KARLBURG – Gescheppert hat´s ganz heftig am Samstag in der Landesliga in Karlburg. Bayernliga-Absteiger gegen den Neuling aus der Bezirksliga. Am Ende konnte einem der FC Bad Kissingen fast leid tun.
Denn die Gäste, die zwei Gegentore per Elfmeter kassierten, erzielten in dieser Partie vier Treffer, Karlburg aber nur drei. Blöde, dass Lukas Halbig (auf dem Bild im blauen Trikot), der spät die Ampelkarte sah, beim 2:1 den Ball in die eigenen Maschen drückte. 4:1 führte der TSV zehn Minuten vor dem Ende, Kirill Ride und Luka Maric auch mit einem Elfmeter und Treffer zwei, verkürzten zwar noch. Half aber nix…
Vorne ist´s nun wieder ein Dreikampf um die Aufstiegsplätze.Der TSV Großbardorf baute zwar seinen Vorsprung aus, kam aber nur zu einem 2:2 in Eisingen. Mit nur dem Ausgleichstor durch Jimmy Mangold. Das 0:1 besorgte Philipp Günder früh für die Gäste selbst.
Parallel unterlag der TSV Abtswind bei VatanSpor Aschaffenburg, kommenden Samstag Gastgeber der Großbardorfer. Einen der zwei Treffer des Nachmittags erzielte der unverwürstliche Spielertrainer Peter Sprung, inzwischen 46 Jahre alt. Schon am Freitag rückte Don Bosco Bamberg mit einem 3:0 gegen Lichtenfels bis auf drei und vier Punkte an das Spitzenduo heran.
Kein Platz zwei-Kandidat werden diese Saison die Freien Turner Schweinfurt nach der 1:2-Niederlage gegen Mönchröden. Auch wenn die FTS zwei Mal traf. Dominik Popp zum Anschluss, Simon Werner früh zum 0:1 für die Gäste.
Eine empfindliche Heimniederlage kassierte die DJK Dampfach mit 0:3 gegen Schlusslicht Rimpar. Fuchsstadt kam mit dem 0:0 in Haibach bis auf zwei Punkte an die Elf von Oliver Kröner heran.
Hier noch der lange Bericht dazu:
DJK Dampfach – ASV Rimpar 0:3 (0:1)
Dampfach verlor das Kellerduell gegen den Tabellenletzten nach einer extrem schwachen Vorstellung mit 0:3. Es entwickelte sich ein Spiel nahezu auf Augenhöhe. Dampfach hatte jedoch insgesamt mehr Torchancen und auch mehr Spielanteile. Bereits in der 3. Minute stand Mustafa Albascha allein vorm Tor, aber er schoss nicht gleich und vertändelte noch den Ball. Das hätte die Führung sein müssen.
10 Minuten später zielte der gleiche Spieler aus 18 Metern knapp links vorbei. Kurz darauf wurde Niklas Reuß freigespielt, aber der traf auch nicht das Tor. Nach 16 Minuten dann die Führung für die Gäste aus dem Nichts. Die Gäste kombinierten im DJK-Strafraum ohne Gegenwehr und Sandro Kramosch war völlig frei und schob ein zum 0:1. 5 Minuten später fast das 0:2, doch Kramosch schoss knapp rechts vorbei.
Danach aber nur noch Möglichkeiten für Dampfach. Nach einer halben Stunde verfehlte Niklas Reuß den Kasten. Kurz darauf zielte Paul Först rechts vorbei und kurz vor der Pause schoss André Lörzer links vorbei. Trotz eines klaren Chancenplus für die DJK ging es mit einem 0:1 in die Pause.
In Hälfte zwei wollte die Kröner-Elf schnell den Ausgleich. Nach 55 Minuten scheiterte Dominik Reiser am Keeper. Aber insgesamt agierte die DJK viel zu umständlich und verkrampft. Es wurde ein sehr zerfahrenes Spiel. Nach einer Stunde noch eine Chance für die Gäste. Doch Mahmoud Bar scheiterte an Noah Mack. Kurz darauf startete Paul Först einen Alleingang und spielte Dominik Reiser frei, der scheiterte aber am Keeper.
Nach 75 Minuten dann die Vorentscheidung. Eine total verunglückte Rückgabe landete beim kurz zuvor eingewechselten Joel Flores Vega, der nahm dieses Geschenk dankend an und erzielte das 0:2. 5 Minuten vor Schluss noch die Chance zum Anschlusstreffer, aber Max Witchen scheiterte freistehend aus 5 Meter mit seinem Kopfball am Keeper Robin Michel. In der Nachspielzeit hämmerte Sandro Kramosch mit einer Direktabnahme den Ball aus gut 20 Meter in die rechte Ecke.
Das war eine Niederlage für die DJK, die richtig wehtut. Aber ohne die nötig Aggressivität, aber auch Effektivität gewinnt man in dieser Liga nichts. Die Kröner-Elf hat die Riesenchance, auf einen Nichtabstiegsplatz zu springen, fahrlässig liegengelassen.
Oliver Kröner: „Wir haben unserer Chancen in der ersten Halbzeit nicht verwertet, da die Torschussqualität nicht da war. Wir haben gesehen, dass es nicht einfach so weiter geht. Die Liga ist eng und in jedem Spiel muss wieder der volle Einsatz und Wille gezeigt werden, wenn man gewinnen will. Es läuft nicht einfach so. Jetzt muss jeder seine Fehler analysieren und dann geht es am Dienstag mit dem Training wieder weiter.“
Rimpars Thomas Redelberger: „Das war der Lohn für 3 Wochen extrem harte Arbeit. Wir haben ein paar Sachen geändert und dadurch uns auch etwas verbessert. Ich habe der Mannschaft gesagt, dass sie nach den vielen Niederlagen durchaus in der Lage ist, auch in dieser Liga Mannschaften zu schlagen. Das haben sie heute gemerkt und das was wir uns vorgenommen haben sie sehr gut umgesetzt. Wir hatten heute aber auch das nötige Spielglück.“

