GRESSTHAL – Jeweils am vierten Sonntag im Oktober findet der „Sonntag der Weltmission“ statt, den die römisch-katholische Kirche feiert. Diesen setzte im Jahr 1926, also vor fast 100 Jahren, der damalige Papst Pius XI. ein.
Die Gläubigen sollen sich dabei auf ihre „gemeinsame Verantwortung für die Evangelisierung der Welt bewusst“ sein. In Greßthal fand vorab das traditionelle Missionsessen im örtlichen Pfarrheim statt – und das heuer zum insgesamt 30. Mal. Kontinuierlich und ununterbrochen seit drei Jahrzehnten ist dabei Berthold Schlereth für das Missionsessen zuständig. Er bereitet, gemeinsam mit seinem Team, die Speisen vor, und kocht sie dann mit ganz viel Hingabe. In diesem Jahr gab es Erbseneintopf mit Wiener sowie Nudel mit Tomatensoße.
100 Personen nahmen das Angebot gerne an
Die Bevölkerung nahm das Angebot gerne an und so kamen nach dem Gottesdienst etwa 100 hungrige Personen. Für all die Jahre, die Berthold Schlereth sich um das Missionsessen möchten die Verantwortlichen Danke sagen. Ebenso gilt ein herzliches Vergelts Gott an alle bisherigen Helfer in der Küche, bei der Essensausgabe und an die zahllosen Kuchenspender in den vergangen drei Jahrzehnten.
Spendengelder gehen nach Brasilien
Seit mittlerweile 20 Jahren geht der Reinerlös des Greßthaler Missionsessen an die Missionshilfe Brasilien e.V. von Pater Bernhard Hanke. Dieser verfolgt akribisch das Ziel, die Arbeit der Pfarrei Nossa Senhora de Lourdes in Campo Alegre de Lourdes, sowie der Nachbarpfarrei Santo Antonio von Pilã Arcado zu unterstützen. Die Pfarrei Nossa Senhora de Lourdes, zu Deutsch „Muttergottes von Lourdes“ in Campo Alegre liegt im Nordosten von Brasilien und hat etwa 30 000 Einwohner. Seit 1988 wird die Pfarrei von Pater Bernhard „Bernardo“ Hanke, dem Bruder des ehemaligen Eichstätter Bischofs Gregor Maria Hanke geleitet. Die Spenden aus dem Missionsessen von Greßthal werden vor allem für die Bekämpfung der Armut in Brasilien verwendet, indem die Betroffenen Hilfe zur Selbsthilfe ermöglicht bekommen. Mit den bereitgestellten Geldern werden Zisternen und Lehmhäuser gebaut, Saatgut beschafft und der Aufbau sowie der Unterhalt von Schulen und medizinischen Einrichtungen gefördert. Nochmals vielen herzlichen Dank und ein Vergelts Gott an alle bisherigen Unterstützer!
Auf den Bildern:
Seit 30 Jahren ist Berthold Schlereth für das Missionsessen in Greßthal verantwortlich und schwingt dazu den Kochlöffel.
Gemeinsam hat das Team der Katholischen Kirchengemeinde Greßthal auch in diesem Jahr wieder erfolgreich das Missionsessen ausgerichtet. Der Erlös kommt der Brasilienhilfe von Pater Bernhard Hanke zu Gute.
Bilder: Norbert Schlereth
Text: Dominik Zeißner


