Kader zur Verfügung stand, reisten die Gäste mit einer vergleichsweise kurzen Bank von nur 15 Spielern an. In einer spielstarken Heimvorstellung glänzte vor allem Leon Pöhlmann, der seinen zweiten Shutout der laufenden Spielzeit feiern durfte.
Das erste Drittel begann für den ERV mit zahlreichen Chancen, die jedoch immer wieder vom starken Landsberger Schlussmann vereitelt wurden. Besonders die dritte Schweinfurter Reihe brachte viel Energie und Spielfreude aufs Eis. Nach knapp zehn Minuten kamen dann auch die Gäste zu einer druckvollen Phase – und das ausgerechnet in einer Situation, in der Pöhlmann ohne Schläger agieren musste. Die Mighty Dogs überstanden diese heikle Szene aber unbeschadet und fanden kurz darauf selbst die passende Antwort: Tomas Cermak brachte den ERV mit dem Treffer zum 1:0 in Führung.
Im zweiten Abschnitt kamen die Riverkings mit viel Tempo aus der Kabine und prüften Pöhlmann mehrfach, der jedoch gewohnt souverän blieb und alle Schüsse abwehrte. Zur Mitte des Spiels hätte Schweinfurt bereits erhöhen können, doch Cermak traf nur die Latte. Kurz darauf begann eine heiße Phase, als Landsberg gleich zwei Spieler auf die Strafbank verlor und der ERV in doppelte Überzahl kam. Die Scheibe lief gut, die Kombinationen waren sehenswert – aber das Glück im Abschluss fehlte, sodass die Gäste diese Druckphase überstanden. Doch das Momentum blieb beim ERV: Nur Sekunden nach Ablauf der Strafen fasste sich Georg Pinsack ein Herz, zog aus der zweiten Reihe ab, während Freibert dem Torhüter die Sicht nahm – 2:0. Anschließend war endlich auch die Powerplay-Formation erfolgreich: Ilya Zheltakov erhöhte mit einem Gewaltschuss auf 3:0.
Auch im dritten Drittel schlug Zheltakov im Powerplay erneut zu und setzte den Puck unhaltbar unter die Latte – das 4:0 und gleichzeitig ein Bruch im Spiel der Riverkings. Schweinfurt blieb dran und setzte Landsberg immer wieder unter Druck: Petr Pohl nahm Maß und schweißte den nächsten Treffer ein. Zwei Minuten vor Schluss machte Pohl dann endgültig den Sack zu: Im Powerplay überwand er Borst halbhoch auf der Stockhandseite und stellte den 6:0-Endstand her. Damit durfte Leon Pöhlmann nach dem 6:0 gegen Schongau nun auch gegen Landsberg einen Shutout feiern.
Nach dem erfolgreichen Freitag heißt es nun: volle Konzentration auf Sonntag, wenn die Mighty Dogs zum Spitzenspiel nach Königsbrunn reisen. Dort fällt der Puck um 18 Uhr.
STATISTIK:
Tore:
Stand Zeit Team Torschütze 1. Assist 2. Assist
1:0 09:51 ERVS Cermak T. Zheltakov I. Pohl P.
2:0 35:02 ERVS Pinsack G. Freibert C. Alksnis D.
3:0 38:17 ERVS Zheltakov I. (5-4) Donsis K. Cermak T.
4:0 52:23 ERVS Zheltakov I. (5-4) Alksnis D. Cermak T.
5:0 54:51 ERVS Pohl P. Zheltakov I. Donsis K.
6:0 57:40 ERVS Pohl P. (5-4) Zheltakov I. Cermak T.
Strafen: Schweinfurt 10 Min // Landsberg 16 Min
Zuschauer: 1102 im Icedome + 225 auf SpradeTV
Highlights: https://www.thefan.fm/details/14791/
Pressekonferenz: https://www.thefan.fm/details/14790/

